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6A.78/2006 KI-generiert

Bus Driver v. Federal Court on License Suspension Following Traffic Violation Conviction

Geschäftsnummer 6A.78/2006
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an incident where a bus driver struck a pedestrian while driving a postal bus, resulting in light injuries to the pedestrian. Following the incident, the driver was penalized for grossly violating traffic rules and was fined. Subsequently, the relevant authority revoked the driver's license for three months. The driver appealed this decision to the cantonal administrative court, arguing against the license revocation, but the court upheld the decision. The driver then filed a complaint with the federal court, challenging the administrative court's ruling, which ultimately deemed the appeal obviously unfounded and confirmed the license suspension.

Legislator-Regeste

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Art. 90 Ziff. 2 SVG, Art. 33 Abs. 2 SVG, Art. 36a OG, Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG, Art. 16c Abs. 2 lit. a SVG, Art. 16 Abs. 3 SVG; Bus Driver v. Federal Court on License Suspension Following Traffic Violation Conviction: Mit Strafverfügung vom 15. Mai 2006 der Staatsanwältin des Kantons Solothurn wurde X.________ wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln ( Art. 90 Ziff. 2 SVG ) durch Missachten des Vortrittsrechtes des Fussgängers auf Fussgängerstreifen ( Art. 33 Abs. 2 SVG ) zu einer Busse von Fr. 300.-- verurteilt. Die Strafverfügung ist rechtskräftig geworden.

Schlagwörter

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Verletzung der Verkehrsregeln Verfahrenssistierung strafbares Verhalten Fahren in fahrunfähigem Zustand Straftaten gegen den öffentlichen Verkehr Führerausweisentzug

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (10)

P1 22 16 (2024-01-30) · vs
Driver Visibility and Duty of Care in Pedestrian Accident
«…iliste renverse un piéton qui franchit un passage sécurisé (arrêts du Tribunal fédéral 6S.387/2005 du 13 janvier 2006 ; 6A.78/2006 du 28 décembre 2006). A l’arrêt 6S.96/2006 du 3 avril 2006 (homicide par négligence), le Tribunal fédéral a eu à juger…»
P1 22 16 (2024-01-01) · vs
Driver fined for simple traffic breach in collision with jaywalking child obscured by bus.
«…n, lorsqu’un automobiliste renverse un piéton qui franchit un passage sécurisé (arrêts 6S.387/2005 du 13 janvier 2006 ; 6A.78/2006 du 28 décembre 2006). A l’arrêt 6S.96/2006 du 3 avril 2006 (homicide par négligence), le Tribunal fédéral a eu à juger…»
WBE.2023.121 (2023-08-08) · ag
Negligent Driver's License Suspension Upheld After Pedestrian Collision
«…lls ohne Weiteres eine schwere Widerhandlung im Sinne von Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG gegeben (Urteil des Bundesgerichts 6A.78/2006 vom 28. Dezember 2006). Die vorliegend zu beurteilende Gefährdung ist vor dem Hintergrund der er- wähnten bundesgerich…»
A1 18 255 (2019-06-14) · vs
Administrative Suspension of Driver's License Upheld Despite Minor Injury
«…er le droit de priorité d’un piéton, de ne pas parvenir à s’arrêter à temps et de le heurter (arrêt du Tribunal fédéral 6A.78/2006 du 28 décembre 2006 cité par Philippe Weissenberger, Kommentar Strassenverkehrsgesetz und Ordnungsbussengesetz, 2e éd.…»
603 2017 38 (2017-03-27) · fr
License Revocation Upheld for Failure to Yield Causing Pedestrian Injury
«…be Verletzung von Verkehrsregeln begeht und eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer schafft (vgl. Urteil BGer 6A.78/2006 vom 28. Dezember 2006 E. 2; siehe zum Ganzen auch WEISSENBERGER, Kommentar SVG und OBG, 2. Aufl. 2015, Art. 16c N. 12).…»
IV.2015.164 (2016-02-25) · sg
Driver License Withdrawal Upheld for Severe Speeding Violation
«…, wenn klare Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Sachverhaltsfeststellungen im Strafurteil unrichtig sind (vgl. BGer 6A.78/2006 vom 28. Dezember 2006 E. 2 und 6A.35/2004 vom 1. September 2004 E. 3.3 mit Hinweisen auf BGE 119 Ib 158 E. 3c/aa und 10…»
IV.2015.164 (2016-02-25) · sg
License Withdrawal Upheld for Severe Speeding Violation and Prior Offense
«…, wenn klare Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Sachverhaltsfeststellungen im Strafurteil unrichtig sind (vgl. BGer 6A.78/2006 vom 28. Dezember 2006 E. 2 und 6A.35/2004 vom 1. September 2004 E. 3.3 mit Hinweisen auf BGE 119 Ib 158 E. 3c/aa und 10…»
1C_327/2012 (2013-02-27)
Negligent Homicide and Mandatory 12-Month License Withdrawal for Truck Driver at Obstructed Crosswalk
«…sen kann (BGE 93 IV E. 2 S. 61 ff.; für ähnlich gelagerte Fälle vgl. Urteil 1C_402/2009 vom 17. Februar 2010 E. 4.3 f.; 6A.78/2006 vom 28. Dezember 2006 E. 2). Der Beschwerdeführer hätte sein Abbiegemanöver daher mit besonderer Vorsicht und rechtzeit…»
IV.2010.27 (2010-06-24) · sg
Negligent Grievous Bodily Harm and License Revocation Upheld
«…ehen, dass der Rekurrent schon während einiger Zeit unaufmerksam gewesen sein muss (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 6A.78/2006 vom 28. Dezember 2006, E. 2). Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass die Fahrzeugführerin hinter dem Personenwagen d…»
IV.2010.27 (2010-06-24) · sg
Driver License Revocation for Striking Pedestrian in Crosswalk
«…ehen, dass der Rekurrent schon während einiger Zeit unaufmerksam gewesen sein muss (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 6A.78/2006 vom 28. Dezember 2006, E. 2). Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass die Fahrzeugführerin hinter dem Personenwagen d…»

