Failure to Pay Advance Costs Leads to Dismissal of Criminal Appeal
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case concerns an appellant who filed a criminal appeal against a decision by the Cantonal Court of Freiburg, which dismissed the case due to the appellant’s failure to submit an appeal declaration within the required 20-day period. The appellant requested free legal proceedings but did not provide adequate evidence of indigence, despite an extension being granted for this purpose. Consequently, the request for free legal proceedings was denied, and the appellant was asked to provide a cost advance of CHF 1,500. The appellant failed to pay this advance even after a final non-extendable deadline was set, leading to the Federal Tribunal deciding not to proceed with the appeal. The costs of the proceedings, CHF 500, were imposed on the appellant.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 62 BGG, Art. 62 Abs. 3 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Failure to Pay Advance Costs Leads to Dismissal of Criminal Appeal: The appellant requested free legal proceedings but did not provide adequate evidence of indigence, despite an extension being granted for this purpose. Consequently, the request for free legal proceedings was denied, and the appellant was asked to provide a cost advance of CHF 1,500. The appellant failed to pay this advance even after a final non-extendable deadline was set, leading to the Federal Tribunal deciding not to proceed with the appeal. The costs of the proceedings, CHF 500, were imposed on the appellant.
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KI-generiertThe appeal was not proceeded upon based on this article due to the failure to pay the cost deposit.
This article was cited as the basis for the non-entry into the appeal proceedings due to the failure to pay the cost deposit.
This article was cited in the reasoning regarding the setting of the cost deposit.
The court imposed the court costs on the appellant based on this provision in the final order.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
6B_1373/2023
Urteil vom 15. April 2024
I. strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, Präsidentin,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführerin,
gegen
Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg, Postfach 1638, 1701 Freiburg,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Keine Berufungserklärung eingereicht; Nichteintreten,
Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Freiburg, Strafappellationshof, vom 6. November 2023 (501 2023 157).
Die Präsidentin zieht in Erwägung:
1. Die Beschwerdeführerin erhob am 15. Dezember 2023 Beschwerde in Strafsachen gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Freiburg vom 6. November 2023, mit welcher das Verfahren mangels Einreichung einer Berufungserklärung innerhalb der Frist von 20 Tagen seit Zustellung des begründeten Urteils als gegenstandslos abgeschrieben wurde.
2. Mit der Beschwerde in Strafsachen ersuchte die Beschwerdeführerin um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung. Weil sie es jedoch - trotz Gewährung der beantragten Fristverlängerung zur umfassenden Belegung ihrer Einkommens- und Vermögenslage - unter Missachtung ihrer Mitwirkungspflicht unterliess, die behauptete Bedürftigkeit nachzuweisen, wurde das Gesuch mit Verfügung vom 14. Februar 2024 abgewiesen.
3. Der Beschwerdeführerin wurde in der Folge mit Verfügung vom 16. Februar 2024 Frist bis spätestens am 1. März 2024 angesetzt, um dem Bundesgericht einen Kostenvorschuss von Fr. 1'500.-- einzuzahlen ( Art. 62 BGG ). Da der Kostenvorschuss nicht einging, wurde ihr mit Verfügung vom 8. März 2024 die gesetzlich vorgeschriebene und nicht erstreckbare Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses bis zum 22. März 2024 angesetzt, unter der Androhung, dass ansonsten - im Falle der Nichtleistung - auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde ( Art. 62 Abs. 3 BGG ).
Obwohl beide Verfügungen zugestellt werden konnten, ging der Kostenvorschuss auch innert der Nachfrist nicht ein, weshalb auf die Beschwerde gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 108 BGG androhungsgemäss nicht einzutreten ist.
4. Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt die Präsidentin:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Freiburg, Strafappellationshof, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 15. April 2024
Im Namen der I. strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Jacquemoud-Rossari
Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill