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6B_1197/2013 KI-generiert

Minor Child's Right to Participate in Parental Criminal Proceedings

Geschäftsnummer 6B_1197/2013
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a minor who filed a complaint regarding the lack of participation rights in the criminal proceedings against his mother, who was sentenced to 30 days of imprisonment for unlawful residency. The complaint was initially dismissed by the Court of Appeals in St. Gallen, which led the minor to appeal to the Swiss Federal Tribunal, requesting that the decision be overturned and that he be allowed to participate in the proceedings against his mother. The Federal Tribunal examined the case but found that the majority of the points raised in the appeal were irrelevant to the matters at hand. Additionally, it decided to waive court costs for the minor, rendering the request for legal aid unnecessary.

Legislator-Regeste

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Art. 109 Abs. 3 BGG, Art. 109 BGG, Art. 66 al. 1 LTF; Minor Child's Right to Participate in Parental Criminal Proceedings: The complaint was initially dismissed by the Court of Appeals in St. Gallen, which led the minor to appeal to the Swiss Federal Tribunal, requesting that the decision be overturned and that he be allowed to participate in the proceedings against his mother. The Federal Tribunal examined the case but found that the majority of the points raised in the appeal were irrelevant to the matters at hand. Additionally, it decided to waive court costs for the minor, rendering the request for legal aid unnecessary.

Schlagwörter

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Verfahrens- und Parteirechte (Widerhandlung gegen das Ausländergesetz) minderjähriges Kind Anspruch auf rechtliches Gehör Strafanzeige Aufenthaltsrecht Beteiligung am Verfahren Sorgerechtsverfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 109 BGG

The appeal was dismissed based on this procedural provision.

Art. 66 al. 1 LTF

Although not explicitly cited in the final numbered orders, the decision implies that costs are waived for the minor appellant, which relates to cost provisions, but since the dispositive explicitly states 'Es werden keine Gerichtskosten erhoben' (No court costs are levied), and no specific cost article is cited in the dispositive, we rely only on what is explicitly cited. However, the reasoning mentions waiving costs based on the appellant being a minor, which usually relates to Art. 64 LTF (legal aid) or Art. 66 LTF (costs). Since the dispositive only states the outcome regarding costs without citing the legal basis for that outcome, we must strictly adhere to the rule: only include provisions explicitly cited in the dispositive. No substantive or procedural provision is cited in the dispositive other than the implicit application of Art. 109 BGG in the reasoning leading to the dismissal order.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_1197/2013

Urteil vom 16. Januar 2014

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Mathys, Präsident,

Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari,

Bundesrichter Oberholzer,

Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte

X.________,

handelnd durch Y._________,

Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen , Schützengasse 1, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Verfahrens- und Parteirechte (Widerhandlung gegen das Ausländergesetz),

Beschwerde gegen den Entscheid der Anklagekammer des Kantons St. Gallen vom 30. Oktober 2013.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1. Die Mutter des am 17. Oktober 1999 geborenen Beschwerdeführers wurde mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft St. Gallen vom 28. Juni 2013 wegen rechtswidrigen Aufenthalts zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 30 Tagen verurteilt.

Am 18. September 2013 beklagte sich der Beschwerdeführer unter Bezugnahme auf Art. 9 des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (KRK; SR 0.107) darüber, dass er im Strafverfahren gegen seine Mutter keine Teilnahmerechte erhalten hatte. Die Anklagekammer des Kantons St. Gallen wies die Beschwerde am 30. Oktober 2013 ab, soweit darauf einzutreten war.

Der Beschwerdeführer beantragt beim Bundesgericht, es seien der Entscheid der Anklagekammer aufzuheben und die Staatsanwaltschaft anzuweisen, ihn im Strafverfahren gegen seine Mutter anzuhören.

2. Die meisten Ausführungen in der Beschwerde betreffen nicht den Gegenstand, der im vorliegenden Verfahren geprüft werden kann, und gehen deshalb von vornherein an der Sache vorbei.

Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe die KRK nicht sachgerecht ausgelegt (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. 2 und 3). Insoweit kann in Anwendung von Art. 109 Abs. 3 BGG auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. Beschwerde S. 4/5 E. 5.1). Diesen ist nichts beizufügen.

Die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 109 BGG abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.

Mit dem Entscheid in der Sache wird das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen gegenstandslos.

3. Ausnahmsweise kann im Falle des minderjährigen Beschwerdeführers auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet werden. Damit wird das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und der Anklagekammer des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 16. Januar 2014

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Mathys

Der Gerichtsschreiber: Monn