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6B_316/2016 KI-generiert

Failure to pay cost advance for groundless appeal of discontinued criminal proceedings (official misconduct, animal cruelty, property damage) despite unsubstantiated indigence claim.

Geschäftsnummer 6B_316/2016
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court (Bundesgericht) dismissed the appeal filed by the two appellants, and denied their requests for legal aid, because neither paid the required CHF 800 advance on costs despite being granted a grace period; the court found the appellants failed to substantiate their alleged indigence. The appeal challenged an Obergericht of the Canton of Bern ruling that upheld the discontinuation of criminal proceedings against them for official misconduct (Amtsmissbrauch), animal cruelty (Tierquälerei), and property damage (Sachbeschädigung). The court ordered the CHF 800 court costs to be borne by the appellants, jointly and severally, each liable for half. The decision was based on Articles 108 and 66(1) and (5) of the Federal Supreme Court Act (BGG), as the appellants defaulted on the cost deposit, resulting in the appeal being dismissed for procedural non-compliance.

Legislator-Regeste

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Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG; Failure to pay cost advance for groundless appeal of discontinued criminal proceedings (official misconduct, animal cruelty, property damage) despite unsubstantiated indigence claim: The appeal challenged an Obergericht of the Canton of Bern ruling that upheld the discontinuation of criminal proceedings against them for official misconduct (Amtsmissbrauch), animal cruelty (Tierquälerei), and property damage (Sachbeschädigung). The court ordered the CHF 800 court costs to be borne by the appellants, jointly and severally, each liable for half. The decision was based on Articles 108 and 66(1) and (5) of the Federal Supreme Court Act (BGG), as the appellants defaulted on the cost deposit, resulting in the appeal being dismissed for procedural non-compliance.

Schlagwörter

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Einstellung (Amtsmissbrauch, Tierquälerei, Sachbeschädigung) Kostenvorschuss Strafuntersuchung unentgeltliche Rechtspflege Ansetzung einer Nachfrist Nichtanhandnahmeverfügung Einrede der Verfassungswidrigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

Used to dismiss the appeal for failure to pay the cost advance, as the appeal was inadmissible by simplified procedure.

Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG

Imposed the court costs on the appellants, each half, under joint and several liability.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_316/2016

Urteil vom 1. Juli 2016

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, Präsident,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

1. X.________,

2. Y.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, 3011 Bern,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Einstellung (Amtsmissbrauch, Tierquälerei, Sachbeschädigung),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 4. Februar 2016.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. Dem Beschwerdeführer 1 wurde mit Verfügung vom 18. März 2016 eine Frist angesetzt bis zum 18. April 2016, um dem Bundesgericht einen Kostenvorschuss von Fr. 800.-- einzuzahlen. Mit Schreiben vom 17. April 2016 ersuchte er darum, den Kostenvorschuss auszusetzen, zu reduzieren oder eine längere Zahlungsfrist einzuräumen. Mit Verfügung vom 20. April 2016 wurde dem Beschwerdeführer die gesetzlich vorgeschriebene Nachfrist angesetzt bis zum 6. Mai 2016, um die verlangten Fr. 800.-- einzuzahlen, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde. Er wurde darauf aufmerksam gemacht, dass für eine Kürzung des Kostenvorschusses oder einen Verzicht kein Anlass bestehe. Der Beschwerdeführer 1 teilte am 1. Mai 2016 mit, aufgrund des Terror-Aktes vom 28. Oktober 2014 noch immer unfallbedingt arbeitsunfähig zu sein. Es werde daher um Kostenerlass ersucht. Will man das Schreiben als Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege entgegennehmen, so unterlässt es der Beschwerdeführer 1, seine Bedürftigkeit nachzuweisen, weshalb das Gesuch abzuweisen ist. Der Kostenvorschuss ging nicht ein. Entsprechendes gilt für die Beschwerdeführerin 2. Ihr wurden mit Verfügungen vom 17. Mai und 2. Juni 2016 eine Frist und die gesetzliche Nachfrist bis 13. Juni 2016 angesetzt, um einen Kostenvorschuss von Fr. 800.-- zu bezahlen. In Ihrem Schreiben vom 28. Mai 2016 wies sie ihre Bedürftigkeit nicht nach. Das Bundesgericht teilte ihr am 2. Juni 2016 mit, es werde am Kostenvorschuss festgehalten. Der Kostenvorschuss ging nicht ein. Auf die Beschwerde ist androhungsgemäss im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2. Die Gerichtskosten sind den Beschwerdeführern je zur Hälfte unter solidarischer Haftung aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG )

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden den Beschwerdeführern je zur Hälfte unter solidarischer Haftung auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 1. Juli 2016

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill