Criminal Proceedings Dismissed Against Suspect; Suspect Lacks Standing to Challenge Dismissal and Cannot Claim Damages
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Supreme Court dismissed the complainant's appeal and upheld the lower court's decision, which had declined to hear the case due to lack of standing; the appealed decision remains in force. The dispute arose from the complainant's challenge to the public prosecutor's dismissal of a criminal investigation for property damage, and the complainant also sought pecuniary damages and a reinvestigation. The court held that the complainant lacked a legally protected interest because the proceedings had been discontinued in his favor, meaning he was not adversely affected, and his new claims for damages were inadmissible as newly raised. The decision was based on the formal requirements of Article 42(2) and Article 106(2) of the Federal Supreme Court Act (BGG), and the prohibition on new claims under Article 99(2) BGG. Court costs of 800 Swiss francs were imposed on the complainant.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 106 Abs. 2 BGG, Art. 99 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Criminal Proceedings Dismissed Against Suspect; Suspect Lacks Standing to Challenge Dismissal and Cannot Claim Damages: The dispute arose from the complainant's challenge to the public prosecutor's dismissal of a criminal investigation for property damage, and the complainant also sought pecuniary damages and a reinvestigation. The court held that the complainant lacked a legally protected interest because the proceedings had been discontinued in his favor, meaning he was not adversely affected, and his new claims for damages were inadmissible as newly raised. The decision was based on the formal requirements of Article 42(2) and Article 106(2) of the Federal Supreme Court Act (BGG), and the prohibition on new claims under Article 99(2) BGG. Court costs of 800 Swiss francs were imposed on the complainant.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertImposed the court costs on the complainant.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
6B_1063/2016
Urteil vom 8. Dezember 2016
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau,
Frey-Herosé-Strasse 20, Wielandhaus, 5001 Aarau,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Einstellung (Sachbeschädigung), Nichteintreten,
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 10. August 2016.
Der Präsident zieht in Erwägung:
1. Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm stellte ein gegen den Beschwerdeführer geführtes Verfahren wegen Sachbeschädigung am 12. Juli 2016 ein. Die Kosten nahm sie auf die Staatskasse.
Das Obergericht des Kantons Aargau trat am 10. August 2016 auf eine dagegen gerichtete Beschwerde mangels Legitimation des Beschwerdeführers nicht ein. Das gegen ihn angehobene Strafverfahren sei eingestellt worden. Er sei daher durch die angefochtene Verfügung nicht beschwert. Für die verlangte Gegenüberstellung bestehe keine Veranlassung mehr. Es fehle dem Beschwerdeführer an einem rechtlich geschützten Interesse an der Aufhebung oder Änderung der angefochtenen Einstellungsverfügung.
Der Beschwerdeführer wendet sich mit Beschwerde an das Bundesgericht. Er beantragt die Rückweisung der Angelegenheit zur Durchführung einer rechtsstaatlichen Untersuchung mit Gegenüberstellung und erneuter Zeugenbefragung. Das Ganze habe ihm gesundheitlich geschadet und es müsse Schadenersatz geleistet werden. Gegenstand des Verfahrens vor Bundesgericht kann indessen nur die Frage sein, ob die Vorinstanz sein Rechtsschutzinteresse an der Behandlung des Rechtsmittels und damit seine Legitimation im kantonalen Verfahren zu Recht verneint hat. Damit setzt sich der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde indessen nicht auseinander, und er legt nicht ansatzweise dar, inwiefern der angefochtene Entscheid insofern rechts- bzw. verfassungswidrig sein könnte. Seine Beschwerde genügt den gesetzlichen Formerfordernissen gemäss Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG nicht. Unzulässig ist überdies, vor Bundesgericht neue Begehren zu stellen ( Art. 99 Abs. 2 BGG ). Vor Vorinstanz hatte der Beschwerdeführer noch keinen Schadenersatz verlangt. Folglich ist das diesbezügliche Begehren neu und damit unzulässig. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 8. Dezember 2016
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Denys
Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill