Failure to Pay Federal Court Cost Advance After Missed Grace Period for Late Penal Order Objection
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Supreme Court (Bundesgericht) dismissed the appeal and declined to enter the merits, ruling against the appellant, who therefore bears the court costs of CHF 500. The appellant had challenged a decision of the Obergericht of the Canton of Uri, which had refused to consider his complaint (Nichteintreten) regarding a late objection to a penal order (Strafbefehl). The Supreme Court ordered the appellant to pay a cost advance of CHF 800 by a deadline, which he failed to do; after granting a final non-extendable grace period as required by Art. 62 para. 3 BGG, the payment was still not made, leading to the appeal being dismissed pursuant to Art. 108 BGG, with the contested Obergericht decision remaining in force.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 62 Abs. 3 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 66 al. 1 BGG; Failure to Pay Federal Court Cost Advance After Missed Grace Period for Late Penal Order Objection: The appellant had challenged a decision of the Obergericht of the Canton of Uri, which had refused to consider his complaint (Nichteintreten) regarding a late objection to a penal order (Strafbefehl). The Supreme Court ordered the appellant to pay a cost advance of CHF 800 by a deadline, which he failed to do; after granting a final non-extendable grace period as required by Art. 62 para. 3 BGG, the payment was still not made, leading to the appeal being dismissed pursuant to Art. 108 BGG, with the contested Obergericht decision remaining in force.
Schlagwörter
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KI-generiertBasis for the non-entry (Nichteintreten) on the appeal due to the failure to pay the cost advance within the grace period.
Imposed the court costs on the appellant in the dispositive.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
6B_313/2020
Urteil vom 18. Mai 2020
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Staatsanwaltschaft des Kantons Uri,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Verspätete Einsprache gegen Strafbefehl; Kostenvorschuss; Nichteintreten,
Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts
des Kantons Uri, Strafprozessuale Beschwerdeinstanz,
vom 11. Februar 2020 (OG BI 20 1).
Der Präsident zieht in Erwägung:
1. Das Obergericht des Kantons Uri trat am 11. Februar 2020 auf eine Beschwerde nicht ein. Der Beschwerdeführer wendet sich an das Bundesgericht.
2. Mit Verfügung vom 12. März 2020 wurde dem Beschwerdeführer eine Frist bis zum 26. März 2020 angesetzt, um dem Bundesgericht einen Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 800.-- einzuzahlen. Der Beschwerdeführer hat die mittels Gerichtsurkunde (GU) versandte Verfügung auf der Post nicht abgeholt. Da er mit gerichtlicher Post rechnen musste, gilt sie als zugestellt. Im Übrigen wurde sie ihm auch mit A-Post zugesandt. Da der Kostenvorschuss innert Frist nicht einging, wurde ihm mit Verfügung vom 28. April 2020 die gesetzlich vorgeschriebene, nicht erstreckbare Nachfrist bis zum 12. Mai 2020 angesetzt, um den Kostenvorschuss zu bezahlen, unter Androhung, dass ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde (vgl. Art. 62 Abs. 3 BGG ). Die mittels GU versandte Verfügung konnte zugestellt werden. Der Kostenvorschuss ging auch innert Nachfrist nicht ein, weshalb auf die Beschwerde androhungsgemäss im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten ist.
3. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Kosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Uri, Strafprozessuale Beschwerdeinstanz, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 18. Mai 2020
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Denys
Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill