Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_1375/2021 KI-generiert

Prosecutor's Decision Overturned; Supreme Court Refuses Appeal Due to Lack of Irreparable Harm

Geschäftsnummer 6B_1375/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case before the Swiss Federal Tribunal, an individual filed a complaint against another person for threats and insults, leading to a formal criminal complaint and establishment as a private plaintiff. Initially, the prosecutor's office in Muri-Bremgarten decided not to pursue the case on September 7, 2021, without incurring procedural costs, and this decision was approved by the higher public prosecutor's office the following day. However, upon appeal by the complainant, the Canton of Aargau’s higher court overturned this decision on November 5, 2021. Consequently, the defendant filed an appeal to the Federal Court, which reviewed if the case met the conditions for a federal appeal, particularly considering the interim nature of the decision and whether not addressing the complaint could lead to irrevocable harm or save significant resources.

Legislator-Regeste

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Art. 93 Abs. 1 BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Prosecutor's Decision Overturned; Supreme Court Refuses Appeal Due to Lack of Irreparable Harm: Initially, the prosecutor's office in Muri-Bremgarten decided not to pursue the case on September 7, 2021, without incurring procedural costs, and this decision was approved by the higher public prosecutor's office the following day. However, upon appeal by the complainant, the Canton of Aargau’s higher court overturned this decision on November 5, 2021. Consequently, the defendant filed an appeal to the Federal Court, which reviewed if the case met the conditions for a federal appeal, particularly considering the interim nature of the decision and whether not addressing the complaint could lead to irrevocable harm or save significant resources.

Schlagwörter

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Nichtanhandnahme (Beschimpfung, Drohung) Zwischenentscheid nicht wiedergutzumachender Nachteil Gefährdung der öffentlichen Ordnung konnexe Verfahren Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids Einrede der Verfassungswidrigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

Used to declare that the appeal will not be entertained due to insufficient substantiation.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to order the appellant to bear the court costs.

Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG

Cited in the reasoning as a condition for the admissibility of the appeal against the interlocutory decision, which the appellant failed to substantiate.

Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG

Cited in the reasoning as a condition for the admissibility of the appeal against the interlocutory decision, which the appellant failed to substantiate.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_1375/2021

Urteil vom 14. Februar 2022

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, als präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

1. Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau,

Frey-Herosé-Strasse 20, Wielandhaus, 5001 Aarau,

2. B.________,

vertreten durch Advokat Felix Moppert,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Nichtanhandnahme (Beschimpfung, Drohung); Zwischenentscheid; Nichteintreten,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 5. November 2021 (SBK.2021.276 / va).

Das präsidierende Mitglied zieht in Erwägung:

1. Am 12. August 2021 erstattete der Beschwerdegegner Anzeige gegen den Beschwerdeführer wegen Drohung und Beschimpfung. Er stellte einen entsprechenden Strafantrag und konstituierte sich als Privatkläger Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten nahm eine Strafuntersuchung am 7. September 2021 nicht an die Hand und erhob keine Verfahrenskosten. Die Oberstaatsanwaltschaft genehmigte die Nichtanhandnahmeverfügung am 8. September 2021. Auf eine dagegen vom Beschwerdegegner eingereichte Beschwerde hin hob das Obergericht des Kantons Aargau die Nichtanhandnahmeverfügung vom 7. September 2021 mit Entscheid vom 5. November 2021 auf. Der Beschwerdeführer wendet sich an das Bundesgericht.

2. Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um einen Zwischenentscheid, der das Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer nicht abschliesst. Gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide, die wie hier weder die Zuständigkeit noch den Ausstand betreffen, ist die Beschwerde an das Bundesgericht nur zulässig, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde ( Art. 93 Abs. 1 lit. a und b BGG ). In der Beschwerde muss - sofern das nicht offensichtlich ist - im Einzelnen dargelegt werden, weshalb diese Eintretensvoraussetzungen erfüllt sein sollen. Andernfalls genügt die Beschwerde der Begründungspflicht nach Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG nicht und es kann darauf nicht eingetreten werden ( BGE 142 III 798 E. 2.2 S. 801; 138 III 46 E. 1.2 S. 47; 137 III 324 E. 1.1 S. 329; 136 IV 92 E. 4 S. 95; je mit Hinweisen).

3. Der Beschwerdeführer äussert sich nicht zu den Eintretensvoraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG . Weder behauptet er, der angefochtene Entscheid bewirke einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil ( Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG ), noch legt er dar, durch einen Entscheid des Bundesgerichts könne ein bedeutender Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren erspart werden ( Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG ). Beides ist vorliegend auch nicht offensichtlich. Auf die Beschwerde ist mangels einer hinreichenden Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

4. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 14. Februar 2022

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Denys

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill