Traffic Offender Fails to Meet Appeal Requirements Due to Indigenous Identity Claim
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertTraffic Offender Fails to Meet Appeal Requirements Due to Indigenous Identity Claim The appellant was fined CHF 120 for a simple traffic violation but failed to appear at the main hearing, causing the objection to the penal order to be deemed withdrawn by the District Court, a decision upheld by the Cantonal High Court. The High Court rejected the appellant's claim that, as a member of an indigenous people, she was exempt from domestic law, affirming that she is subject to the provisions of the Swiss Criminal Code. The Federal Supreme Court dismissed the appeal because the appellant focused on asserting an alleged exemption from Swiss jurisdiction based on her identity as a member of the indigenous people of the "Germaniten" and did not adequately address and challenge the High Court's reasoning regarding the application of criminal law, thereby failing to meet the legal justification requirements for an appeal under Article 42 para. 2 and Article 106 para. 2 of the Federal Supreme Court Act.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 95 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 64 BGG; Traffic Offender Fails to Meet Appeal Requirements Due to Indigenous Identity Claim: The High Court rejected the appellant's claim that, as a member of an indigenous people, she was exempt from domestic law, affirming that she is subject to the provisions of the Swiss Criminal Code. The Federal Supreme Court dismissed the appeal because the appellant focused on asserting an alleged exemption from Swiss jurisdiction based on her identity as a member of the indigenous people of the "Germaniten" and did not adequately address and challenge the High Court's reasoning regarding the application of criminal law, thereby failing to meet the legal justification requirements for an appeal under Article 42 para. 2 and Article 106 para. 2 of the Federal Supreme Court Act.
Schlagwörter
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KI-generiertUsed to decide not to enter upon the appeal because it did not meet the requirements for substantiation.
Legal aid request was rendered moot as a consequence of the final ruling.
Used because no court costs were levied in the final order.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
6B_1320/2023
Urteil vom 4. Januar 2024
I. strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Muschietti, als präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführerin,
*gegen*
Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Thurgau, Maurerstrasse 2, 8510 Frauenfeld,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Einsprache gegen Strafbefehl (einfache Verletzung der Verkehrsregeln); Nichteintreten,
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 5. Oktober 2023 (SW.2023.106).
Das präsidierende Mitglied zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerde richtet sich dagegen, dass die Beschwerdeführerin am 5. Mai 2023 mit Strafbefehl wegen einfacher Verkehrsregelverletzung mit Fr. 120.-- gebüsst wurde (Ersatzfreiheitsstrafe 2 Tage), sie dagegen Einsprache erhob, ihre Einsprache wegen unentschuldigten Nichterscheinens an der Hauptverhandlung vor Bezirksgericht am 24. August 2023 als zurückgezogen beurteilt wurde und das Obergericht des Kantons Thurgau am 5. Oktober 2023 eine dagegen eingereichte Beschwerde kostenfällig abwies, soweit es darauf eintrat. Das Gericht befand im Wesentlichen, dass die Beschwerdeführerin, die ihrer Ansicht zufolge als Angehörige eines indigenen Volks nicht dem innerstaatlichen (Zivil-) Recht unterstellt sei, unter die Bestimmungen des StGB falle. Zuständig für die Beurteilung einer Straftat seien grundsätzlich die kantonalen Behörden des Orts, an dem die Tat verübt worden sei. Eine (völkerrechtliche) Rechtsgrundlage für eine Ausnahme von der Schweizer Strafrechtshoheit bestehe nicht. Mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids setzt sich die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vor Bundesgericht nicht in einer den Formerfordernissen genügenden Weise auseinander, sondern begnügt sich stattdessen im Wesentlichen damit, als Angehörige des indigenen Volkes der Germaniten "die Verweigerung der Anwendbarkeit des (humanitären) Völkerrechts durch Hinterziehung der Indigenenrechte" zu beanstanden. Daraus ergibt sich indessen nicht ansatzweise, dass und inwiefern der angefochtene Entscheid geltendes Recht im Sinne von
Art. 95 BGG verletzten könnte. Die Beschwerde genügt den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 bzw. Art. 106 Abs. 2 BGG offensichtlich nicht. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2.
Ausnahmsweise kann auf eine Kostenauflage verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 64 BGG wird damit gegenstandslos.
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 4. Januar 2024
Im Namen der I. strafrechtlichen Abteilung des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Muschietti
Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill