Withdrawal of Criminal Appeal and Cost Allocation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertIn this case, the appellant had filed an appeal in a criminal matter within the jurisdiction of Zurich, which she later withdrew. Consequently, the Zurich High Court dismissed the case on September 1, 2015, and ordered the appellant to cover the appeal costs amounting to CHF 1,000. Additionally, the appellant was required to pay two-thirds of the process compensation awarded to the other party, totaling CHF 3,729.60. The appellant contested the court's ruling on costs and compensation before the Swiss Federal Tribunal, but her objections were deemed insufficiently substantiated, resulting in the dismissal of her appeal due to a lack of valid grounds.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 428 Abs. 1 StPO, Art. 432 Abs. 2 StPO, Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Withdrawal of Criminal Appeal and Cost Allocation: Consequently, the Zurich High Court dismissed the case on September 1, 2015, and ordered the appellant to cover the appeal costs amounting to CHF 1,000. Additionally, the appellant was required to pay two-thirds of the process compensation awarded to the other party, totaling CHF 3,729.60. The appellant contested the court's ruling on costs and compensation before the Swiss Federal Tribunal, but her objections were deemed insufficiently substantiated, resulting in the dismissal of her appeal due to a lack of valid grounds.
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KI-generiertThe appeal was not admitted due to lack of proper grounds, as ruled in the section discussing the inadmissibility of the appeal.
The request for legal aid was rejected based on this provision because the legal claims appeared hopeless.
The court considered the financial situation of the appellant when setting the judicial costs.
The court imposed the judicial costs on the appellant.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
6B_1037/2015
Urteil vom 3. November 2015
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,
gegen
1. Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8090 Zürich,
2. A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Marc Engler,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Rückzug einer Berufung (Kosten- und Entschädigungsregelung),
Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Strafkammer, vom 1. September 2015.
Der Präsident zieht in Erwägung:
1. Nachdem die Beschwerdeführerin in einem im Kanton Zürich hängigen Verfahren die Berufung erklärt hatte, zog sie das Rechtsmittel wieder zurück. Das Obergericht des Kantons Zürich schrieb das Verfahren deshalb mit Beschluss vom 1. September 2015 ab. Die Kosten des Berufungsverfahrens in Höhe von Fr. 1'000.-- wurden in Anwendung von Art. 428 Abs. 1 StPO der Beschwerdeführerin auferlegt (Ziff. 3). Dem Beschwerdegegner 2 wurde für das Berufungsverfahren eine Prozessentschädigung zugesprochen, wobei die Beschwerdeführerin in Anwendung von Art. 432 Abs. 2 StPO in Verbindung mit Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO dazu verpflichtet wurde, 2/3 davon (Fr. 3'729.60) zu bezahlen (Ziff. 4). Die Beschwerdeführerin wendet sich gegen die Kosten- und Entschädigungsregelung ans Bundesgericht.
In einer Beschwerde ans Bundesgericht ist kurz darzulegen, aus welchem Grund der angefochtene Entscheid nach Auffassung der Beschwerdeführerin gegen das Recht verstossen soll ( Art. 42 Abs. 2 BGG ). Die Vorinstanz hat die von ihr getroffene Kosten- und Entschädigungsregelung im angefochtenen Entscheid unter Hinweis auf die von ihr angewandten Bestimmungen begründet (vgl. Beschluss S. 2/3 E. 2). Zu diesen Erwägungen äussert sich die Beschwerdeführerin nicht. Statt dessen erhebt sie gegen den Beschwerdegegner 2 verschiedene Vorwürfe, die nicht Gegenstand des angefochtenen Beschlusses sind. Damit kann sie vor Bundesgericht nicht gehört werden. Auf die Beschwerde ist mangels einer tauglichen Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2. Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage der Beschwerdeführerin ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen ( Art. 65 Abs. 2 BGG ). Dem Beschwerdegegner 2 ist keine Entschädigung auszurichten, weil er vor Bundesgericht keine Umtriebe hatte.
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 3. November 2015
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Denys
Der Gerichtsschreiber: Monn