False Medical Certificate Prosecution and *Ne Bis In Idem* Decision Upheld
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA complainant appealed to the Swiss Federal Tribunal after the Regional Public Prosecutor's Office Bern-Mittelland decided not to pursue a criminal investigation he initiated, which alleged the issuance of a false medical certificate. The Bern Cantonal Court had previously dismissed the complainant's appeal against this decision, stating that the matter was already addressed following a legal process initiated by the complainant in 2016, resulting in a conclusive decision to not proceed with the case. The court reasoned that the case was identical in terms of the facts and the involved parties, thus invoking the legal principle of "ne bis in idem," which prohibits double jeopardy, as no new evidence or facts had emerged to warrant reopening the case. The Swiss Federal Tribunal, acting on these grounds, decided not to entertain the new appeal due to insufficient legal reasoning in the complaint.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 42 Abs. 2 BGG, Art. 310 Abs. 1 lit. b StPO, Art. 95 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; False Medical Certificate Prosecution and *Ne Bis In Idem* Decision Upheld: The Bern Cantonal Court had previously dismissed the complainant's appeal against this decision, stating that the matter was already addressed following a legal process initiated by the complainant in 2016, resulting in a conclusive decision to not proceed with the case. The court reasoned that the case was identical in terms of the facts and the involved parties, thus invoking the legal principle of "ne bis in idem," which prohibits double jeopardy, as no new evidence or facts had emerged to warrant reopening the case. The Swiss Federal Tribunal, acting on these grounds, decided not to entertain the new appeal due to insufficient legal reasoning in the complaint.
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KI-generiertThe appeal was dismissed because the requirements for entering into the merits were not met, based on this procedural article.
No court costs were imposed in the final order.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
6B_1405/2020
Urteil vom 1. Februar 2021
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Denys, als präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, Postfach, 3001 Bern,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Nichtanhandnahme (falsches ärztliches Zeugnis), Sperrwirkung ("ne bis in idem"); Nichteintreten,
Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 27. November 2020 (BK 20 484).
Das präsidierende Mitglied zieht in Erwägung:
1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland nahm das vom Beschwerdeführer angestossene Strafverfahren am 10. November 2020 nicht an die Hand. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Bern am 27. November 2020 ab.
Der Beschwerdeführer wendet sich an das Bundesgericht.
2. Gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Beschwerdebegründung in gedrängter Form unter Bezugnahme auf den angefochtenen Entscheid darzulegen, inwiefern dieser Recht verletzt.
3. Die Vorinstanz schützt im angefochtenen Entscheid die Einstellungsverfügung. Sie hält mit der Staatsanwaltschaft fest, dass im Zusammenhang mit dem vorliegenden Sachverhalt bereits aufgrund einer Strafanzeige des Beschwerdeführers vom 13. Juni 2016 ein Verfahren eröffnet worden sei. Diesbezüglich sei ein inzwischen rechtskräftiger Entscheid einer Einstellung ergangen. Bezüglich des damals und heute zur Anzeige gebrachten Sachverhalts bestehe sowohl hinsichtlich der Täterschaft als auch der Tat Identität, womit die Sperrwirkung des Grundsatzes "ne bis in idem" greife. Zudem seien keine Gründe für eine Wiederaufnahme ersichtlich, da weder neue Beweismittel noch neue Tatsachen bekannt geworden seien. Folglich bestehe ein Verfahrenshindernis nach Art. Art. 310 Abs. 1 lit. b StPO .
4. Was an diesen Erwägungen willkürlich oder bundesrechtswidrig sein könnte, ergibt sich aus der Beschwerde nicht, zumal sich der Beschwerdeführer damit nicht im Geringsten auseinandersetzt. Er äussert sich stattdessen einzig zur materiellen Seite der Angelegenheit, welche nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids bildet und womit sich das Bundesgericht folglich nicht befassen kann. Aus der Beschwerdeeingabe ergibt sich mithin nicht, inwiefern die Vorinstanz mit ihrem Entscheid geltendes Recht im Sinne von Art. 95 BGG verletzt hätte. Auf die Beschwerde ist mangels einer tauglichen Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
5. Ausnahmsweise sind keine Kosten zu erheben ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 1. Februar 2021
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Denys
Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill