Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_383/2020 KI-generiert

Appeal on Procedural Costs Remission Dismissed for Lack of Grounds

Geschäftsnummer 6B_383/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual who appealed to the Swiss Federal Tribunal against a decision by the Higher Court of the Canton of Bern. The appellant sought the waiver of procedural costs imposed through various previous decisions by the Higher Court over several years. The Higher Court dismissed the request on February 11, 2020, and the appellant subsequently sought review by the Federal Tribunal. However, the complaint did not meet the legal justification requirements necessary for consideration, as it lacked substantive arguments addressing the court's decision and instead claimed constitutional violations and hardships without sufficient evidence or specificity. Consequently, the Federal Tribunal found the appeal to be inadmissible.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 95 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Appeal on Procedural Costs Remission Dismissed for Lack of Grounds: The appellant sought the waiver of procedural costs imposed through various previous decisions by the Higher Court over several years. The Higher Court dismissed the request on February 11, 2020, and the appellant subsequently sought review by the Federal Tribunal. However, the complaint did not meet the legal justification requirements necessary for consideration, as it lacked substantive arguments addressing the court's decision and instead claimed constitutional violations and hardships without sufficient evidence or specificity. Consequently, the Federal Tribunal found the appeal to be inadmissible.

Schlagwörter

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Kostenerlass Nichteintreten Erlass von Verfahrenskosten gesetzliche Voraussetzungen Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege Revisionsgründe Verfahrensverletzungen Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The appeal was not admitted based on this procedural provision due to obvious deficiencies in the statement of grounds.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to waive the imposition of costs in the final order.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_383/2020

Urteil vom 4. Mai 2020

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, Präsident,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Bern,

Beschwerdekammer in Strafsachen.

Gegenstand

Kostenerlass; Nichteintreten,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 11. Februar 2020 (BK 20 48).

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. Der Beschwerdeführer ersuchte am 2. Februar 2020 um Erlass der ihm mit Beschlüssen des Obergerichts des Kantons Bern vom 4. Februar 2016 (BK 15 331), 29. Oktober 2015 (BK 15 183), 6. November 2015 (BK 15 268), 30. Mai 2016 (BK 16 209), 13. April 2015 (BK 15 42), 12. Januar 2015 (BK 14 301), 10. September 2014 (BK 14 304), 29. August 2014 (BK 14 80), 23. September 2014 (BK 14 307) und 11. Juli 2014 (BK 14 195) auferlegten Verfahrenskosten. Die Vorinstanz wies das Gesuch mit Beschluss vom 11. Februar 2020 ab, soweit es darauf eintrat.

Der Beschwerdeführer wendet sich an das Bundesgericht.

2. Gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Beschwerdebegründung in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt, wobei für die Anfechtung des Sachverhalts qualifizierte Begründungsanforderungen gelten (vgl. Art. 97 Abs. 1 und Art. 106 Abs. 2 BGG ).

3. Die Eingabe genügt den gesetzlichen Begründungsanforderungen nicht. Vor Bundesgericht kann es nur noch um die Frage gehen, ob die Vorinstanz das Gesuch um Verfahrenskostenerlass zu Unrecht abgelehnt hat. Damit setzt sich der Beschwerdeführer nicht hinreichend auseinander. Er ruft vielmehr wahllos Verfassungs- und Konventionsbestimmungen an, die verletzt sein sollen, äussert sich u.a. zu angeblichen "Revisionsgründen" und behauptet, in Rechtshändel gedrängt und seit Jahren gezwungen zu werden, unter dem Existenzminimum leben zu müssen. Die blosse Behauptung, den Härtefall damit rechtsgenügend dargelegt zu haben, genügt nicht. Aus der Beschwerde ergibt sich nicht, inwieweit der angefochtene Beschluss gegen das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen könnte. Der Begründungsmangel ist offensichtlich. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

4. Auf eine Kostenauflage kann ausnahmsweise verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird damit gegenstandslos.

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 4. Mai 2020

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill