Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_110/2018 KI-generiert

Non-entry on appeal for unpaid security deposit under criminal procedure.

Geschäftsnummer 6B_110/2018
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Swiss Federal Supreme Court (Bundesgericht) dismissed the appellant's appeal and denied her request for free legal aid, upholding the lower court's decision not to enter into her appeal due to her failure to pay the required security deposit. The dispute arose from the appellant's criminal complaint against several individuals, which the public prosecutor's office declined to pursue; when she appealed that decision, the appellate court ordered her to pay a CHF 2,000 security deposit within 30 days, warning that non-payment would result in non-entry. Because she did not pay, the appellate court refused to entertain her appeal, and the Federal Supreme Court found her subsequent challenge procedurally inadequate, as her submissions contained no plausible argument that the non-entry decision violated the law. The Court applied Articles 383(1) and 383(2) of the Swiss Criminal Procedure Code, which allow the appellate court to require a security deposit from the private claimant and mandate non-entry if the deposit is not paid, and Article 42(2) of the Federal Supreme Court Act, which requires a reasoned challenge; the appeal was dismissed, the free legal aid request was refused as hopeless, and CHF 500 in court costs were imposed on the appellant.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 136 StPO, Art. 383 Abs. 1 StPO, Art. 383 Abs. 2 StPO, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Non-entry on appeal for unpaid security deposit under criminal procedure: The dispute arose from the appellant's criminal complaint against several individuals, which the public prosecutor's office declined to pursue; when she appealed that decision, the appellate court ordered her to pay a CHF 2,000 security deposit within 30 days, warning that non-payment would result in non-entry. Because she did not pay, the appellate court refused to entertain her appeal, and the Federal Supreme Court found her subsequent challenge procedurally inadequate, as her submissions contained no plausible argument that the non-entry decision violated the law. The Court applied Articles 383(1) and 383(2) of the Swiss Criminal Procedure Code, which allow the appellate court to require a security deposit from the private claimant and mandate non-entry if the deposit is not paid, and Article 42(2) of the Federal Supreme Court Act, which requires a reasoned challenge; the appeal was dismissed, the free legal aid request was refused as hopeless, and CHF 500 in court costs were imposed on the appellant.

Schlagwörter

KI-generiert
Nichtanhandnahme Nichteintreten Strafanzeige unbezahlte Mietkaution Verfahrensüberprüfung Zahlungsfrist unentgeltliche Rechtspflege Sistierung des Verfahrens

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 108 BGG

Used to declare the appeal inadmissible for lack of a valid legal reasoning.

Art. 64 BGG

Used to deny the appellant's request for free legal aid because the appeal had no prospect of success.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to impose the court costs on the appellant.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_110/2018

Urteil vom 27. Februar 2018

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, Präsident,

Gerichtsschreiberin Unseld.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8090 Zürich,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Nichtanhandnahme; Nichteintreten,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 6. Dezember 2017 (UE170281).

Erwägungen:

1. Die Beschwerdeführerin erstattete am 30. September 2016 sowie in mehreren Nachträgen Strafanzeige gegen verschiedene Personen. Die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich verfügte am 15. September 2017 die Nichtanhandnahme des Strafverfahrens. Dagegen gelangte die Beschwerdeführerin mit Beschwerde an das Obergericht des Kantons Zürich. Dieses setzte der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 16. Oktober 2017 eine Frist von 30 Tagen an zur Bezahlung einer Prozesskaution von Fr. 2'000.--, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde. Mit Urteil 1B_480/2017 vom 16. November 2017 trat das Bundesgericht auf die Beschwerde der Beschwerdeführerin gegen die Verfügung vom 16. Oktober 2017 nicht ein. Da die Beschwerdeführerin die Sicherheitsleistung innert Frist nicht bezahlte, trat das Obergericht auf deren Beschwerde am 6. Dezember 2017 nicht ein.

Die Beschwerdeführerin gelangt gegen den Beschluss vom 6. Dezember 2017 mit Beschwerde an das Bundesgericht.

2. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet einzig die verfahrensrechtliche Frage, ob die Vorinstanz auf die Beschwerde der Beschwerdeführerin mangels Bezahlung der Sicherheitsleistung zu Unrecht nicht eintrat. Soweit sich die Beschwerdeführerin zur Sache äussert, kann auf die Beschwerde daher von vornherein nicht eingetreten werden.

3. Die Verfahrensleitung der Rechtsmittelinstanz kann die Privatklägerschaft verpflichten, innert einer Frist für allfällige Kosten und Entschädigungen Sicherheit zu leisten. Art. 136 StPO betreffend die unentgeltliche Rechtspflege für die Privatklägerschaft bleibt vorbehalten ( Art. 383 Abs. 1 StPO ). Wird die Sicherheit nicht fristgerecht geleistet, so tritt die Rechtsmittelinstanz auf das Rechtsmittel nicht ein ( Art. 383 Abs. 2 StPO ).

Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung der Beschwerde an das Bundesgericht in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Eingabe der Beschwerdeführerin genügt diesen Anforderungen nicht, da daraus nicht ansatzweise hervorgeht, dass und weshalb der angefochtene Beschluss gegen geltendes Recht verstossen könnte. Auf die Beschwerde ist mangels einer tauglichen Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

4. Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage der Beschwerdeführerin ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen ( Art. 65 Abs. 2 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 27. Februar 2018

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Die Gerichtsschreiberin: Unseld