Copyright Infringement Appeal Dismissed for Lack of Standing
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involved a complaint against a decision by the Public Prosecutor's Office in the canton of St. Gallen, which dismissed a criminal complaint concerning commercial copyright infringement. The appellant argued that the Public Prosecutor's Office should not have dismissed the case, but the court found that the appellant did not have standing to file the complaint, as they were not considered a direct victim or private prosecutor in this matter. Consequently, the court ruled not to proceed with the case, resulting in the imposition of court costs on the appellant.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 BGG, Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG, Art. 1 Abs. 1 OHG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Copyright Infringement Appeal Dismissed for Lack of Standing: Gallen, which dismissed a criminal complaint concerning commercial copyright infringement. The appellant argued that the Public Prosecutor's Office should not have dismissed the case, but the court found that the appellant did not have standing to file the complaint, as they were not considered a direct victim or private prosecutor in this matter. Consequently, the court ruled not to proceed with the case, resulting in the imposition of court costs on the appellant.
Schlagwörter
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KI-generiertUsed to refuse to rule on the appeal (Nichteintreten) based on lack of standing.
Used to order the appellant to pay the court costs.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
6B_357/2009
Urteil vom 4. Mai 2009
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.
Parteien
Firma X.________,
Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt
Dr. Conrad Weinmann,
gegen
Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Schützengasse 1, 9001 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Nichteintreten auf Strafklage (gewerbsmässige Urheberrechtsverletzung),
Beschwerde gegen den Entscheid der Anklagekammer des Kantons St. Gallen vom 24. März 2009.
Der Präsident zieht in Erwägung:
1. Die Beschwerde richtet sich dagegen, dass auf eine Strafklage wegen gewerbsmässigen Vergehens gegen das Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte nicht eingetreten und im angefochtenen Entscheid eine dagegen gerichtete Beschwerde abgewiesen wurden. Da die Staatsanwaltschaft am kantonalen Verfahren beteiligt war, ist die Beschwerdeführerin indessen nicht Privatstrafklägerin im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 BGG. Sie ist auch nicht Opfer im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG, da sie durch die eingeklagten Strafaten nicht in ihrer körperlichen, psychischen oder sexuellen Integrität unmittelbar beeinträchtigt worden ist ( Art. 1 Abs. 1 OHG ). Als Geschädigte, die nicht Opfer ist, ist sie zur vorliegenden Beschwerde nicht legitimiert ( BGE 133 IV 228 ). Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
Mit dem Entscheid in der Sache ist der formelle Antrag, die Vorinstanz sei unverzüglich anzuweisen, dem Beschuldigten die Akten erst nach dem Entscheid über die Beschwerde zugänglich zu machen, gegenstandslos geworden.
2. Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und der Anklagekammer des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 4. Mai 2009
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Favre Monn