Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_198/2020 KI-generiert

Exhaustion of Cantonal Remedies for Appeal Inadmissibility

Geschäftsnummer 6B_198/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A complainant appealed to the Swiss Federal Tribunal after the Public Prosecutor's Office of the Canton of Obwalden decided not to pursue a criminal complaint he had filed against another party, alleging abuse of office. The complainant sought to have this decision overturned and requested that an impartial extraordinary prosecutor be appointed, while also objecting to the transfer of the investigation to the Obwalden High Court. The Federal Tribunal, involved in this procedural matter, had to determine whether it was appropriate to intervene or if the case should proceed through the proper Cantonal appellate review process instead.

Legislator-Regeste

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Art. 80 Abs. 1 StPO, Art. 310 Abs. 2 i.V.m, Art. 322 Abs. 2 StPO, Art. 108 BGG, Art. 30 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Exhaustion of Cantonal Remedies for Appeal Inadmissibility: The complainant sought to have this decision overturned and requested that an impartial extraordinary prosecutor be appointed, while also objecting to the transfer of the investigation to the Obwalden High Court. The Federal Tribunal, involved in this procedural matter, had to determine whether it was appropriate to intervene or if the case should proceed through the proper Cantonal appellate review process instead.

Schlagwörter

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Nichtanhandnahme (Amtsmissbrauch) Nichteintreten Erschöpfung des Instanzenzuges Strafanzeige Anfechtung von Zwischenentscheiden Einrede der Verfassungswidrigkeit Kognitionsbeschränkung Untätigkeitsklage

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

Applied because the appeal was deemed inadmissible due to non-exhaustion of cantonal appeal remedies, leading to non-admittance of the case.

Art. 30 Abs. 2 BGG

Used to transfer the case to the competent cantonal authority (Obergericht des Kantons Obwalden) due to lack of jurisdiction.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Cited in the dispositive for the decision to waive court fees.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_198/2020

Urteil vom 18. Februar 2020

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, Präsident,

Gerichtsschreiberin Unseld.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

1. Staatsanwaltschaft des Kantons Obwalden,

2. B.________,

Beschwerdegegnerinnen.

Gegenstand

Nichtanhandnahme (Amtsmissbrauch); Nichteintreten,

Beschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons Obwalden vom 3. Februar 2020

(AK 010 20 170/BSC).

Erwägungen:

1. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Obwalden nahm mit Verfügung vom 3. Februar 2020 die Strafanzeige des Beschwerdeführers gegen die Beschwerdegegnerin 2 nicht an die Hand. Dagegen gelangt der Beschwerdeführer mit Beschwerde an das Bundesgericht. Er beantragt, die Nichtanhandnahmeverfügung vom 3. Februar 2020 sei aufzuheben und es sei ein unvorbelasteter ausserordentlicher Staatsanwalt einzusetzen. "Eine Verweisung der Ermittlungen an das Obergericht Obwalden sei nicht zuzulassen".

2. Die Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht ist zulässig gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen ( Art. 80 Abs. 1 StPO ). Gegen eine Nichtanhandnahmeverfügung können die Parteien innert 10 Tagen Beschwerde bei der kantonalen Beschwerdeinstanz führen (Art. 310 Abs. 2 i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO ). Die vorliegende Beschwerde an das Bundesgericht ist mangels Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs folglich nicht zulässig. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten. Die Sache ist gestützt auf Art. 30 Abs. 2 BGG zuständigkeitshalber an das Obergericht des Kantons Obwalden weiterzuleiten.

3. Auf die Erhebung von Kosten kann ausnahmsweise verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Eingabe des Beschwerdeführers wird zuständigkeitshalber an das Obergericht des Kantons Obwalden weitergeleitet.

3. Es werden keine Kosten erhoben.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Obwalden (unter Beilage der Beschwerde inkl. Beilagen) schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 18. Februar 2020

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Die Gerichtsschreiberin: Unseld