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6B_1307/2019 KI-generiert

Federal Supreme Court Upholds Refusal to Prosecute and Dismisses Recusal Request

Geschäftsnummer 6B_1307/2019
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a complaint filed by an individual against a decision of the Federal Criminal Court's Complaint Chamber dated November 7, 2019. The Swiss Federal Prosecutor's Office had previously not pursued a criminal complaint due to a lack of jurisdiction and insufficient suspicion, except regarding accusations against a federal judge. The individual's subsequent appeal was dismissed by the Complaint Chamber. The individual then filed an appeal with the Swiss Federal Tribunal, requesting the recusal of all judges in the Criminal Department and the appointment of an independent judicial department, arguing past judgments were unfavorable to them. However, the request was considered baseless, as previous involvement in decisions is not generally a valid reason for recusal. The appeal to the Federal Tribunal was deemed inadmissible, as complaints against decisions from the Federal Criminal Court’s Complaint Chamber are generally not permissible, nor was a constitutional complaint applicable since it is only possible against final decisions from cantonal instances. Consequently, the Tribunal decided not to proceed with the appeal.

Legislator-Regeste

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Art. 37 BGG, Art. 79 BGG, Art. 113 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Federal Supreme Court Upholds Refusal to Prosecute and Dismisses Recusal Request: The Swiss Federal Prosecutor's Office had previously not pursued a criminal complaint due to a lack of jurisdiction and insufficient suspicion, except regarding accusations against a federal judge. The individual's subsequent appeal was dismissed by the Complaint Chamber. The individual then filed an appeal with the Swiss Federal Tribunal, requesting the recusal of all judges in the Criminal Department and the appointment of an independent judicial department, arguing past judgments were unfavorable to them. However, the request was considered baseless, as previous involvement in decisions is not generally a valid reason for recusal. The appeal to the Federal Tribunal was deemed inadmissible, as complaints against decisions from the Federal Criminal Court’s Complaint Chamber are generally not permissible, nor was a constitutional complaint applicable since it is only possible against final decisions from cantonal instances. Consequently, the Tribunal decided not to proceed with the appeal.

Schlagwörter

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Nichtanhandnahme Nichteintreten Ausstand von Staatsanwälten Verneinung der Zuständigkeit Strafanzeige Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids Einrede der Verfassungswidrigkeit verspätetes Ausstandsgesuch

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

Used to declare that the appeal should not be entertained due to inadmissibility.

Art. 37 BGG

Cited in the reasoning regarding the procedure for deciding on requests for the recusal of judges.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used in the final order to waive the imposition of costs.

Art. 79 BGG

Cited in the reasoning to establish the inadmissibility of the appeal against the decision of the Federal Criminal Court's Chamber.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_1307/2019

Urteil vom 5. Februar 2020

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, Präsident,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesanwaltschaft,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Nichtanhandnahme; Nichteintreten,

Beschwerde gegen den Beschluss des Bundesstrafgerichts, Beschwerdekammer,

vom 7. November 2019 (BB.2019.255).

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. Die Bundesanwaltschaft nahm am 21. September 2019 eine Strafanzeige mangels Zuständigkeit (soweit es nicht um Vorwürfe gegen eine Bundesrichterin ging) und mangels hinreichenden Tatverdachts nicht an die Hand. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts am 7. November 2019 ab.

2. Die Beschwerdeführerin beantragt den Ausstand sämtlicher Richter und Richterinnen der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts. Es sei eine unabhängige gesetzliche Strafabteilung zu bestellen. Die Beschwerdeführerin begründet ihren Antrag im Wesentlichen damit, dass die Richterinnen und Richter der Strafrechtlichen Abteilung in der Vergangenheit an einem oder mehreren Entscheiden mitgewirkt haben, die für sie (die Beschwerdeführerin) negativ ausgefallen sind, was indes grundsätzlich keinen Ausstandsgrund darstellt. Offensichtlich unzulässige oder missbräuchliche Ausstandsgesuche, deren Beurteilung keinerlei Ermessensbetätigung erfordert, können nach ständiger bundesgerichtlicher Praxis ohne Durchführung eines Verfahrens gemäss Art. 37 BGG unter Mitwirkung der abgelehnten Gerichtspersonen beurteilt werden (Urteile 6B_1370/2016 vom 11. April 2017 E. 3; 5A_533/2016 vom 7. September 2016 E. 1.1 f. mit Hinweisen). Da die Beschwerdeführerin keinen tauglichen Ausstandsgrund anführt, ist auf das Ausstandsgesuch nicht einzutreten.

3. Die Beschwerdeführerin wendet sich mit Beschwerde ans Bundesgericht. Mit hier nicht in Betracht fallenden Ausnahmen ist eine Beschwerde ans Bundesgericht gegen Entscheide der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts indessen unzulässig ( Art. 79 BGG ). Die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts wies die Beschwerdeführerin in der Rechtsmittelbelehrung des Beschlusses vom 7. November 2019 auf die Rechtslage hin. Eine subsidiäre Verfassungsbeschwerde fällt ebenfalls nicht in Betracht, da diese gemäss Art. 113 BGG einzig gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen gegeben ist (vgl. Urteil 6B_1089/2013 vom 18. Dezember 2014 E. 1.2). Auf die Beschwerde ist folglich im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

4. Auf eine Kostenauflage wird verzichtet ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf das Ausstandsgesuch wird nicht eingetreten.

2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3. Es werden keine Kosten erhoben.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Bundesstrafgericht, Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 5. Februar 2020

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill