Federal Supreme Court Dismisses Appeals Against Summary Penalty Orders Due to Untimeliness and Lack of Substantiation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves two related criminal procedures in which the complainants challenged decisions made by the Cantonal Court concerning a penal order and the failure to address their objection. The complaints were filed late, as the filing period began after the complainants received the court's decisions, and the court found them to not meet the necessary legal requirements, as they did not sufficiently address the reasons given by the lower court. Consequently, the requests for legal aid were rejected due to the lack of prospects for success, and the complainants were held responsible for reduced court costs.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 100 Abs. 1 BGG, Art. 45 Abs. 1 BGG, Art. 48 Abs. 1 BGG, Art. 108 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 95 BGG; Federal Supreme Court Dismisses Appeals Against Summary Penalty Orders Due to Untimeliness and Lack of Substantiation: The complaints were filed late, as the filing period began after the complainants received the court's decisions, and the court found them to not meet the necessary legal requirements, as they did not sufficiently address the reasons given by the lower court. Consequently, the requests for legal aid were rejected due to the lack of prospects for success, and the complainants were held responsible for reduced court costs.
Schlagwörter
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KI-generiertThe appeal was dismissed because it was filed late, which is a ground for non-admission under this article.
Used to reject the requests for free legal aid due to the hopelessness of the legal claims.
Used to impose reduced court costs on the appellants.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
6B_1121/2017; 6B_1122/2017
Urteil vom 12. Dezember 2017
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.
Verfahrensbeteiligte
6B_1121/2017
A.X.________,
Beschwerdeführerin,
6B_1122/2017
B.X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau,
Frey-Herosé-Strasse 20, Wielandhaus, 5001 Aarau,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Strafbefehl (Rückzug Einsprache); Nichteintreten,
Beschwerde gegen die Entscheide des Obergerichts des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 15. August 2017 (SBK.2017.192, SBK.2017.193).
Der Präsident zieht in Erwägung:
1. Die gleichgelagerten Verfahren 6B_1121/2017 und 6B_1122/2017 werden vereinigt und zusammen erledigt.
2. Eine Beschwerde in Strafsachen ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen ( Art. 100 Abs. 1 BGG ).
Die vorinstanzlichen Entscheide wurden den Beschwerdeführern am 25. August 2017 zugestellt. Dass die Zustellung nicht ordnungsgemäss erfolgte, machen die Beschwerdeführer nicht geltend. Die 30-tägige Beschwerdefrist begann folglich am 26. August 2017 zu laufen und endete unter Berücksichtigung von Art. 45 Abs. 1 BGG am 25. September 2017. Die erst am 27. September 2017, inklusive Beilagen, der Schweizerischen Post übergebenen Beschwerden sind demnach verspätet (vgl. Art. 48 Abs. 1 BGG ). Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
3. Im Übrigen wäre auf die Beschwerden auch deshalb nicht einzutreten, weil sie den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG nicht genügen ( BGE 141 III 115 E. 2). Die Beschwerdeführer setzen sich mit den vorinstanzlichen Erwägungen nicht auseinander, sondern beschränken sich darauf, ihren im vorinstanzlichen Verfahren vertretenen Standpunkt zu wiederholen. Aus den Beschwerden ergibt sich mithin nicht, inwiefern die angefochtenen Entscheide gegen das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen könnten.
4. Die Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege sind in Anwendung von Art. 64 BGG wegen Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren abzuweisen. Den Beschwerdeführern sind reduzierte Gerichtskosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 i.V.m. Art. 65 Abs. 2 BGG ).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerden wird nicht eingetreten.
2. Die Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege werden abgewiesen.
3. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftung auferlegt.
4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 12. Dezember 2017
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Denys
Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill