Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_1178/2014 KI-generiert

Private Claimant's Standing to Appeal in Criminal Defamation Case

Geschäftsnummer 6B_1178/2014
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

A private individual filed a criminal complaint against an author and a publisher due to a perceived defamatory article on a website. The prosecution chose not to pursue the case against the publisher and dismissed the charges against the author. In response, the individual contested this decision, but the appellate court upheld the prosecution's dismissal. The individual subsequently appealed to the Federal Tribunal seeking to reinstate the criminal investigation against the author. The Tribunal found that the individual lacked the necessary standing to bring the complaint, as it was not demonstrated how the court's decision affected any civil claims they had. Consequently, the Tribunal did not proceed with the appeal and imposed court costs on the individual.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 93 BGG; Private Claimant's Standing to Appeal in Criminal Defamation Case: The prosecution chose not to pursue the case against the publisher and dismissed the charges against the author. In response, the individual contested this decision, but the appellate court upheld the prosecution's dismissal. The individual subsequently appealed to the Federal Tribunal seeking to reinstate the criminal investigation against the author. The Tribunal found that the individual lacked the necessary standing to bring the complaint, as it was not demonstrated how the court's decision affected any civil claims they had. Consequently, the Tribunal did not proceed with the appeal and imposed court costs on the individual.

Schlagwörter

KI-generiert
Einstellung (unlauterer Wettbewerb) üble Nachrede Strafanzeige Beschwerdelegitimation Beweislast Privatstrafklage zivilrechtlicher Anspruch

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 108 BGG

Used as the basis for the non-entry into the merits of the appeal (implied by the reasoning referring to Art. 108 BGG, although not explicitly cited in the final order 1 in the phrasing, it governs simplified procedure for inadmissibility found in reasoning).

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to order the appellant to bear the court costs.

Art. 93 BGG

The appeal was not proceeded upon based on the procedural rule applicable due to inadmissibility (Art. 108 BGG is mentioned in the reasoning, but Art. 93 BGG is the general basis for reviewability in the context of inadmissibility checks usually linked to final decisions, although the application here is Art. 108 BGG for non-entry).

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_1178/2014

Urteil vom 13. Januar 2015

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, Präsident,

Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte

X.________, vertreten durch Rechtsanwalt Rolf Müller,

Beschwerdeführerin,

gegen

1. Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich , Florhofgasse 2, 8090 Zürich,

2. A.________, vertreten durch Rechtsanwalt

Dr. Christoph Born,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Einstellung (unlauterer Wettbewerb),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts

des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 3. November 2014.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. Wegen eines ihres Erachtens diskreditierenden Artikels auf einer Internetseite reichte die Beschwerdeführerin am 2. September 2013 Strafanzeige gegen den Autor und die verantwortliche Herausgeberin ein. Am 4. März 2014 nahm die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat die Untersuchung gegen die Herausgeberin nicht an die Hand und stellte das Verfahren gegen den Autor ein. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Zürich am 3. November 2014 ab, soweit es darauf eintrat.

Die Beschwerdeführerin wendet sich ans Bundesgericht und beantragt, der Beschluss vom 3. November 2014 sei aufzuheben und die Strafuntersuchung gegen den Autor wieder aufzunehmen.

2. Die Privatklägerin ist zur Erhebung einer Beschwerde in Strafsachen nur legitimiert, wenn der angefochtene Entscheid sich auf die Beurteilung ihrer Zivilansprüche auswirken kann (Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG). Sofern es aufgrund der Natur der untersuchten Straftat nicht ohne Weiteres ersichtlich ist, muss sie nach der Rechtsprechung spätestens vor Bundesgericht darlegen, aus welchen Gründen sich der angefochtene Entscheid inwiefern auf welche Zivilforderung auswirken kann. Das Bundesgericht stellt an die Begründung strenge Anforderungen (Urteil 6B_1128/2013 vom 24. März 2014 mit Hinweisen).

Die Beschwerdeführerin macht zur Legitimation nur geltend, sie habe bereits im vorinstanzlichen Verfahren Beschwerde geführt (Beschwerde S. 3 Ziff. 4). Zur Frage der Zivilforderung äussert sie sich nicht. Dem angefochtenen Entscheid ist nicht zu entnehmen, dass sie im kantonalen Verfahren eine Zivilforderung gestellt hätte. Eine solche ist auch nicht ohne Weiteres ersichtlich. Da die Beschwerdeführerin ihre Legitimation nicht begründet, ist davon auszugehen, dass sie zur vorliegenden Beschwerde nicht legitimiert ist. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

3. Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Dem Beschwerdegegner 2 ist keine Entschädigung auszurichten, weil er vor Bundesgericht keine Umtriebe hatte.

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 13. Januar 2015

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Der Gerichtsschreiber: Monn