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6B_253/2010 KI-generiert

Swiss federal appeal against refusal to enter criminal proceedings and denial of free legal aid for failure to specify asserted procedural defects.

Geschäftsnummer 6B_253/2010
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court declined to entertain the appellant's appeal and dismissed his request for free legal aid, ordering him to pay court costs of CHF 800. The appeal challenged a cantonal decision that had (a) dismissed a cantonal complaint against the public prosecutor's refusal to open criminal proceedings for coercion, deprivation of liberty, and abduction, and (b) declared moot a second complaint regarding the refusal to waive an advance cost payment and denial of free legal aid. The Court held that the appeal failed to meet the statutory requirement of stating how the lower court violated Swiss law, as the appellant only vaguely alleged "false interpretations" and "sloppy work" by the prosecution without specifying which witnesses should have been heard or how alleged procedural deficiencies were decisive. The Court also refused free legal aid because the appeal was deemed hopeless, and no fee reduction was granted since the appellant did not provide information on his financial situation.

Legislator-Regeste

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Art. 95 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 64 BGG; Swiss federal appeal against refusal to enter criminal proceedings and denial of free legal aid for failure to specify asserted procedural defects: The appeal challenged a cantonal decision that had (a) dismissed a cantonal complaint against the public prosecutor's refusal to open criminal proceedings for coercion, deprivation of liberty, and abduction, and (b) declared moot a second complaint regarding the refusal to waive an advance cost payment and denial of free legal aid. The Court held that the appeal failed to meet the statutory requirement of stating how the lower court violated Swiss law, as the appellant only vaguely alleged "false interpretations" and "sloppy work" by the prosecution without specifying which witnesses should have been heard or how alleged procedural deficiencies were decisive. The Court also refused free legal aid because the appeal was deemed hopeless, and no fee reduction was granted since the appellant did not provide information on his financial situation.

Schlagwörter

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Nichteintretensverfügung Befreiung von Kostenvorschusspflicht/unentgeltliche Rechtspflege Strafanzeige Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege Prozessvoraussetzung strafrechtliche Nötigung Beweismängel Auslegung des Rechts

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

Procedural basis for the court's decision not to enter into the appeal.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Legal basis for imposing the court costs on the appellant.

Art. 64 BGG

Basis for refusing the request for free legal aid because the appeal appeared hopeless.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_253/2010

Urteil vom 25. März 2010

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Favre, Präsident,

Gerichtsschreiber Monn.

Verfahrensbeteiligte

X.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, Franziskanerhof, Barfüssergasse 28, 4502 Solothurn,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Nichteintretensverfügung; Befreiung von Kostenvorschusspflicht/unentgeltliche Rechtspflege,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, vom 8. Februar 2010.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. Im angefochtenen Entscheid wurde einerseits eine kantonale Beschwerde gegen eine Verfügung der Staatsanwaltschaft, in welcher diese auf eine Strafanzeige des Beschwerdeführers wegen Nötigung, Freiheitsberaubung und Entführung nicht eingetreten war, abgewiesen (E. II/2). Anderseits wurde eine zweite kantonale Beschwerde gegen einen Zwischenentscheid bezüglich Verweigerung der Befreiung von der Kostenvorschusspflicht bzw. Nichtgewährung der unentgeltlichen Rechtspflege als gegenstandslos geworden abgeschrieben (E. II/3).

In einer Beschwerde ans Bundesgericht ist anzugeben, dass und inwieweit der angefochtene Entscheid nach Auffassung des Beschwerdeführers gegen das schweizerische Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen soll ( Art. 42 Abs. 2 BGG ). Dieser Anforderung genügt die Beschwerde nicht. Darin wird als Begründung ausgeführt, das angefochtene Urteil sei aufgrund falscher Interpretationen und schludriger Arbeitsweise der Staatsanwaltschaft ("nicht einvernehmen wichtiger Zeugen und unverständliche Doppelspurigkeit") zu Stande gekommen. Der Beschwerdeführer unterlässt es zu sagen, welche Zeugen zu welchen Themen hätten einvernommen werden müssen und welche Doppelspurigkeiten, falsche Interpretationen oder Schludrigkeiten inwieweit für den Ausgang der Sache entscheidend gewesen sind. Ohne diese Angaben kann das Bundesgericht nicht prüfen, ob die Vorinstanz das schweizerische Recht verletzt hat.

Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Der Beschwerdeführer beantragt "für den ganzen Fall" die unentgeltliche Rechtspflege. Diese kann für das bundesgerichtliche Verfahren indessen nicht gewährt werden, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen ( Art. 64 BGG ). Da sich der Beschwerdeführer zu seinen finanziellen Verhältnissen nicht äussert, kommt eine Reduktion der Gerichtsgebühr nicht in Betracht.

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 25. März 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre Monn