Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_1337/2022 KI-generiert

Complainant v. Cantonal High Court (Procedural Non-Compliance in Appeal)

Geschäftsnummer 6B_1337/2022
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A complainant filed an appeal against the decisions of the Cantonal Public Prosecutor's Office for Special Tasks, which had rejected several criminal investigations related to allegations of fraud, attempted fraud, and defamation. The appeal, filed as a precaution, was dismissed by the Higher Court of the Canton of Bern because it lacked sufficient justification. The complainant then submitted a unified appeal to the Swiss Federal Tribunal on November 8, 2022, requesting the reversal of eleven non-admittance decisions and the suspension of proceedings until proper reasoning was provided. The Tribunal consolidated the eleven cases, but the appeal did not meet the legal requirements for clarity and failed to substantiate claims of legal or constitutional violations, leading to its dismissal without imposing costs.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Complainant v. Cantonal High Court (Procedural Non-Compliance in Appeal): The appeal, filed as a precaution, was dismissed by the Higher Court of the Canton of Bern because it lacked sufficient justification. The complainant then submitted a unified appeal to the Swiss Federal Tribunal on November 8, 2022, requesting the reversal of eleven non-admittance decisions and the suspension of proceedings until proper reasoning was provided. The Tribunal consolidated the eleven cases, but the appeal did not meet the legal requirements for clarity and failed to substantiate claims of legal or constitutional violations, leading to its dismissal without imposing costs.

Schlagwörter

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Nichtanhandnahme (Betrug, Prozessbetrug, versuchter Betrug, Verleumdung "Untätigkeit", "Verletzung gegen das Gleichheitsgebot" etc) Prozessvoraussetzung stichhaltige Gründe Versuch im Strafrecht Betrugsermittlung Vollstreckungsverfahren Beschwerdelegitimation

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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6B_1338/2022
6B_1337/2022, 6B_1338/2022, 6B_1339/2022, 6B_1340/2022
6B_1339/2022
6B_1337/2022, 6B_1338/2022, 6B_1339/2022, 6B_1340/2022
6B_1340/2022
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6B_1341/2022
6B_1341/2022, 6B_1342/2022, 6B_1343/2022, 6B_1344/2022
6B_1342/2022
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6B_1343/2022
6B_1341/2022, 6B_1342/2022, 6B_1343/2022, 6B_1344/2022
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

Used to refuse to enter upon the appeal due to failure to meet formal requirements for the statement of reasons.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Applied by waiving the imposition of court costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_1337/2022, 6B_1338/2022, 6B_1339/2022, 6B_1340/2022

6B_1341/2022, 6B_1342/2022, 6B_1343/2022, 6B_1344/2022

6B_1345/2022, 6B_1346/2022, 6B_1347/2022

Urteil vom 23. Januar 2023

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, als präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, Postfach, 3001 Bern,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Nichtanhandnahme (Betrug, Prozessbetrug, versuchter Betrug, Verleumdung; "Untätigkeit", "Verletzung gegen das Gleichheitsgebot" etc); Nichteintreten,

Beschwerde gegen die Beschlüsse des Obergerichts des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 1. November 2022 (BK 22 421, BK 22 424, BK 22 414, BK 22 412, BK 22 413, BK 22 419, BK 22 410,

BK 22 411, BK 22 409, BK 22 408, BK 22 407).

Das präsidierende Mitglied zieht in Erwägung:

1. Die Kantonale Staatsanwaltschaft für Besondere Aufgaben nahm am 5., 7. und 9. September 2022 diverse Strafuntersuchungen nicht an die Hand. Gegen die Nichtanhandnahmeverfügungen erhob der Beschwerdeführer am 15. September 2022 "rein vorsorglich" Beschwerde mit der Begründung: "Auf Grund der Tatsache dass allesamt verleumderischer und beleidigender Inhalte aufweisen, werden diese erst begründet wenn diese ohne Verletzungen erstellt werden." Darauf trat das Obergericht des Kantons Bern am 1. November 2022 in elf Beschlüssen (BK 22 421, BK 22 424, BK 22 414, BK 22 412, BK 22 413, BK 22 419, BK 22 410, BK 22 411, BK 22 409, BK 22 408 und BK 22 407) wegen unzureichender Beschwerdebegründung ohne Ansetzung einer Nachfrist nicht ein.

2. Mit einer einzigen Beschwerdeeingabe vom 8. November 2022 wendet sich der Beschwerdeführer an das Bundesgericht und beantragt die Aufhebung der angefochtenen 11 Nichteintretensbeschlüsse. Die Verfahren seien an die Vorinstanz zurückzuweisen, da diese - vorbehältlich einer Begründung - noch offenstünden. Die Verfahren seien bis zum Vorliegen genügender Begründungen zu sistieren.

3. Die Verfahren 6B_1337/2022, 6B_1338/2022, 6B_1339/2022, 6B_1340/2022 6B_1341/2022, 6B_1342/2022, 6B_1343/2022, 6B_1344/2022, 6B_1345/2022, 6B_1346/2022 und 6B_1347/2022 sind zu vereinigen und gemeinsam zu erledigen.

4. Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde an das Bundesgericht in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Diesen Begründungsanforderungen vermag die Beschwerdeeingabe vom 8. November 2022 nicht zu genügen. Der Beschwerdeführer setzt sich mit den Begründungen bzw. der Begründung, die zum Nichteintreten auf seine Beschwerde (n) führte (n), nicht substanziiert auseinander. Stattdessen verliert er sich in pauschalen Vorwürfen, stellt Bedingungen, rügt in allgemeiner Weise Verletzungen von Verfahrensfehlern bzw. des rechtlichen Gehörs, macht unspezifisch Verstösse gegen "Recht und Gesetz" geltend und verlangt neue und unvoreingenommene Entscheide. Aus den Ausführungen in der Beschwerde ergibt sich nicht nachvollziehbar und verständlich, inwiefern die Begründung (en) des Obergerichts bzw. dessen Beschlüsse selbst rechts- bzw. verfassungswidrig sein könnten. Die Beschwerdeeingabe genügt den gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht, weshalb darauf im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten ist. Das Sistierungsgesuch wird mit dem vorliegenden Entscheid gegenstandslos.

5. Auf eine Kostenauflage kann ausnahmsweise verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Die Verfahren 6B_1337/2022, 6B_1338/2022, 6B_1339/2022, 6B_1340/2022 6B_1341/2022, 6B_1342/2022, 6B_1343/2022, 6B_1344/2022, 6B_1345/2022, 6B_1346/2022 und 6B_1347/2022 werden vereinigt.

2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3. Es werden keine Kosten erhoben.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 23. Januar 2023

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Denys

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill