Federal Supreme Court Reinstates Timely Filed Appeal After Erroneous Dismissal; Underlying Appeal on Reopening Denied for Insufficient Justification
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a revision request concerning a previous ruling by the Swiss Federal Tribunal, where the initial complaint was dismissed due to a missed deadline. The complainant argued that they had submitted their appeal on time and that the Tribunal had mistakenly assigned their case to a different proceeding. The lower court had also rejected a motion for reopening the case, stating the complainant did not present clear claims or new evidence. The complainant's submissions were criticized as disorganized and lacking substantive grounds for revisiting the previous verdict. Ultimately, the Tribunal acknowledged its error in the prior decision and accepted the revision application while not engaging with the complaint about the reopening.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 95 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 64 LTF, Art. 66 al. 1 LTF; Federal Supreme Court Reinstates Timely Filed Appeal After Erroneous Dismissal; Underlying Appeal on Reopening Denied for Insufficient Justification: The complainant argued that they had submitted their appeal on time and that the Tribunal had mistakenly assigned their case to a different proceeding. The lower court had also rejected a motion for reopening the case, stating the complainant did not present clear claims or new evidence. The complainant's submissions were criticized as disorganized and lacking substantive grounds for revisiting the previous verdict. Ultimately, the Tribunal acknowledged its error in the prior decision and accepted the revision application while not engaging with the complaint about the reopening.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertZitierte Rechtsprechung
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertUsed to declare that the appeal (Beschwerde) would not be entertained (non-entrée en matière).
Although not explicitly cited in the dispositive, the context implies that the decision to waive costs (Art. 3) is related to the procedural handling, but since the instruction is to only include provisions *explicitly cited* in the dispositive, and Art. 64 (legal aid) is not cited, it is excluded. The waiver of costs is covered by Art. 66 LTF, which is not cited either, but the instruction for costs is to include the cited article. Since no specific cost article is cited in the dispositive orders 1-4, only the procedural/substantive ones are included.
Although the decision waives costs (Order 3), the specific article governing costs (Art. 66 al. 1 LTF) is not explicitly cited in the dispositive orders 1-4.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (1)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
6B_242/2010
Urteil vom 18. März 2010
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau,
Frey-Herosé-Strasse 12, Wielandhaus, 5001 Aarau,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Revision des Urteils des Schweizerischen Bundesgerichts 6B_135/2010 vom 16. Februar 2010; Wiederaufnahmegesuch,
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer,
vom 7. Dezember 2009.
Der Präsident zieht in Erwägung:
1. Im Verfahren 6B_135/2010 trat das Bundesgericht mit Urteil vom 16. Februar 2010 auf eine Beschwerde des Beschwerdeführers nicht ein, weil dieser die Beschwerdefrist nicht eingehalten habe. Der Beschwerdeführer stellt mit Eingabe vom 15. März 2010 sinngemäss ein Revisionsgesuch und macht geltend, seine Eingabe sei rechtzeitig erfolgt. Die Rüge ist begründet. Das Bundesgericht hatte versehentlich neben dem Verfahren 6B_135/2010 in derselben Angelegenheit noch ein Verfahren mit der Nummer 1B_9/2010 eröffnet und die rechtzeitig eingereichte Beschwerde diesem zweiten Verfahren zugeordnet. Dies wurde bei der Fällung des Urteils im Verfahren 6B_135/2010 übersehen. Das Revisionsgesuch ist gutzuheissen, und das Urteil 6B_135/2010 vom 16. Februar 2010 ist aufzuheben.
2. Im angefochtenen Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 7. Dezember 2009 wurde ein Wiederaufnahmegesuch des Beschwerdeführers abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden konnte. Der Beschwerdeführer habe in sämtlichen von ihm eingereichten Schreiben keine konkreten Anträge gestellt. Auch aus seinem neuesten Wiederaufnahmegesuch gehe nicht eindeutig hervor, was seine Anliegen seien. Die Eingaben erschöpften sich in einer Kritik an der durchgeführten Untersuchung und am Gerichtsverfahren sowie an den beweismässigen Feststellungen des Strafurteils. Zwar mache er geltend, es seien nicht alle Beweise und Dokumente vor Gericht präsentiert worden. Es sei allerdings nicht ersichtlich, inwiefern neue erhebliche Tatsachen oder Beweismittel vorliegen sollen. Jedenfalls seien die wirren und teilweise verunglimpfenden Ausführungen nicht geeignet, Zweifel an der Richtigkeit des Strafurteils zu begründen, und sie stellten insbesondere keinen Wiederaufnahmegrund im Sinne von § 230 Ziff. 1 der Strafprozessordnung des Kantons Aargau (StPO/AG) dar (angefochtener Entscheid S. 4 E. 2.2.).
Vor Bundesgericht müsste der Beschwerdeführer darlegen, dass und inwieweit die Feststellung der Vorinstanz, er habe keinen Wiederaufnahmegrund im Sinne von § 230 Ziff. 1 StPO /AG genannt, gegen das schweizerische Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen könnte (Art. 42 Abs. 2 bzw. Art. 106 Abs. 2 BGG ). Diese Begründungsanforderungen erfüllt die Beschwerde nicht. Soweit sie überhaupt verständlich ist, beschränkt sie sich unter Beilage einer "kompletten Dokumentation" darauf, die Angelegenheit aus der Sicht des Beschwerdeführers zu schildern und Vorwürfe gegen verschiedene Stellen zu erheben. Konkrete Wiederaufnahmegründe werden indessen nicht genannt. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
3. Da dem Bundesgericht ein Fehler unterlief und der Beschwerdeführer deshalb am 15. März 2010 ein zusätzliches Mail senden musste, rechtfertigt es sich, auf eine Kostenauflage zu verzichten.
Demnach erkennt das Bundesgericht:
1. Das Revisionsgesuch wird gutgeheissen, und das Urteil 6B_135/2010 vom 16. Februar 2010 wird aufgehoben.
2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
3. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 18. März 2010
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Favre Monn