Appellant's Attempted Appeal Against Conviction and Cost Order Dismissed for Untimely Filing and Lack of Prior Decision on Cost Remission
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an individual who was convicted by the cantonal court for attempted fraud and sentenced to a conditional fine, along with court costs totaling CHF 3,600. Following this, the individual requested the federal court to waive the court costs, arguing that the previous judgment violated constitutional rights and disregarded criminal procedure law. However, the federal court determined it lacked the authority to adjudicate on fee waivers as there was no appealable decision, and also noted that any appeal against the original judgment was submitted past the allowable timeframe. Consequently, the court did not entertain the request for cost waiver.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 80 Abs. 1 BGG, Art. 425 StPO, Art. 100 Abs. 1 BGG; Appellant's Attempted Appeal Against Conviction and Cost Order Dismissed for Untimely Filing and Lack of Prior Decision on Cost Remission: Following this, the individual requested the federal court to waive the court costs, arguing that the previous judgment violated constitutional rights and disregarded criminal procedure law. However, the federal court determined it lacked the authority to adjudicate on fee waivers as there was no appealable decision, and also noted that any appeal against the original judgment was submitted past the allowable timeframe. Consequently, the court did not entertain the request for cost waiver.
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KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe Tribunal noted that the appeal was inadmissible because it was evidently filed too late, citing the deadline stipulated in this article.
The Tribunal referenced this article when establishing the general admissibility of appeals in criminal matters with regard to the late appeal consideration.
The Tribunal specified that it is not within its jurisdiction to decide on cost remission applications as per this article.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (1)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
6B_1197/2016
Urteil vom 31. Oktober 2016
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Gerichtsschreiberin Unseld.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Gesuchsteller/Beschwerdeführer,
gegen
Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, 3011 Bern,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Kostenerlassgesuch,
Urteil des Obergerichts des Kantons Bern, Strafabteilung, 1. Strafkammer,
vom 26. November 2015.
Erwägungen:
1. Das Obergericht des Kantons Bern sprach den Gesuchsteller mit Urteil vom 26. November 2015 zweitinstanzlich des versuchten Betrugs schuldig und verurteilte ihn zu einer bedingten Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 70.-- sowie zu den erst- und zweitinstanzlichen Verfahrenskosten von total Fr. 3'600.--. Das schriftlich begründete Urteil wurde dem Gesuchsteller am 18. Dezember 2015 zugestellt. In der Folge wurde dieser vom Obergericht u.a. mit Zahlungserinnerung vom 7. Oktober 2016 aufgefordert, die Gerichtskosten von Fr. 3'600.-- zu begleichen.
Mit Eingabe vom 18. Oktober 2016 an das Bundesgericht beantragt der Gesuchsteller, es seien ihm die Gerichtskosten von Fr. 3'600.-- zu erlassen. Er rügt, das Urteil vom 26. November 2015 verletze in verschiedener Hinsicht die BV und sei in grober Missachtung der Strafprozessordnung ergangen.
2. Die Beschwerde in Strafsachen ist zulässig gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen ( Art. 80 Abs. 1 BGG ). Auf das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten von Fr. 3'600.-- ist nicht einzutreten, da es diesbezüglich an einem anfechtbaren Entscheid mangelt. Es liegt nicht in der Zuständigkeit des Bundesgerichts, erstinstanzlich über Gesuche um Kostenerlass im Sinne von Art. 425 StPO zu befinden.
3. Die Frist zur Einreichung einer Beschwerde in Strafsachen beträgt 30 Tage ( Art. 100 Abs. 1 BGG ). Soweit die Eingabe als Beschwerde in Strafsachen gegen das Urteil vom 26. November 2015 entgegenzunehmen ist, kann darauf ebenfalls nicht eingetreten werden, da die Beschwerde offensichtlich verspätet erfolgte.
4. Auf eine Kostenauflage kann ausnahmsweise verzichtet werden.
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Eingabe wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Strafabteilung, 1. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 31. Oktober 2016
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Denys
Die Gerichtsschreiberin: Unseld