Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_1190/2020 KI-generiert

Complainant v. Cantonal High Court (Criminal Prosecution Refusal)

Geschäftsnummer 6B_1190/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A complainant appealed to the Swiss Federal Tribunal after a regional prosecutor in Bern decided not to pursue criminal charges for alleged procedural fraud and misconduct by an employee of the cantonal compensation office. The initial complaint was dismissed by the Bernese Upper Court on October 9, 2020. The complainant requested the Federal Tribunal to annul this decision and send the case back to the lower court for reconsideration. However, the appeal did not meet the legal reasoning requirements, and the complainant lacked standing for a criminal complaint as the decision did not affect any civil claims. The case involved potential misconduct covered by public law under the Bernese personnel law, rather than civil claims.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 i.V.m, Art. 65 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Complainant v. Cantonal High Court (Criminal Prosecution Refusal): The initial complaint was dismissed by the Bernese Upper Court on October 9, 2020. The complainant requested the Federal Tribunal to annul this decision and send the case back to the lower court for reconsideration. However, the appeal did not meet the legal reasoning requirements, and the complainant lacked standing for a criminal complaint as the decision did not affect any civil claims. The case involved potential misconduct covered by public law under the Bernese personnel law, rather than civil claims.

Schlagwörter

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Nichtanhandnahme (Prozessbetrug etc.) Nichteintreten Strafverfolgung Beschwerdelegitimation Prozessvoraussetzung Betrug Ausgleichsfonds Rechtsvorschlag

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The appeal was not admitted based on the simplified procedure outlined in this article.

Art. 65 Abs. 2 BGG

Used in conjunction with Art. 66 Abs. 1 BGG to determine the amount of the reduced court costs.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to impose court costs on the appellant.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_1190/2020

Urteil vom 25. November 2020

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, Präsident,

Gerichtsschreiber Held.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, Postfach, 3001 Bern,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Nichtanhandnahme (Prozessbetrug etc.); Nichteintreten,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 9. Oktober 2020 (BK 20 411).

Erwägungen:

1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland verfügte am 23. September 2020, gegen eine Mitarbeiterin der Ausgleichskasse des Kantons Bern kein Strafverfahren wegen Prozessbetrugs, Amtsmissbrauchs, etc. an die Hand zu nehmen. Die Vorinstanz wies die vom Beschwerdeführer gegen die Nichtanhandnahmeverfügung erhobene Beschwerde mit Beschluss vom 9. Oktober 2020 ab.

Der Beschwerdeführer beantragt mit Beschwerde in Strafsachen, der Beschluss vom 9. Oktober 2020 sei vollumfänglich aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz (zu neuer Entscheidung) zurückzuweisen.

2. In einer Beschwerde an das Bundesgericht ist unter Bezugnahme auf den angefochtenen Entscheid darzulegen, inwieweit dieser nach Meinung der beschwerdeführenden Partei gegen das Recht verstossen soll ( Art. 42 Abs. 2 BGG ).

Die Privatklägerschaft ist zur Beschwerde in Strafsachen grundsätzlich nur berechtigt, wenn sich der angefochtene Entscheid auf die Beurteilung allfälliger, ihr durch die Straftat entstandener Zivilansprüche auswirken kann (Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG; BGE 141 IV 1 E. 1.1).

3. D ie Eingabe genügt nicht den gesetzlichen Begründungsanforderungen. Selbst unter Anwendung des bei Laienbeschwerden praxisgemäss grosszügigen Massstabs an die formellen Anforderungen einer Beschwerde in Strafsachen ergibt sich aus der Eingabe nicht, inwieweit der vorinstanzliche Entscheid gegen Bundesrecht verstossen soll. Der Beschwerdeführer setzt sich weder mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinander, noch äussert er sich zu seiner Beschwerdelegitimation und allfälligen Zivilforderungen.

Zudem ist der Beschwerdeführer vorliegend nicht zur Beschwerde in Strafsachen legitimiert. Schadenersatz- und Genugtuungsansprüche infolge eines allfälligen strafbaren Verhaltens der Mitarbeiterin der kantonalen Ausgleichskasse würden sich nach dem Personalgesetz des Kantons Bern vom 16. September 2004 richten (PG/BE; BSG 153.01) und wären demnach öffentlich-rechtlicher Natur, weshalb sich der angefochtene Entscheid nicht auf Zivilansprüche im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG auswirken kann (vgl. BGE 146 IV 76 E. 3.1; 141 IV 380 E. 2.3.1).

4. Auf die Beschwerde ist im Verfahren gemäss Art. 108 BGG nicht einzutreten. Dem Beschwerdeführer sind reduzierte Gerichtskosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 i.V.m. Art. 65 Abs. 2 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Dem Beschwerdeführer werden Gerichtskosten von Fr. 500.- auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 25. November 2020

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Der Gerichtsschreiber: Held