Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_1308/2019 KI-generiert

Criminal Complaint Time-Barred Appeal Dismissed

Geschäftsnummer 6B_1308/2019
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual who filed a criminal complaint against his brother and others for defamation. However, the cantonal prosecuting authority did not pursue the case, citing that the application deadline for filing the criminal complaint had already expired. The individual appealed this decision, but the appellate chamber of the Canton of St. Gallen dismissed the appeal on October 29, 2019. Consequently, the individual brought the matter to the Swiss Federal Tribunal, arguing that the decision violated legal rights. The tribunal, however, focused solely on whether the appeal was timely and found that the complaint did not meet the established legal reasoning requirements, as it only presented the individual's subjective perspective without addressing the trial court's legal grounds.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 95 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 65 Abs. 2 BGG; Criminal Complaint Time-Barred Appeal Dismissed: However, the cantonal prosecuting authority did not pursue the case, citing that the application deadline for filing the criminal complaint had already expired. The individual appealed this decision, but the appellate chamber of the Canton of St. Gallen dismissed the appeal on October 29, 2019. Consequently, the individual brought the matter to the Swiss Federal Tribunal, arguing that the decision violated legal rights. The tribunal, however, focused solely on whether the appeal was timely and found that the complaint did not meet the established legal reasoning requirements, as it only presented the individual's subjective perspective without addressing the trial court's legal grounds.

Schlagwörter

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Nichtanhandnahme (Verleumdung) Nichteintreten Strafanzeige üble Nachrede Einreichungszeitpunkt Anklagezulassung gesetzliche Frist Dauer der Zuwiderhandlung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The appeal was not admitted based on the simplified procedure (Nichteintreten) according to this article.

Art. 65 Abs. 2 BGG

The court decided to reduce the court costs due to the appellant's financial situation.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The court imposed the court costs on the appellant.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_1308/2019

Urteil vom 6. Januar 2020

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, Präsident,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Nichtanhandnahme (Verleumdung); Nichteintreten,

Beschwerde gegen den Zirkulationsentscheid der Anklagekammer des Kantons St. Gallen vom 29. Oktober 2019 (AK.2019.329-AK (ST.2019.28299)).

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. Nach einer Strafanzeige des Beschwerdeführers gegen seinen Bruder und weitere Personen wegen Verleumdung nahm das kantonale Untersuchungsamt das Verfahren mit Verfügung vom 22. August 2019 nicht an die Hand, weil die Antragsfrist bei der Stellung des Strafantrags längst abgelaufen sei. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies die Anklagekammer des Kantons St. Gallen am 29. Oktober 2019 ab.

Der Beschwerdeführer wendet sich an das Bundesgericht.

2. In einer Beschwerde an das Bundesgericht ist unter Bezugnahme auf den angefochtenen Entscheid darzulegen, inwieweit dieser nach Meinung der Beschwerde führenden Partei gegen das Recht verstossen soll ( Art. 42 Abs. 2 BGG ).

3. Im vorliegenden Verfahren kann es nur um die Frage gehen, ob der Beschwerdeführer die Strafantragsfrist verpasst hat. Mit der dazu ergangenen einlässlichen Begründung der Vorinstanz befasst sich der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde nicht. Stattdessen schildert er nur seine subjektive Sicht zur Frage, wann er von den angeblich verleumderischen Äusserungen seines Bruders sowie vom Gutachten vom 18. Januar 2017 Kenntnis erlangt haben soll. Daraus ergibt sich indessen nicht, dass und inwiefern der angefochtene Zirkulationsentscheid in tatsächlicher oder rechtlicher Sicht willkürlich oder sonstwie fehlerhaft sein und gegen das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen könnte. Die Beschwerde genügt den Begründungsanforderungen nicht ( Art. 42 Abs. 2 BGG ). Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

4. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Seiner finanziellen Lage ist mit reduzierten Gerichtskosten Rechnung zu tragen ( Art. 65 Abs. 2 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und der Anklagekammer des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. Januar 2020

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill