Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_1190/2015 KI-generiert

Passenger Refusing Identification Fails to Meet Federal Supreme Court Substantiation Requirements

Geschäftsnummer 6B_1190/2015
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual who traveled by train and became involved in a dispute with the train conductor over the refusal to present a ticket, exhibiting inappropriate behavior. This individual subsequently refused to disclose their identity to local police officers when approached, leading to a fine issued by the public prosecutor's office for non-compliance with the cantonal police law. Following a failure to appear for a required hearing after contesting the fine, the investigation was terminated due to withdrawal of the objection. The individual later submitted a letter to the federal authorities, which was interpreted as an appeal against the prior decision. However, the federal court primarily assessed the appeal's compliance with procedural requirements and ultimately decided not to proceed with the case on the grounds of insufficient justification.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 al. 1 LTF, Art. 78 ff. BGG; Passenger Refusing Identification Fails to Meet Federal Supreme Court Substantiation Requirements: This individual subsequently refused to disclose their identity to local police officers when approached, leading to a fine issued by the public prosecutor's office for non-compliance with the cantonal police law. Following a failure to appear for a required hearing after contesting the fine, the investigation was terminated due to withdrawal of the objection. The individual later submitted a letter to the federal authorities, which was interpreted as an appeal against the prior decision. However, the federal court primarily assessed the appeal's compliance with procedural requirements and ultimately decided not to proceed with the case on the grounds of insufficient justification.

Schlagwörter

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Auskunftsverweigerung gemäss kantonalem PolG Verfahrensrügen Ermittlungsverfahren Identitätsnachweispflicht vereinfachtes Verfahren Geschäftsordnung Beweislosigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The appeal was dismissed without entering into the merits based on the procedural rule for simplified procedure due to insufficient substantiation.

Art. 42 Abs. 2 BGG

The lack of compliance with the substantiation requirements of this article led to the decision not to enter into the appeal.

Art. 66 al. 1 LTF

The decision explicitly states that no court costs shall be levied (although the specific article cited in the dispositive is Art. 66 al. 1 LTF, the text uses 'keine Gerichtskosten erhoben' which corresponds to cost provisions, and the reasoning section 4 mentions waiving costs, which is covered by cost articles).

Art. 78 ff. BGG

Cited to classify the appeal as a complaint under the Federal Supreme Court Act in criminal matters.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_1190/2015

Urteil vom 18. November 2015

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, Präsident,

Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte

X.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden, Erster Staatsanwalt, Sennhofstrasse 17, 7000 Chur,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Auskunftsverweigerung gemäss kantonalem PolG,

Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts von Graubünden, II. Strafkammer, vom 30. Oktober 2015.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. Der Beschwerdeführer fuhr am 5. Januar 2015 mit dem Zug von Scuol nach Klosters. Es kam zum Streit mit dem Zugführer, weil er seine Fahrkarte nicht vorweisen wollte und sich ungebührlich verhielt. Auch der in Klosters erschienen Polizei gegenüber und auf dem Polizeiposten weigerte er sich, seine Personalien bekannt zu geben.

Die Staatsanwaltschaft Graubünden verurteilte den Beschwerdeführer mit Strafbefehl vom 9. Juni 2015 wegen Auskunftsverweigerung gemäss kantonalem Polizeigesetz zu einer Busse von Fr. 100.-- bzw. einer Ersatzfreiheitsstrafe von einem Tag.

Nachdem der Beschwerdeführer Einsprache erhoben hatte, wurde er zu einer Einvernahme auf den 13. August 2015 vorgeladen. Er erschien nicht.

Am 28. August 2015 schrieb die Staatsanwaltschaft das Untersuchungsverfahren infolge Rückzugs der Einsprache ab. Auf eine dagegen gerichtete Beschwerde trat das Kantonsgericht von Graubünden am 30. Oktober 2015 mangels hinreichender Begründung nicht ein.

Der Beschwerdeführer schrieb in der Folge am 15. November 2015 einen Brief an die Schweizerischen Bundesbahnen. Eine Kopie sandte er dem Bundesgericht. Auf dem Couvert vermerkte er, "als Einsprache an das Bundesgericht zu Verfügung 30. Okt. 15 Kts Gericht GR".

2. Da es um eine Strafsache geht, ist die "Einsprache" als Beschwerde gemäss Art. 78 ff. BGG entgegenzunehmen.

3. Im vorliegenden Verfahren kann sich das Bundesgericht nur mit den Begründungsanforderungen der Beschwerde ans Kantonsgericht Graubünden befassen. Dazu äussert sich der Beschwerdeführer nicht. Seine Ausführungen zur Sache sind unzulässig. Da die Eingabe die Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht erfüllt, ist auf die Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

4. Ausnahmsweise kann auf eine Kostenauflage verzichtet werden.

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht von Graubünden, II. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 18. November 2015

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Der Gerichtsschreiber: Monn