Appeal Timeliness in Electronic Monitoring Sentence Execution
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an appeal against a decision by a higher court concerning the execution of a sentence in the form of electronic monitoring. The appellant contested the dismissal of their regional complaint by the higher court, which was deemed late; however, the appellant argued that the submission was timely. The higher court calculated the deadline for submission to be September 11, 2009, based on the agreed start date of August 13, which the appellant disputed, claiming a misunderstanding of the timeline. The appeal ultimately faced denial, along with a rejection for free legal assistance due to the perceived futility of the legal claims.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 109 Abs. 3 BGG, Art. 109 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 64 BGG, Art. 65 Abs. 2 BGG; Appeal Timeliness in Electronic Monitoring Sentence Execution: The appellant contested the dismissal of their regional complaint by the higher court, which was deemed late; however, the appellant argued that the submission was timely. The higher court calculated the deadline for submission to be September 11, 2009, based on the agreed start date of August 13, which the appellant disputed, claiming a misunderstanding of the timeline. The appeal ultimately faced denial, along with a rejection for free legal assistance due to the perceived futility of the legal claims.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe appeal was rejected based on this procedural provision concerning the simplified procedure.
Used to reject the request for free legal aid.
Used to mandate consideration of the appellant's financial situation when determining the amount of court costs.
Used to order the appellant to pay the court costs.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
6B_1015/2009
Urteil vom 10. Dezember 2009
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Bundesrichter Schneider, Wiprächtiger,
Gerichtsschreiber Monn.
Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Generalprokurator des Kantons Bern, 3001 Bern,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Vollzug der Strafe in Form des Electronic Monitoring,
Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, 1. Strafkammer, vom 21. Oktober 2009 (SK-Nr. 2009/338/FED).
Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1. Im angefochtenen Entscheid wurde auf eine kantonale Beschwerde nicht eingetreten, weil sie verspätet war. Der Beschwerdeführer bestreitet, dass seine kantonale Eingabe verspätet gewesen sei.
Gemäss den Erwägungen der Vorinstanz, auf die in Anwendung von Art. 109 Abs. 3 BGG verwiesen werden kann, hätte die kantonale Beschwerde spätestens am Freitag, den 11. September 2009, eingereicht werden müssen (vgl. angefochtenen Entscheid S. 3/4 E. 5). Mit der Vorinstanz geht auch der Beschwerdeführer davon aus, dass der erste Tag der Frist der 13. August 2009 war (Beschwerde S. 1 unten). Es ist deshalb unbegreiflich, wie er zum Schluss kommen kann, der letzte Tag der Frist sei der 12. September 2009 gewesen. Gerade wenn man mit ihm "die Tage im Kalender abzählt", kommt man genau auf den 11. September 2009.
Die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 109 BGG abzuweisen.
2. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers, die sich aus den kantonalen Akten ergibt, ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen ( Art. 65 Abs. 2 BGG ).
Demnach erkennt das Bundesgericht:
1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, 1. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 10. Dezember 2009
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Favre Monn