Swiss federal appeal against refusal to enter criminal proceedings and denial of free legal aid for failure to specify asserted procedural defects.
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Supreme Court declined to entertain the appellant's appeal and dismissed his request for free legal aid, ordering him to pay court costs of CHF 800. The appeal challenged a cantonal decision that had (a) dismissed a cantonal complaint against the public prosecutor's refusal to open criminal proceedings for coercion, deprivation of liberty, and abduction, and (b) declared moot a second complaint regarding the refusal to waive an advance cost payment and denial of free legal aid. The Court held that the appeal failed to meet the statutory requirement of stating how the lower court violated Swiss law, as the appellant only vaguely alleged "false interpretations" and "sloppy work" by the prosecution without specifying which witnesses should have been heard or how alleged procedural deficiencies were decisive. The Court also refused free legal aid because the appeal was deemed hopeless, and no fee reduction was granted since the appellant did not provide information on his financial situation.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 95 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 64 BGG; Swiss federal appeal against refusal to enter criminal proceedings and denial of free legal aid for failure to specify asserted procedural defects: The appeal challenged a cantonal decision that had (a) dismissed a cantonal complaint against the public prosecutor's refusal to open criminal proceedings for coercion, deprivation of liberty, and abduction, and (b) declared moot a second complaint regarding the refusal to waive an advance cost payment and denial of free legal aid. The Court held that the appeal failed to meet the statutory requirement of stating how the lower court violated Swiss law, as the appellant only vaguely alleged "false interpretations" and "sloppy work" by the prosecution without specifying which witnesses should have been heard or how alleged procedural deficiencies were decisive. The Court also refused free legal aid because the appeal was deemed hopeless, and no fee reduction was granted since the appellant did not provide information on his financial situation.
Schlagwörter
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KI-generiertProcedural basis for the court's decision not to enter into the appeal.
Legal basis for imposing the court costs on the appellant.
Basis for refusing the request for free legal aid because the appeal appeared hopeless.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (2)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
6B_253/2010
Urteil vom 25. März 2010
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, Franziskanerhof, Barfüssergasse 28, 4502 Solothurn,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Nichteintretensverfügung; Befreiung von Kostenvorschusspflicht/unentgeltliche Rechtspflege,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, vom 8. Februar 2010.
Der Präsident zieht in Erwägung:
1. Im angefochtenen Entscheid wurde einerseits eine kantonale Beschwerde gegen eine Verfügung der Staatsanwaltschaft, in welcher diese auf eine Strafanzeige des Beschwerdeführers wegen Nötigung, Freiheitsberaubung und Entführung nicht eingetreten war, abgewiesen (E. II/2). Anderseits wurde eine zweite kantonale Beschwerde gegen einen Zwischenentscheid bezüglich Verweigerung der Befreiung von der Kostenvorschusspflicht bzw. Nichtgewährung der unentgeltlichen Rechtspflege als gegenstandslos geworden abgeschrieben (E. II/3).
In einer Beschwerde ans Bundesgericht ist anzugeben, dass und inwieweit der angefochtene Entscheid nach Auffassung des Beschwerdeführers gegen das schweizerische Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen soll ( Art. 42 Abs. 2 BGG ). Dieser Anforderung genügt die Beschwerde nicht. Darin wird als Begründung ausgeführt, das angefochtene Urteil sei aufgrund falscher Interpretationen und schludriger Arbeitsweise der Staatsanwaltschaft ("nicht einvernehmen wichtiger Zeugen und unverständliche Doppelspurigkeit") zu Stande gekommen. Der Beschwerdeführer unterlässt es zu sagen, welche Zeugen zu welchen Themen hätten einvernommen werden müssen und welche Doppelspurigkeiten, falsche Interpretationen oder Schludrigkeiten inwieweit für den Ausgang der Sache entscheidend gewesen sind. Ohne diese Angaben kann das Bundesgericht nicht prüfen, ob die Vorinstanz das schweizerische Recht verletzt hat.
Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Der Beschwerdeführer beantragt "für den ganzen Fall" die unentgeltliche Rechtspflege. Diese kann für das bundesgerichtliche Verfahren indessen nicht gewährt werden, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen ( Art. 64 BGG ). Da sich der Beschwerdeführer zu seinen finanziellen Verhältnissen nicht äussert, kommt eine Reduktion der Gerichtsgebühr nicht in Betracht.
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 25. März 2010
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Favre Monn