Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_1140/2022 KI-generiert

Federal Supreme Court Dismisses Appeal Due to Lack of Handwritten Signature

Geschäftsnummer 6B_1140/2022
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual who filed a criminal complaint for coercion against unknown perpetrators, which the Solothurn public prosecutor's office decided not to pursue on April 20, 2022. The complainant then lodged an appeal with the Solothurn Cantonal Court, which rejected it on July 8, 2022, stating it would not consider the complaint. Dissatisfied with this decision, the complainant took the case to the Swiss Federal Tribunal, submitting a complaint via regular email on August 17, 2022. However, this submission failed to meet the formal requirements of including a handwritten signature and adhering to prescribed submission methods, rendering it invalid. The tribunal, thus, did not proceed with reviewing the complaint.

Legislator-Regeste

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Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 42 Abs. 4 BGG, Art. 42 Abs. 1 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Federal Supreme Court Dismisses Appeal Due to Lack of Handwritten Signature: The complainant then lodged an appeal with the Solothurn Cantonal Court, which rejected it on July 8, 2022, stating it would not consider the complaint. Dissatisfied with this decision, the complainant took the case to the Swiss Federal Tribunal, submitting a complaint via regular email on August 17, 2022. However, this submission failed to meet the formal requirements of including a handwritten signature and adhering to prescribed submission methods, rendering it invalid. The tribunal, thus, did not proceed with reviewing the complaint.

Schlagwörter

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Nichtanhandnahme (Nötigung) Nichteintreten fehlende Unterschrift Strafuntersuchung Eröffnung des Entscheids formeller Mangel Gebrauch einer falschen Urkunde Rückzug des Rechtsbegehrens

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

Used to declare that the appeal cannot be admitted due to formal defects according to this article.

Art. 42 Abs. 2 BGG

Mentioned as an additional reason for inadmissibility, although the primary ruling is based on Art. 108 BGG.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used as the basis for dispensing with the imposition of costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_1140/2022

Urteil vom 23. September 2022

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin van de Graaf, als präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, Franziskanerhof, Barfüssergasse 28,

Postfach 157, 4502 Solothurn,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Nichtanhandnahme (Nötigung); Nichteintreten,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, vom 8. Juli 2022 (BKBES.2022.64).

Das präsidierende Mitglied zieht in Erwägung:

1. Nach einer Strafanzeige (sinngemäss) wegen Nötigung gegen unbekannte Täterschaft nahm die Staatsanwaltschaft Solothurn die vom Beschwerdeführer angestrebte Strafuntersuchung am 20. April 2022 nicht an die Hand. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Solothurn mit Beschluss vom 8. Juli 2022 ab, soweit es darauf eintrat. Der Beschwerdeführer erhebt mit gewöhnlicher E-Mail vom 17. August 2022 Beschwerde an das Bundesgericht.

2. Die Beschwerde gegen einen Entscheid ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht einzureichen ( Art. 100 Abs. 1 BGG ). Sie hat eine eigenhändige Unterschrift zu enthalten ( Art. 42 Abs. 2 BGG ).

3. Die mit gewöhnlicher E-Mail erhobene Beschwerde enthält keine eigenhändige Unterschrift. Sie genügt den Formerfordernissen damit nicht und ist ungültig (vgl. BGE 142 IV 299 zu Eingaben per Fax). Der Beschwerdeführer wurde auf diesen Umstand ausdrücklich hingewiesen und ihm u.a. auch mit eingeschriebener Post vom 19. August 2022 mitgeteilt, er könne die Beschwerde bis zum Ablauf der gesetzlichen Beschwerdefrist - elektronisch über eine anerkannte Plattform mit qualifiziert elektronischer Signatur ( Art. 42 Abs. 4 BGG ) oder mit schriftlicher Briefpost ( Art. 42 Abs. 1 BGG ) - formgültig noch einreichen. Die Mitteilung vom 19. August 2022 konnte am 22. August 2022 zugestellt werden. Der Beschwerdeführer reagierte allerdings nicht mehr. Auf die Beschwerde vom 17. August 2022 kann folglich wegen Formungültigkeit im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht eingetreten werden. Die Beschwerde wäre im Übrigen auch deshalb unzulässig, weil sie die Begründungsanforderungen gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG nicht im Ansatz erfüllt.

4. Auf eine Kostenauflage kann ausnahmsweise verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 23. September 2022

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied:

Die Gerichtsschreiberin: