Attorney Fee Appeal Jurisdiction Transfer
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a lawyer who acted as a public defender for a defendant in a criminal case concerning a conviction for simple bodily injury. Following the conviction, the lawyer sought compensation for her legal fees amounting to a specific sum, plus additional expenses and taxes. The Cantonal Court awarded her a lower amount than requested, which led the lawyer to appeal, arguing her right to challenge the compensation decision based on legal provisions. However, the Federal Tribunal declared that it lacked jurisdiction to hear the appeal and transferred the case to the appropriate court for further consideration, not imposing any court costs on the lawyer.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 135 Abs. 3 lit. b StPO, Art. 37 Abs. 1 StBOG, Art. 30 Abs. 2 BGG, Art. 66 al. 1 LTF; Attorney Fee Appeal Jurisdiction Transfer: Following the conviction, the lawyer sought compensation for her legal fees amounting to a specific sum, plus additional expenses and taxes. The Cantonal Court awarded her a lower amount than requested, which led the lawyer to appeal, arguing her right to challenge the compensation decision based on legal provisions. However, the Federal Tribunal declared that it lacked jurisdiction to hear the appeal and transferred the case to the appropriate court for further consideration, not imposing any court costs on the lawyer.
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KI-generiertThe Tribunal declared it could not enter upon the appeal due to lack of jurisdiction of the Federal Supreme Court and ordered the transfer of the case to the Federal Criminal Court.
The Tribunal decided not to impose any court costs on the appellant.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (2)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
6B_302/2016
Urteil vom 2. Juni 2016
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Bundesrichter Oberholzer,
Bundesrichterin Jametti,
Gerichtsschreiber Briw.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,
gegen
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz, Postfach 1201, 6431 Schwyz,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Entschädigung für amtliche Verteidigung,
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Schwyz, Strafkammer, vom 8. Februar 2016.
Erwägungen:
1. Die Beschwerdeführerin, Rechtsanwältin X.________, übte im kantonalen Verfahren die amtliche Verteidigung eines Beschuldigten aus, dessen Beschwerde gegen seine Verurteilung wegen einfacher Körperverletzung in der Folge vom Bundesgericht abgewiesen wurde, soweit darauf einzutreten war (Urteil 6B_301/2016 vom 2. Juni 2016).
2. Die Beschwerdeführerin beantragt mit Beschwerde in Strafsachen, die amtliche Verteidigung für ihre Aufwendungen mit Fr. 4'329.-- (zzgl. Fr. 129.85 für Barauslagen und Fr. 356.70 MWST) zu entschädigen.
Das Kantonsgericht Schwyz hatte die Beschwerdeführerin mit Urteil vom 8. Februar 2016 als amtliche Verteidigerin für das Berufungsverfahren mit Fr. 3'000.-- (inkl. Auslagen und 8% MWST) entschädigt. Auf die namens des Beschuldigten beantragte Korrektur der erstinstanzlich zugesprochenen amtlichen Entschädigung war das Kantonsgericht mangels Rechtsschutzinteresses (zutreffend: vgl. Urteil 6B_907/2015 vom 7. Dezember 2015 E. 3.2) nicht eingetreten (Urteil S. 11).
Die Beschwerdeführerin begründet ihre Beschwerde vor Bundesgericht damit, sie sei durch den (kantonsgerichtlichen) Entschädigungsentscheid betroffen und gestützt auf Art. 135 Abs. 3 lit. b StPO als amtliche Verteidigerin beschwerdeberechtigt.
Gemäss Art. 135 Abs. 3 lit. b StPO ist gegen den Entschädigungsentscheid des Berufungsgerichts "beim Bundesstrafgericht" Beschwerde zu führen, d.h. bei dessen Beschwerdekammer ( Art. 37 Abs. 1 StBOG , SR 173.71; BGE 141 IV 187 E. 1; 140 IV 213 E. 1.7).
3. Auf die Beschwerde ist mangels bundesgerichtlicher Zuständigkeit nicht einzutreten. Die Sache ist der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zu überweisen ( Art. 30 Abs. 2 BGG ). Der Beschwerdeführerin sind keine Gerichtskosten aufzuerlegen (Urteil 6B_719/2014 vom 21. April 2015 E. 2 [in BGE 141 IV 187 nicht publiziert]).
Demnach erkennt das Bundesgericht:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. Die Sache wird dem Bundesstrafgericht überwiesen.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht Schwyz, Strafkammer, sowie dem Bundesstrafgericht, Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 2. Juni 2016
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Denys
Der Gerichtsschreiber: Briw