Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_237/2012 KI-generiert

Dismissal of Theft Appeal for Insufficient Substantiation of Legal Violation

Geschäftsnummer 6B_237/2012
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual who was convicted of theft by a district court, which imposed a conditional fine and a monetary penalty. The individual appealed the decision, and the appellate court partially upheld the appeal, reducing the fines. Subsequently, the individual filed a complaint against the appellate court's ruling, claiming arbitrary treatment and arguing that their defense costs were unfairly reduced. The complaint, however, did not specify any legal norms that had been violated and was viewed as merely challenging the prior decision without sufficient basis. Additionally, a request for free legal assistance was rejected due to the lack of prospects for the complaint's success. Consequently, the individual was ordered to bear the court costs.

Legislator-Regeste

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Art. 139 Ziff. 1 StGB, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 90 Abs. 1 lit. b aOG, Art. 64 BGG, Art. 66 Abs. 1 i.V.m; Dismissal of Theft Appeal for Insufficient Substantiation of Legal Violation: The individual appealed the decision, and the appellate court partially upheld the appeal, reducing the fines. Subsequently, the individual filed a complaint against the appellate court's ruling, claiming arbitrary treatment and arguing that their defense costs were unfairly reduced. The complaint, however, did not specify any legal norms that had been violated and was viewed as merely challenging the prior decision without sufficient basis. Additionally, a request for free legal assistance was rejected due to the lack of prospects for the complaint's success. Consequently, the individual was ordered to bear the court costs.

Schlagwörter

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Diebstahl Willkür Kündigung wegen Diebstahls unentgeltliche Rechtspflege Verwirkung des Rückgriffsrechts Einrede der Verfassungswidrigkeit Beweisverwertungsverbot verfassungsmässige Anforderung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 106 Abs. 2 BGG

Cited in the reasoning as a general requirement for the appeal brief, but not explicitly in the dispositive orders.

Art. 42 Abs. 2 BGG

Cited in the reasoning as a general requirement for the appeal brief, but not explicitly in the dispositive orders.

Art. 64 BGG

Used to reject the request for free legal aid due to the hopelessness of the appeal.

Art. 66 Abs. 1 i.V.m. Art. 65 Abs. 2 BGG

Used to determine that court costs are to be imposed on the appellant, taking into account his financial situation.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Cited in the reasoning regarding costs, but the dispositive refers to Art. 66 Abs. 1 i.V.m. Art. 65 Abs. 2 BGG for the cost decision.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_237/2012

Urteil vom 17. September 2012

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Mathys, Präsident,

Bundesrichter Schneider, Schöbi,

Gerichtsschreiber Briw.

Verfahrensbeteiligte

X.________,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Steiner,

Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau,

Frey-Herosé-Strasse 12, Wielandhaus, 5001 Aarau,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Diebstahl; Willkür,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts

des Kantons Aargau, Strafgericht, 2. Kammer,

vom 24. Januar 2012.

Sachverhalt:

A. Das Bezirksgericht Bremgarten sprach am 7. April 2011 X.________ des Diebstahls schuldig ( Art. 139 Ziff. 1 StGB ). Es bestrafte ihn mit einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 70.-- sowie einer Busse von Fr. 280.--.

Das Obergericht des Kantons Aargau hiess am 24. Januar 2012 eine Berufung von X.________ teilweise gut und setzte eine Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 30.-- sowie eine Busse von Fr. 120.-- fest.

B. X.________ erhebt Beschwerde in Strafsachen mit den Anträgen, das obergerichtliche Urteil aufzuheben, ihn von Schuld und Strafe freizusprechen und ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren.

Erwägungen:

1. In der Beschwerde ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt ( Art. 42 Abs. 2 BGG ). Genügt die Beschwerdeschrift diesen Begründungsanforderungen nicht, so ist darauf nicht einzutreten ( BGE 134 II 244 E. 2.1). Strengere Anforderungen gelten, wenn die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem Recht gerügt werden soll. Auf bloss appellatorische Kritik ist nicht einzutreten ( Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG ; BGE 138 I 143 E. 2; 137 IV 1 E. 4.2.3 ; 136 I 49 E. 1.4.1; 136 II 101 E. 3, 489 E. 2.8; 134 II 244 E. 2.2).

Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe ihn als bisher absolut Unbescholtenen völlig unzutreffend und willkürlich der Begehung eines Diebstahls für schuldig erklärt. Er habe im Plädoyer vor der Vorinstanz eine absolut groteske und absurde Strafuntersuchung geltend gemacht. Ferner weist er als willkürlich zurück, dass die Vorinstanz den geltend gemachten Verteidigeraufwand von 26,25 Stunden um gut 8 Stunden auf rund 18 Stunden gekürzt habe.

Der Beschwerdeführer bezeichnet in seiner Beschwerdeschrift keine einzige Rechtsnorm, die verletzt sein sollte. Insbesondere bei Rügen im Sinne von Art. 106 Abs. 2 BGG gelten die gleichen Begründungsanforderungen, wie sie gestützt auf Art. 90 Abs. 1 lit. b aOG für die staatsrechtliche Beschwerde gegolten haben ( BGE 134 II 244 E. 2.2). Gemäss dieser Bestimmung musste die Beschwerdeschrift die wesentlichen Tatsachen enthalten und eine kurz gefasste Darlegung darüber, "welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind". Die Beschwerde erweist sich als blosse appellatorische Kritik. Darauf ist nicht einzutreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist wegen Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren abzuweisen ( Art. 64 BGG ). Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist mit herabgesetzten Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 66 Abs. 1 i.V.m. Art. 65 Abs. 2 BGG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Strafgericht, 2. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. September 2012

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Mathys

Der Gerichtsschreiber: Briw