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6B_1241/2014 KI-generiert

Criminal revision appeal against refusal to reopen fraud and forgery conviction — late filing under 30-day BGG deadline via embassy transmission.

Geschäftsnummer 6B_1241/2014
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court declined to enter the appeal and dismissed the request for free legal aid, ordering the appellant to pay CHF 800 in court costs. The appeal was filed against a cantonal decision on criminal revision concerning conviction for commercial fraud, multiple forgery of documents, and procuring a false certification. The decisive legal basis was the mandatory 30-day deadline under Article 100(1) BGG and Article 48(1) BGG: the decision was served on 11 November 2014, making the deadline 11 December 2014, but the filing was only handed to the Swiss embassy in London on 15 December 2014, so the appeal was late; no extension was possible under Article 47(1) BGG because the deadline was statutory, and the lower court's judgment remained in force.

Legislator-Regeste

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Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 47 Abs. 1 BGG, Art. 48 Abs. 1 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 64 BGG; Criminal revision appeal against refusal to reopen fraud and forgery conviction — late filing under 30-day BGG deadline via embassy transmission: The appeal was filed against a cantonal decision on criminal revision concerning conviction for commercial fraud, multiple forgery of documents, and procuring a false certification. The decisive legal basis was the mandatory 30-day deadline under Article 100(1) BGG and Article 48(1) BGG: the decision was served on 11 November 2014, making the deadline 11 December 2014, but the filing was only handed to the Swiss embassy in London on 15 December 2014, so the appeal was late; no extension was possible under Article 47(1) BGG because the deadline was statutory, and the lower court's judgment remained in force.

Schlagwörter

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gewerbsmässiger Betrug Einreichungszeitpunkt Revision eines Entscheids verspätetes Fristerstreckungsgesuch Betrug Dauer der Zuwiderhandlung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

Procedural basis for declining to enter the appeal in a simplified procedure due to lateness.

Art. 66 al. 1 BGG

Imposes court costs on the appellant.

Art. 64 BGG

Basis for dismissing the request for free legal aid as the appeal was futile.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_1241/2014

Urteil vom 6. Januar 2015

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, Präsident,

Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte

X.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau ,

Frey-Herosé-Strasse 20, Wielandhaus, 5001 Aarau,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Revision (Gewerbsmässiger Betrug, mehrfache Urkundenfälschung, Erschleichen einer falschen Beurkundung),

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, vom 25. September 2014.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. Eine Beschwerde ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen ( Art. 100 Abs. 1 BGG ). Da es sich um eine gesetzlich bestimmte Frist handelt, kann sie nicht erstreckt werden ( Art. 47 Abs. 1 BGG ). Die beantragte Verlängerung der Eingabefrist um mindestens fünf Monate (Beschwerde S. 2 Ziff. 4), kommt nicht in Betracht.

Der angefochtene Entscheid ist beim Beschwerdeführer seinen Angaben zufolge am 11. November 2014 eingegangen (Beschwerde S. 1). Die Beschwerdefrist lief daher am 11. Dezember 2014 ab.

Beschwerden müssen, um rechtzeitig zu sein, am letzten Tag der Frist z.B. einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden ( Art. 48 Abs. 1 BGG ). Gemäss Begleitbrief der schweizerischen Botschaft im Vereinigten Königreich vom 16. Dezember 2014 erhielt sie die Eingabe am 15. Dezember 2014 in London (act. 1). Die Beschwerde ist verspätet. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Das sinngemäss gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Da der Beschwerdeführer seine Bedürftigkeit nicht nachweist, kommt eine Herabsetzung der Gerichtskosten nicht in Betracht.

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wid abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. Januar 2015

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Der Gerichtsschreiber: Monn