Exhaustion of Cantonal Remedies for Appeal Inadmissibility
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA complainant appealed to the Swiss Federal Tribunal after the Public Prosecutor's Office of the Canton of Obwalden decided not to pursue a criminal complaint he had filed against another party, alleging abuse of office. The complainant sought to have this decision overturned and requested that an impartial extraordinary prosecutor be appointed, while also objecting to the transfer of the investigation to the Obwalden High Court. The Federal Tribunal, involved in this procedural matter, had to determine whether it was appropriate to intervene or if the case should proceed through the proper Cantonal appellate review process instead.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 80 Abs. 1 StPO, Art. 310 Abs. 2 i.V.m, Art. 322 Abs. 2 StPO, Art. 108 BGG, Art. 30 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Exhaustion of Cantonal Remedies for Appeal Inadmissibility: The complainant sought to have this decision overturned and requested that an impartial extraordinary prosecutor be appointed, while also objecting to the transfer of the investigation to the Obwalden High Court. The Federal Tribunal, involved in this procedural matter, had to determine whether it was appropriate to intervene or if the case should proceed through the proper Cantonal appellate review process instead.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertApplied because the appeal was deemed inadmissible due to non-exhaustion of cantonal appeal remedies, leading to non-admittance of the case.
Used to transfer the case to the competent cantonal authority (Obergericht des Kantons Obwalden) due to lack of jurisdiction.
Cited in the dispositive for the decision to waive court fees.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
6B_198/2020
Urteil vom 18. Februar 2020
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Gerichtsschreiberin Unseld.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
1. Staatsanwaltschaft des Kantons Obwalden,
2. B.________,
Beschwerdegegnerinnen.
Gegenstand
Nichtanhandnahme (Amtsmissbrauch); Nichteintreten,
Beschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons Obwalden vom 3. Februar 2020
(AK 010 20 170/BSC).
Erwägungen:
1. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Obwalden nahm mit Verfügung vom 3. Februar 2020 die Strafanzeige des Beschwerdeführers gegen die Beschwerdegegnerin 2 nicht an die Hand. Dagegen gelangt der Beschwerdeführer mit Beschwerde an das Bundesgericht. Er beantragt, die Nichtanhandnahmeverfügung vom 3. Februar 2020 sei aufzuheben und es sei ein unvorbelasteter ausserordentlicher Staatsanwalt einzusetzen. "Eine Verweisung der Ermittlungen an das Obergericht Obwalden sei nicht zuzulassen".
2. Die Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht ist zulässig gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen ( Art. 80 Abs. 1 StPO ). Gegen eine Nichtanhandnahmeverfügung können die Parteien innert 10 Tagen Beschwerde bei der kantonalen Beschwerdeinstanz führen (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO ). Die vorliegende Beschwerde an das Bundesgericht ist mangels Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs folglich nicht zulässig. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten. Die Sache ist gestützt auf Art. 30 Abs. 2 BGG zuständigkeitshalber an das Obergericht des Kantons Obwalden weiterzuleiten.
3. Auf die Erhebung von Kosten kann ausnahmsweise verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Eingabe des Beschwerdeführers wird zuständigkeitshalber an das Obergericht des Kantons Obwalden weitergeleitet.
3. Es werden keine Kosten erhoben.
4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Obwalden (unter Beilage der Beschwerde inkl. Beilagen) schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 18. Februar 2020
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Denys
Die Gerichtsschreiberin: Unseld