Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_1017/2021 KI-generiert

Defendant's Untimely and Non-Substantiated Appeal Regarding Prison Sentence Commencement Dismissed

Geschäftsnummer 6B_1017/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual who was summoned by the probation and enforcement services of the Canton of Bern to begin serving a sentence on December 14, 2020. The individual filed a late appeal against this order, which the Security Directorate of the Canton of Bern rejected due to its untimeliness on December 21, 2020. The appellant then challenged this rejection at the Bernese Higher Court, which dismissed the complaint on August 11, 2021, as far as it considered it. The appellant subsequently appealed to the Swiss Federal Tribunal but submitted the appeal shortly before the expiration of the deadline and requested an extension to substantiate the complaint, which is not allowed under Swiss procedural law. Consequently, the appeal is being assessed purely based on the documents already submitted, which do not meet formal requirements for a complaint, leading the tribunal to not proceed with the case.

Legislator-Regeste

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Art. 100 BGG, Art. 47 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Defendant's Untimely and Non-Substantiated Appeal Regarding Prison Sentence Commencement Dismissed: The individual filed a late appeal against this order, which the Security Directorate of the Canton of Bern rejected due to its untimeliness on December 21, 2020. The appellant then challenged this rejection at the Bernese Higher Court, which dismissed the complaint on August 11, 2021, as far as it considered it. The appellant subsequently appealed to the Swiss Federal Tribunal but submitted the appeal shortly before the expiration of the deadline and requested an extension to substantiate the complaint, which is not allowed under Swiss procedural law. Consequently, the appeal is being assessed purely based on the documents already submitted, which do not meet formal requirements for a complaint, leading the tribunal to not proceed with the case.

Schlagwörter

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Aufgebot zum Strafantritt, verspätet eingereichte Beschwerde Nichteintreten Vorladung verspätete Einreichung Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids verspätetes Fristerstreckungsgesuch substantiierte Begründung gesetzliche Frist

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The appeal was dismissed because the requirements for the statement of grounds were not met, leading to non-admittance in the simplified procedure.

Art. 42 Abs. 2 BGG

The submitted document did not meet the requirements for the statement of grounds as stipulated by this article.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to rule on the non-imposition of costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_1017/2021

Urteil vom 17. September 2021

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, Präsidentin,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, Postfach, 3001 Bern,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Aufgebot zum Strafantritt, verspätet eingereichte Beschwerde; Nichteintreten,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, 2. Strafkammer, vom 11. August 2021 (SK 21 43).

Die Präsidentin zieht in Erwägung:

1. Die Bewährungs- und Vollzugsdienste des Kantons Bern boten den Beschwerdeführer am 16. Oktober 2020 zum Strafantritt auf den 14. Dezember 2020 auf. Auf eine dagegen erhobene Beschwerde trat die Sicherheitsdirektion des Kantons Bern (SID) am 21. Dezember 2020 wegen Verspätung nicht ein. Das Obergericht des Kantons Bern wies eine gegen den Nichteintretensentscheid der SID gerichtete Beschwerde mit Beschluss vom 11. August 2021 ab, soweit es darauf eintrat. Der Beschwerdeführer wendet sich an das Bundesgericht.

2. Obwohl gemäss ausdrücklicher Rechtsmittelbelehrung des angefochtenen Beschlusses eine Beschwerde ans Bundesgericht innert 30 Tagen eingereicht sein muss, wendet sich der Beschwerdeführer erst kurz vor Ablauf der Frist ans Bundesgericht und ersucht um eine Fristverlängerung zur Beschwerdebegründung. Die Beschwerdefrist von Art. 100 BGG ist indessen eine gesetzliche Frist, die nicht erstreckt werden kann ( Art. 47 Abs. 1 BGG ). Das Gesuch um Fristerstreckung muss abgewiesen werden. Eine ergänzende Beschwerdebegründung noch innert Frist fällt ausser Betracht. Die Beschwerde ist damit alleine aufgrund der mit gewöhnlicher Post versandten Eingabe (Poststempel: 10. September 2021, Eingangsstempel Bundesgericht: 13. September 2021) zu beurteilen. Da diese keinen (formellen) Antrag und keine Begründung unter Bezugnahme auf den angefochtenen Beschluss enthält, genügt sie den Anforderungen an eine Beschwerdebegründung im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht. Folglich ist darauf im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

3. Auf eine Kostenauflage kann ausnahmsweise verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, 2. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. September 2021

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Jacquemoud-Rossari

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill