Standing to challenge refusal to open criminal proceedings against officials; private complainant's mere aim to obtain conviction does not establish legally protected interest.
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Supreme Court (Criminal Appeals Division) dismissed the appellant’s criminal law appeal as inadmissible and upheld the lower court decisions, meaning no investigation was opened against the named officials and the appellant did not prevail. The dispute arose from the appellant’s criminal complaint against a federal official and two cantonal prosecutors for abuse of office, which the cantonal appellate court had declined to pursue due to lack of jurisdiction over the federal official and absence of initial suspicion against the prosecutors. The Supreme Court held that the appellant lacked standing under Art. 81 para. 1 lit. b of the Federal Supreme Court Act (BGG), because he was neither a private claimant nor a victim, and his sole aim was to secure a criminal conviction of the accused, which does not constitute a legally protected interest. The Court also refused to consider unrelated complaints about a separate weapons-law investigation and confiscated pocket knife, as those were not part of the challenged decision. Court costs of CHF 1,000 were imposed on the appellant, and the request for suspensive effect became moot.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 BGG, Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG, Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Standing to challenge refusal to open criminal proceedings against officials; private complainant's mere aim to obtain conviction does not establish legally protected interest: The dispute arose from the appellant’s criminal complaint against a federal official and two cantonal prosecutors for abuse of office, which the cantonal appellate court had declined to pursue due to lack of jurisdiction over the federal official and absence of initial suspicion against the prosecutors. The Supreme Court held that the appellant lacked standing under Art. 81 para. 1 lit. b of the Federal Supreme Court Act (BGG), because he was neither a private claimant nor a victim, and his sole aim was to secure a criminal conviction of the accused, which does not constitute a legally protected interest. The Court also refused to consider unrelated complaints about a separate weapons-law investigation and confiscated pocket knife, as those were not part of the challenged decision. Court costs of CHF 1,000 were imposed on the appellant, and the request for suspensive effect became moot.
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KI-generiertBasis for declaring the appeal inadmissible in a simplified procedure.
Ground for lack of standing, as the appellant was neither a private claimant nor a victim.
Used to impose court costs on the appellant.
Volltext
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
6B_106/2007 /hum
Urteil vom 29. April 2007
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.
Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Postfach, 8090 Zürich,
Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer,
Postfach, 8023 Zürich.
Gegenstand
Eröffnung einer Untersuchung gegen Behördenmitglieder und Beamte,
Beschwerde in Strafsachen gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer,
vom 6. März 2007.
Das Präsidium zieht in Erwägung:
1. Am 1./18. August 2006 erstattete X.________ Strafanzeige gegen A.________, B.________ und C.________ wegen Amtsmissbrauchs etc. Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland überwies die Anzeigen zuständigkeitshalber an die Anklagekammer des Obergerichts des Kantons Zürich zum Entscheid über die Eröffnung einer Strafuntersuchung. Mit Beschluss vom 5. Oktober 2006 trat die Anklagekammer auf die Strafanzeigen nicht ein. Dagegen legte X.________ Rekurs ein. Die II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich wies den Rekurs am 6. März 2007 ab, soweit es darauf eintrat. Es erklärte sich zur Beurteilung der Strafanzeige gegen den Bundesbeamten A.________ für nicht zuständig und lehnte die Eröffnung einer Strafuntersuchung gegen die kantonalen Staatsanwälte B.________ und C.________ wegen fehlenden Anfangstatverdachts ab. Gestützt auf die Rechtsmittelbelehrung des angefochtenen Entscheids wendet sich der Beschwerdeführer mit Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht. Die Rechtsmittelbelehrung weist ausdrücklich daraufhin, dass sich die Berechtigung zur Be-schwerde und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes richten.
Soweit sich der Beschwerdeführer nicht mit dem angefochtenen Entscheid, sondern mit der gegen ihn geführten Strafuntersuchung wegen Vergehens gegen das Waffengesetz befasst und die Einstellung dieser Untersuchung bzw. die Herausgabe des beschlagnahmten Taschenmessers verlangt, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, da diese Gesichtspunkte nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden (vgl. Entscheid des Bundesgerichts 6P.167/2006; 6S.381/2006 in Sachen X.________). Im Übrigen ist der Beschwerdeführer zur Beschwerde nicht legitimiert. Er ist weder Privatstrafkläger gemäss Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 BGG noch Opfer gemäss Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG. Mit seinem Rekurs bezweckte er, einen Schuldspruch der Beschuldigten zu erwirken. Auch vor Bundesgericht strebt er deren Verurteilung an. Dieser Zweck begründet kein rechtlich geschütztes Interesse nach Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids. Die Beschwerde ist demnach offensichtlich unzulässig im Sinne von Art. 108 BGG . Es ist darauf nicht einzutreten.
2. Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdeführer auferlegt ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Mit dem Entscheid in der Sache ist das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos geworden.
Demnach erkennt das Präsidium:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 29. April 2007
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: