Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_367/2015 KI-generiert

Payment of Fine Renders Appeal Moot Despite Reservation

Geschäftsnummer 6B_367/2015
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a complaint filed by an individual against a decision made by the Cantonal Court of Bern, which deemed his appeal against a penalty as moot after he had settled the fine. The individual argued that he only paid the fine under duress due to impending enforcement actions and claimed that the court ignored his request for a suspension of the payment requirement. However, the court found that the appeal did not meet the necessary criteria to proceed, as the individual had already complied with the penalty and did not provide sufficient legal grounds to challenge the court's previous decision. Consequently, his request for legal aid was denied, and he was ordered to bear the court costs.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 64 BGG, Art. 65 Abs. 2 BGG; Payment of Fine Renders Appeal Moot Despite Reservation: The individual argued that he only paid the fine under duress due to impending enforcement actions and claimed that the court ignored his request for a suspension of the payment requirement. However, the court found that the appeal did not meet the necessary criteria to proceed, as the individual had already complied with the penalty and did not provide sufficient legal grounds to challenge the court's previous decision. Consequently, his request for legal aid was denied, and he was ordered to bear the court costs.

Schlagwörter

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Busse Zahlung der Geldbuße Vollstreckungsentscheid Nichtigkeitsverfahren Zahlungsauftrag Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege nachträglicher Rechtsvorschlag

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The appeal was not entered upon based on this procedural rule.

Art. 64 BGG

The request for legal aid was rejected based on this provision.

Art. 65 Abs. 2 BGG

The court took the financial situation of the appellant into account when determining the court costs based on this provision.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The court imposed the court costs on the appellant based on this provision.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_367/2015

Urteil vom 20. April 2015

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, Präsident,

Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte

X.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, 3011 Bern,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Busse,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern,

Strafabteilung, 1. Strafkammer,

vom 26. März 2015.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. Das Obergericht des Kantons Bern schrieb am 26. März 2015 eine Beschwerde als gegenstandslos ab, weil der Beschwerdeführer die Geldstrafe und die Busse, um die es in der angefochtenen Vollzugsverfügung der Abteilung für Straf- und Massnahmenvollzug ging, inzwischen bezahlt hatte. Auf eine Kostenauflage wurde verzichtet. Eine Entschädigung wurde nicht zugesprochen.

Der Beschwerdeführer wendet sich ans Bundesgericht und beantragt, der Beschluss vom 26. März 2015 sei aufzuheben. Er habe die Busse nur deshalb und zwar "unter Vorbehalt" bezahlt, weil bereits eine Verhaftung bzw. Zuführung zur Vollstreckung vorlag und die Vorinstanz seinen Antrag auf Aufschub bzw. auf Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand weder bearbeitet noch beachtet habe.

Dieser Hinweis genügt den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht. Der Beschwerdeführer nennt keine Bestimmung des schweizerischen Rechts, wonach die Vorinstanz ein Beschwerdeverfahren nicht hätte als gegenstandslos geworden abschreiben dürfen, obwohl der Beschwerdeführer durch die angefochtene Vollzugsverfügung gar nicht mehr beschwert war. Inwieweit das Motiv für seine Zahlung daran etwas ändern könnte, vermag er nicht zu sagen. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehen aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen ( Art. 65 Abs. 2 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Strafabteilung, 1. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 20. April 2015

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Der Gerichtsschreiber: C. Monn