Federal Supreme Court Dismisses Appeal Due to Untimely Submission to Swiss Post.
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a complaint filed against a decision by the public prosecutor's office concerning the dismissal of charges related to a false medical certificate. The complaint was made to the Supreme Court following a ruling by the Cantonal Court, which was issued on October 13, 2010. The complaint was submitted late, as it was handed to the post office on the deadline but was only received by the Swiss postal service three days later. Subsequently, the court did not accept the complaint due to its lateness and also denied a request for legal aid, imposing court fees on the complainant.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 100 Abs. 1 BGG, Art. 48 Abs. 1 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 64 BGG, Art. 65 Abs. 2 BGG; Federal Supreme Court Dismisses Appeal Due to Untimely Submission to Swiss Post: The complaint was made to the Supreme Court following a ruling by the Cantonal Court, which was issued on October 13, 2010. The complaint was submitted late, as it was handed to the post office on the deadline but was only received by the Swiss postal service three days later. Subsequently, the court did not accept the complaint due to its lateness and also denied a request for legal aid, imposing court fees on the complainant.
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KI-generiertUsed to declare that consideration will not be given to the appeal as it was late.
Used to dismiss the request for legal aid because the appeal was hopeless from the outset due to its lateness.
Used for determining the amount of the court fee based on the financial situation of the appellant.
Used to order the appellant to bear the court costs.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
6B_1063/2010
Urteil vom 23. Dezember 2010
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Wiprächtiger, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.
Verfahrensbeteiligte
X._________,
Beschwerdeführer,
gegen
1. Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Zentralstrasse 28, 6002 Luzern,
2. A.________,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Einstellungsentscheid (falsches ärztliches Zeugnis),
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Luzern, Kriminal- und Anklagekommission, vom 13. Oktober 2010.
Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1. Eine Beschwerde ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen ( Art. 100 Abs. 1 BGG ). Sie ist spätestens am letzten Tag der Frist zu Handen des Bundesgerichts der Schweizerischen Post zu übergeben ( Art. 48 Abs. 1 BGG ).
Der angefochtene Entscheid wurde dem Beschwerdeführer am 13. November 2010 ausgehändigt. Die Beschwerde musste deshalb, um rechtzeitig zu sein, spätestens am 13. Dezember 2010 der Schweizerischen Post übergeben worden sein.
Die Beschwerde wurde indessen am 13. Dezember 2010 erst der Deutschen Post übergeben und ging denn auch erst am 16. Dezember 2010 bei der Schweizerischen Post ein. Sie ist verspätet.
Dem Beschwerdeführer nützt nichts, dass er die Beschwerde vorab am 13. Dezember 2010 per Fax dem Bundesgericht eingereicht hat. Bedarf eine Eingabe der Schriftform, genügt die Einreichung per Fax zur Wahrung der Frist nicht (Urteil 1C_295/2010 vom 15. Juni 2010; BGE 121 II 252 E. 4).
Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren einer verspäteten Beschwerde von vornherein aussichtslos sind. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist bei der Bemessung der Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen ( Art. 65 Abs. 2 BGG ). Dem Beschwerdegegner 2 ist keine Entschädigung auszurichten, weil er vor Bundesgericht keine Umtriebe hatte.
Demnach erkennt der Einzelrichter:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Luzern, Kriminal- und Anklagekommission, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 23. Dezember 2010
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:
Wiprächtiger C. Monn