Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_1506/2021 KI-generiert

Lack of Substantiation in Appeal Against Non-Initiation of Criminal Tax Investigation

Geschäftsnummer 6B_1506/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual, A.________, who initiated a criminal investigation connected to a tax decision, which the Sursee Public Prosecutor's Office decided not to pursue. A subsequent complaint by A.________ was dismissed by the Cantonal Court of Lucerne because it did not meet the reasoning requirements under Article 385, paragraph 1 of the Swiss Criminal Procedure Code (StPO). Unhappy with this non-consideration, A.________ appealed to the Swiss Federal Tribunal. The main issue was whether the cantonal complaint met the legal reasoning requirements and whether the previous court was right to dismiss it. In his appeal, A.________ reiterated his views on the tax procedure but failed to demonstrate how the previous court's decision violated applicable law. Consequently, the appeal lacked sufficient legal reasoning as per Article 42, paragraph 2 of the Swiss Federal Court Act (BGG).

Legislator-Regeste

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Art. 385 Abs. 1 StPO, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 95 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Lack of Substantiation in Appeal Against Non-Initiation of Criminal Tax Investigation: A subsequent complaint by A.________ was dismissed by the Cantonal Court of Lucerne because it did not meet the reasoning requirements under Article 385, paragraph 1 of the Swiss Criminal Procedure Code (StPO). Unhappy with this non-consideration, A.________ appealed to the Swiss Federal Tribunal. The main issue was whether the cantonal complaint met the legal reasoning requirements and whether the previous court was right to dismiss it. In his appeal, A.________ reiterated his views on the tax procedure but failed to demonstrate how the previous court's decision violated applicable law. Consequently, the appeal lacked sufficient legal reasoning as per Article 42, paragraph 2 of the Swiss Federal Court Act (BGG).

Schlagwörter

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Nichtanhandnahme (Steuerbusse) Nichteintreten Steueruntersuchung Strafprozessordnung Fehlen materieller Voraussetzungen Beweislosigkeit Minimalsteuer materielle Begründung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The appeal was not entertained based on the simplified procedure stipulated in this article due to insufficient grounds.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The court costs were imposed on the appellant because the appeal was unsuccessful.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_1506/2021

Urteil vom 4. März 2022

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, als präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Boller.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Postfach 3439, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Nichtanhandnahme (Steuerbusse); Nichteintreten,

Beschwerde gegen den Verfügung des Kantonsgerichts Luzern, 1. Abteilung, vom 13. Dezember 2021 (2N 21 202).

Das präsidierende Mitglied zieht in Erwägung:

1. Die Staatsanwaltschaft Sursee nahm am 8. November 2021 eine von A.________ im Zusammenhang mit einer Steuerverfügung angestrengte Strafuntersuchung nicht an die Hand. Auf eine von ihm dagegen erhobene Beschwerde trat das Kantonsgericht Luzern am 13. Dezember 2021 nicht ein, weil die Beschwerde den Begründungsanforderungen von Art. 385 Abs. 1 StPO nicht genüge. A.________ wendet sich an das Bundesgericht.

2. Gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung der Beschwerde an das Bundesgericht in gedrängter Form und unter Bezugnahme auf den angefochtenen Entscheid darzulegen, inwiefern dieser Recht verletzt ( BGE 143 I 377 E. 1.2 f.). Auf ungenügend begründete Rügen tritt das Bundesgericht nicht ein ( BGE 147 IV 73 E. 4.1.2).

3. Vorliegend kann es nur um die Frage gehen, ob die kantonale Beschwerde den gesetzlichen Begründungsanforderungen genügte und die Vorinstanz zu Recht auf diese Beschwerde nicht eingetreten ist. Damit sowie mit den Anforderungen von Art. 385 Abs. 1 StPO an die Beschwerdebegründung und mit den Voraussetzungen, unter denen der beschwerdeführenden Partei eine kurze Nachfrist zur Verbesserung der Beschwerde nach Abs. 2 der genannten Bestimmung einzuräumen ist, setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Er erläutert vielmehr (erneut) das Steuerverfahren und stellt in diesem Zusammenhang seine Sicht der Dinge dar. Diesbezügliche Vorbringen hätte er jedoch im Steuerverfahren geltend machen müssen. Das gilt auch für seinen Hinweis auf ein steuerrechtliches Abkommen zwischen der Schweiz und U.________ in seiner ergänzenden Eingabe vom 23. Dezember 2021. Dass und inwiefern die Vorinstanz mit ihrem Nichteintretensentscheid geltendes Recht im Sinne von Art. 95 BGG verletzt haben könnte, geht aus den Beschwerdeeingaben nicht hervor. Sie genügen damit den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG offensichtlich nicht.

4. Auf die Beschwerde ist mangels tauglicher Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Luzern, 1. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 4. März 2022

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Denys

Der Gerichtsschreiber: Boller