Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_298/2019 KI-generiert

Complainant Lacks Standing to Appeal Refusal to Initiate Criminal Proceedings

Geschäftsnummer 6B_298/2019
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involved an individual who sought to initiate a criminal investigation for theft, property damage, and trespassing. However, on January 11, 2019, the public prosecutor's office decided not to pursue the case. The individual appealed this decision to the higher court of the Canton of Bern, which rejected the appeal on February 13, 2019. Subsequently, the individual filed a criminal appeal with the Swiss Federal Tribunal. The appellant argued that no necessary investigations were conducted, the evidence provided to the police was not considered, and contradicting facts were neglected. However, the Federal Tribunal found that the appellant did not sufficiently establish his standing to appeal as he did not clarify the impact of the decision on any potential civil claims, nor did he raise any procedural complaints that could bypass the standing requirement.

Legislator-Regeste

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Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Complainant Lacks Standing to Appeal Refusal to Initiate Criminal Proceedings: However, on January 11, 2019, the public prosecutor's office decided not to pursue the case. The individual appealed this decision to the higher court of the Canton of Bern, which rejected the appeal on February 13, 2019. Subsequently, the individual filed a criminal appeal with the Swiss Federal Tribunal. The appellant argued that no necessary investigations were conducted, the evidence provided to the police was not considered, and contradicting facts were neglected. However, the Federal Tribunal found that the appellant did not sufficiently establish his standing to appeal as he did not clarify the impact of the decision on any potential civil claims, nor did he raise any procedural complaints that could bypass the standing requirement.

Schlagwörter

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Nichtanhandnahme (Diebstahl etc.) Nichteintreten Beschwerdelegitimation Strafanzeige fehlende Legitimation der Staatsanwaltschaft verfahrensrechtliche Fragen materielle Überprüfung Einrede der Verfassungswidrigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The appeal was declared inadmissible (non-entrée en matière) under this simplified procedure provision.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The costs of the proceedings were imposed on the appellant according to this article.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_298/2019

Urteil vom 5. April 2019

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, Präsident,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, 3011 Bern,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Nichtanhandnahme (Diebstahl etc.); Nichteintreten,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 13. Februar 2019 (BK 19 42).

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. Die Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau nahm am 11. Januar 2019 das vom Beschwerdeführer angestrebte Strafverfahren wegen Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch nicht an die Hand. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Bern mit Beschluss vom 13. Februar 2019 ab.

Der Beschwerdeführer wendet sich mit Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht.

2. Die Privatklägerschaft ist nach Art. 81 Abs. 1 lit. a und b Ziff. 5 BGG zur Beschwerde in Strafsachen berechtigt, wenn sie vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat und wenn sich der angefochtene Entscheid auf die Beurteilung ihrer Zivilansprüche auswirken kann. Sie hat vor Bundesgericht darzulegen, dass die Legitimationsvoraussetzungen erfüllt sind und unter Vorbehalt klarer, zweifelsfreier Fälle insbesondere zu erläutern, weshalb und inwiefern sich der angefochtene Entscheid im Ergebnis und aufgrund der Begründung negativ auf welche Zivilansprüche auswirken kann ( Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG ).

Der Beschwerdeführer äussert sich zur Frage seiner Legitimation nicht. Insbesondere sagt er nicht, auf welche Zivilforderung der angefochtene Entscheid sich auswirken könnte. Dies ergibt sich auch nicht klarerweise aus dem angeklagten Sachverhalt. Der Beschwerdeführer ist folglich in der Sache nicht zum vorliegenden Rechtsmittel legitimiert.

3. Formelle Rügen, zu deren Vorbringen der Beschwerdeführer unbesehen der fehlenden Legitimation in der Sache befugt wäre (sog. "Star-Praxis"; vgl. BGE 141 IV 1 E. 1.1 mit Hinweisen), erhebt er nicht. Seine Vorbringen, Ermittlungen seien nicht geführt, die den Polizeibehörden übergebenen Unterlagen seien nicht gewürdigt und Tatsachen, die dem Verfahrenslauf widersprechen würden, seien nicht untersucht worden, zielen auf eine materielle Überprüfung der Sache ab, was unzulässig ist.

4. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten. Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer die Kosten zu tragen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 5. April 2019

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill