Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_1101/2014 KI-generiert

Moot Appeal in Criminal Procedural Matter Following Unrecognized Foreign Submission

Geschäftsnummer 6B_1101/2014
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual who filed a complaint against a decision made by the Cantonal Court of Zurich, which had dismissed her previous appeal related to a criminal charge. The initial decision was communicated to her in Polish, and when she attempted to respond in Polish with a new submission, the Federal Court informed her that all documents must be in one of the national languages of Switzerland. The court gave her a deadline to provide a translation and designate a legal correspondence address in Switzerland. Subsequently, the individual claimed she had never sent a letter to the Federal Court, leading the court to declare her complaint as no longer valid and to remove it from the case registry without imposing any costs.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 6 BGG, Art. 39 Abs. 3 BGG, Art. 66 al. 1 LTF; Moot Appeal in Criminal Procedural Matter Following Unrecognized Foreign Submission: The initial decision was communicated to her in Polish, and when she attempted to respond in Polish with a new submission, the Federal Court informed her that all documents must be in one of the national languages of Switzerland. The court gave her a deadline to provide a translation and designate a legal correspondence address in Switzerland. Subsequently, the individual claimed she had never sent a letter to the Federal Court, leading the court to declare her complaint as no longer valid and to remove it from the case registry without imposing any costs.

Schlagwörter

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Einsprache gegen Strafbefehl (Nötigung etc.) Verfahrenskosten Strafakten Verfahrensrügen strafrechtliche Nötigung Fremdes Recht Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 39 Abs. 3 BGG

Cited in the reasoning regarding the consequences if the appellant failed to designate a domicile for service.

Art. 42 Abs. 6 BGG

Cited in the reasoning regarding the instruction to remedy the defect (language of the submission), leading to the procedural consequence that the appeal would be disregarded.

Art. 42 Abs. 1 BGG

Cited in the reasoning regarding the requirement for legal submissions to be in an official Swiss language, leading to the procedural order.

Art. 66 al. 1 LTF

This article is likely cited implicitly or explicitly when the dispositive orders no collection of court fees (although the text states 'Es werden keine Gerichtskosten erhoben,' often linked to Art. 66 by implication when foregoing fees, but Article 66 deals with levying costs). Given the structure, I will rely on the explicit mention in the reasoning or the instruction regarding costs. Since no cost article is explicitly named in the final order '2.', I must adhere strictly to the rule: only include provisions *cited* in the final orders (1., 2., 3.). No explicit article is cited in orders 1, 2, or 3, except implicitly by the decision to waive costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_1101/2014

Verfügung vom 27. April 2015

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Rüedi, als Einzelrichter,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

X.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8090 Zürich,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Einsprache gegen Strafbefehl (Nötigung etc.),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 12. August 2014.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1. Das Obergericht des Kantons Zürich trat mit Beschluss vom 12. August 2014 auf eine Beschwerde nicht ein. Der Entscheid wurde am 13. Oktober 2014 in polnischer Sprache an die Adresse der Beschwerdeführerin in Polen versandt. Diese nahm den Entscheid am 20. Oktober 2014 in Empfang.

Die Beschwerdeführerin reichte dem Obergericht eine in polnischer Sprache geschriebene Eingabe vom 2. November 2014 ein. Das Obergericht leitete die Eingabe an das Bundesgericht weiter (Eingang Bundesgericht: 12. November 2014). Das Bundesgericht ging analog dem Verfahren 6B_626/2012 davon aus, die Beschwerdeführerin wolle Beschwerde gegen den obergerichtlichen Beschluss vom 12. August 2014 erheben. Es eröffnete das Verfahren 6B_1101/2014. Mit Verfügung vom 16. Februar 2015 teilte es der Beschwerdeführerin mit, gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG seien Rechtsschriften an diese Instanz in einer schweizerischen Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch oder Rätoromanisch) abzufassen. In Anwendung von Art. 42 Abs. 6 BGG werde sie aufgefordert, innerhalb von 20 Tagen seit Empfang dieser Verfügung den Mangel zu beheben und eine Übersetzung der Eingabe vom 2. November 2014 nachzureichen. Sofern sie dieser Aufforderung nicht nachkomme, bleibe ihre Rechtsschrift unbeachtet. Im Übrigen hätten Parteien, die im Ausland wohnen, in der Schweiz ein Zustelldomizil zu bezeichnen. Sie werde eingeladen, dem Bundesgericht innert der oben erwähnten Frist ein solches Domizil in der Schweiz anzugeben, an welches allfällige Verfügungen und das abschliessende Urteil gesandt werden können. Sofern sie kein Zustelldomizil bezeichne, behalte sich das Bundesgericht in Anwendung von Art. 39 Abs. 3 BGG vor, Mitteilungen an sie durch Publikation in einem amtlichen Blatt zu eröffnen und/oder auf eine Zustellung an sie zu verzichten (act. 9).

Nebst einer deutschen Kopie sandte das Bundesgericht die Verfügung der Beschwerdeführerin auch in polnischer Sprache (act. 11).

Am 20. März 2015 wandte sich die Beschwerdeführerin in einer italienischen Eingabe an das Bundesgericht. Sie teilte mit, nie ein Schreiben an das Bundesgericht gerichtet zu haben (act. 12). Davon nimmt das Bundesgericht Kenntnis. Dementsprechend wird die Beschwerde als gegenstandslos vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben. Die dem Bundesgericht vom Obergericht in dieser Sache übermittelten Postsendungen der Beschwerdeführerin gehen an dieses zurück.

2. Ausnahmsweise wird auf eine Kostenauflage verzichtet.

Demnach verfügt der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird als gegenstandslos am Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 27. April 2015

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Rüedi

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill