Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_215/2023 KI-generiert

Appellant v. Canton on COVID-19 Ordinance Appeal Jurisdiction

Geschäftsnummer 6B_215/2023
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, the complainant was found guilty by the District Court of Zurich on September 16, 2022, for violating Article 83 paragraph 1 letter j of the Epidemics Act in conjunction with article 28 letter e and article 5 paragraph 1 of the Covid-19 Special Situation Ordinance, and was fined 100 Swiss Francs. Following the conviction, the complainant requested a written justification of the decision, which he received on December 17, 2022. He then filed an appeal on December 23, 2022, but the Zurich High Court did not proceed with the appeal due to its late submission. Dissatisfied, the complainant filed a criminal complaint with the Swiss Federal Tribunal. However, he failed to address the issue of the timeliness of his original appeal in his complaints, choosing instead to contest the existence of the coronavirus and to assert a duty as a Swiss citizen to pursue the truth. Consequently, his complaint did not meet the required legal standards for consideration, and the tribunal could not proceed with his case.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 80 Abs. 1 BGG, Art. 108 BGG; Appellant v. Canton on COVID-19 Ordinance Appeal Jurisdiction: Following the conviction, the complainant requested a written justification of the decision, which he received on December 17, 2022. He then filed an appeal on December 23, 2022, but the Zurich High Court did not proceed with the appeal due to its late submission. Dissatisfied, the complainant filed a criminal complaint with the Swiss Federal Tribunal. However, he failed to address the issue of the timeliness of his original appeal in his complaints, choosing instead to contest the existence of the coronavirus and to assert a duty as a Swiss citizen to pursue the truth. Consequently, his complaint did not meet the required legal standards for consideration, and the tribunal could not proceed with his case.

Schlagwörter

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Nichteintreten gesundheitliche Gründe Zuständigkeitsfragen substantiierte Begründung Beschwerdelegitimation Einrede der Verfassungswidrigkeit Rechtsgutachten

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The appeal was dismissed by non-entry into the merits based on this procedural provision due to obvious lack of proper substantiation.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The decision explicitly states that no costs shall be levied.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_215/2023

Urteil vom 27. April 2023

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, als präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiberin Frey Krieger.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Güterstrasse 33, Postfach, 8010 Zürich,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Widerhandlung gegen Art. 83 Abs. 1 lit. j des Epidemiengesetzes i.V.m. Art. 28 lit. e und Art. 5

Abs. 1 der Covid-19-Verordnung; Nichteintreten,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Strafkammer, vom 24. Januar 2023 (SU230004-O/U/cwo).

Das präsidierende Mitglied zieht in Erwägung:

1. Der Beschwerdeführer wurde mit Einzelrichterentscheid des Bezirksgerichts Zürich vom 16. September 2022 wegen Widerhandlung gegen Art. 83 Abs. 1 lit. j des Epidemiengesetzes i.V.m. Art. 28 lit. e und Art. 5 Abs. 1 der Covid-19-Verordung besondere Lage schuldig gesprochen und mit einer Busse von Fr. 100.-- bestraft. Im Anschluss an die Hauptverhandlung vom 16. September 2022 wurde das Urteil mündlich eröffnet, schriftlich im Dispositiv übergeben und der Beschwerdeführer ersuchte um Zustellung eines schriftlich begründeten Entscheids.

Die schriftliche Urteilsbegründung wurde vom Beschwerdeführer am 17. Dezember 2022 entgegengenommen. Mit Schreiben vom 23. Dezember 2022 gelangte er an das Bezirksgericht und erklärte, dass es sich bei diesem um eine Berufungserklärung handle, mit der er das Urteil vollumfänglich anfechte. Das Bezirksgericht leitete die Akten zur Prüfung der Berufung an das Obergericht des Kantons Zürich weiter, das mit Beschluss vom 24. Januar 2023 mangels rechtzeitiger Berufungsanmeldung auf die Berufung nicht eintrat.

Der Beschwerdeführer wendet sich mit Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht.

2. Eine Beschwerde an das Bundesgericht hat die Begehren und deren Begründung zu enthalten ( Art. 42 Abs. 1 BGG ). In der Beschwerdebegründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt ( Art. 42 Abs. 2 BGG ). Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe. Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der Anfechtung des Sachverhalts wegen Willkür; vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG ) besteht eine qualifizierte Rügepflicht ( Art. 106 Abs. 2 BGG ). Auf ungenügend begründete Rügen tritt das Bundesgericht nicht ein ( BGE 147 IV 73 E. 4.1.2).

3. Verfahrensgegenstand ist vorliegend einzig der vorinstanzliche Nichteintretensbeschluss ( Art. 80 Abs. 1 BGG ). Es kann damit vor Bundesgericht nur um die Frage gehen, ob das mangels rechtzeitiger Berufungsanmeldung ergangene Nichteintreten auf die Berufung des Beschwerdeführers rechtmässig war, respektive ob die Vorinstanz Art. 399 Abs. 1 bis 3 StPO richtig angewandt hat.

Damit befasst sich der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift nicht. Er macht stattdessen geltend, den Beschluss des Obergerichts deswegen anfechten zu wollen, um zu beweisen, dass es kein Corona gebe und er als Schweizer Bürger die Pflicht habe, sich für die Wahrheit einzusetzen. Daraus ergibt sich nicht ansatzweise, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Beschwerde erfüllt die Voraussetzungen von Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG nicht. Der Begründungsmangel ist offensichtlich. Auf die Beschwerde ist damit mangels einer tauglichen Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

4. Auf eine Kostenauflage kann ausnahmsweise verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 27. April 2023

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Denys

Die Gerichtsschreiberin: Frey Krieger