Appeal Dismissal for Missed Deadline and Inadmissible Grounds Regarding Attempted Homicide Sentence
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a defendant who was convicted of multiple counts of attempted intentional homicide and sentenced to five years in prison. After the judgment was delivered, the defendant missed the deadline to file an appeal, leading him to request a restoration of this deadline on the grounds that his defense lawyer had advised against appealing due to a lack of successful prospects. However, the court determined that since the lawyer had voluntarily allowed the deadline to lapse with full knowledge of the circumstances, the request for restoration was denied. Furthermore, the defendant's claims of being a victim of false testimony and inadequate evidence collection did not meet the stringent criteria required for appeal, resulting in the court not accepting the appeal.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 50 BGG, Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 9 BV, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 64 LTF; Appeal Dismissal for Missed Deadline and Inadmissible Grounds Regarding Attempted Homicide Sentence: After the judgment was delivered, the defendant missed the deadline to file an appeal, leading him to request a restoration of this deadline on the grounds that his defense lawyer had advised against appealing due to a lack of successful prospects. However, the court determined that since the lawyer had voluntarily allowed the deadline to lapse with full knowledge of the circumstances, the request for restoration was denied. Furthermore, the defendant's claims of being a victim of false testimony and inadequate evidence collection did not meet the stringent criteria required for appeal, resulting in the court not accepting the appeal.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertZitierte Rechtsprechung
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertMentioned in the reasoning regarding the requirement for substantiated grounds for appeal, but not cited in the dispositive orders 1-4.
The court declared that it would not enter into the merits of the appeal according to this procedural provision.
The application for restoration of the appeal deadline, which is based on this article, was rejected.
Not cited in the dispositive orders 1-4.
Not cited in the dispositive orders 1-4.
Mentioned in the reasoning regarding the inadmissibility procedure, but not cited in the dispositive orders 1-4.
Mentioned in the reasoning regarding the scope of review for factual findings, but not cited in the dispositive orders 1-4.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
6B_228/2012
Urteil vom 11. April 2012
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt, Binningerstrasse 21, Postfach, 4001 Basel,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Wiederherstellung der Frist
(mehrfache versuchte vorsätzliche Tötung),
Beschwerde gegen das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 13. September 2011.
Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1. Der Beschwerdeführer wendet sich dagegen, dass er wegen mehrfacher versuchter vorsätzlicher Tötung zu fünf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Das angefochtene Urteil vom 13. September 2011 wurde am 11. November 2011 zugestellt.
Da die Beschwerdefrist abgelaufen ist, stellt der Beschwerdeführer ein Gesuch um deren Wiederherstellung im Sinne von Art. 50 BGG . Er macht geltend, sein seinerzeitiger Verteidiger habe auf eine Beschwerde verzichtet, weil eine solche keine Erfolgsaussichten habe. Hat aber der Verteidiger die Beschwerdefrist freiwillig und in Kenntnis aller wichtigen Umstände verstreichen lassen, kommt eine Wiederherstellung der Beschwerdefrist nicht in Betracht. Das Gesuch ist abzuweisen.
Auf die Beschwerde kann ohnehin nicht eingetreten werden. Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei das Opfer von planvollen Falschaussagen und des Umstandes, dass im kantonalen Verfahren die erforderlichen Beweisanträge nicht gestellt worden seien. Die Beweiswürdigung und die darauf beruhende Feststellung des Sachverhalts können vor Bundesgericht nur angefochten werden, wenn sie offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG bzw. willkürlich im Sinne von Art. 9 BV sind. Willkür liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft ( BGE 137 I 1 E. 2.4). Die angebliche Willkür ist präzise zu rügen, und die Rüge ist zu begründen ( Art. 106 Abs. 2 BGG ). Diesen Voraussetzungen genügt die nicht weiter ausgeführte Behauptung nicht, man sei ein Opfer von Falschaussagen und einer mangelhaften Beweisaufnahme.
Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2. Ausnahmsweise kann auf eine Kostenauflage verzichtet werden.
Demnach erkennt der Einzelrichter:
1. Das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist wird abgewiesen.
2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
3. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 11. April 2012
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Einzelrichter: Schneider
Der Gerichtsschreiber: C. Monn