Volltext

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6A.78/2006 /hum

Urteil vom 28. Dezember 2006

Kassationshof

Besetzung

Bundesrichter Schneider, Präsident,

Bundesrichter Wiprächtiger, Zünd,

Gerichtsschreiber Willisegger.

Parteien

X.________,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer L. Fringeli,

gegen

Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn,

Postfach 157, 4502 Solothurn.

Gegenstand

Führerausweisentzug,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das Urteil

des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn

vom 24. August 2006.

Es wird festgestellt und in Erwägung gezogen:

1. Am 14. September 2005 fuhr X.________, Postautofahrer, mit dem Postauto in Breitenbach Richtung Fehren. Kurz vor dem Fussgängerstreifen bei der Verzweigung Fehrenstrasse/Rohrgasse nahm er eine Fussgängerin wahr, welche von links kommend den Fussgängerstreifen überquerte. Die eingeleitete Vollbremsung reichte jedoch nicht aus, um das Postauto rechtzeitig bis zum Stillstand abzubremsen. Die Fussgängerin wurde durch das Postauto touchiert und zu Boden geworfen. Dabei wurde sie leicht verletzt.

Mit Strafverfügung vom 15. Mai 2006 der Staatsanwältin des Kantons Solothurn wurde X.________ wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln ( Art. 90 Ziff. 2 SVG ) durch Missachten des Vortrittsrechtes des Fussgängers auf Fussgängerstreifen ( Art. 33 Abs. 2 SVG ) zu einer Busse von Fr. 300.-- verurteilt. Die Strafverfügung ist rechtskräftig geworden.

Mit Verfügung vom 14. Juli 2006 entzog das Departement des Innern des Kantons Solothurn X.________ den Führerausweis für die Dauer von drei Monaten. Eine Beschwerde gegen diese Verfügung wies das kantonale Verwaltungsgericht am 24. August 2006 ab.

2. Die von X.________ gegen dieses Urteil erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist offensichtlich unbegründet, weshalb sie im vereinfachten Verfahren mit summarischer Begründung abzuweisen ist ( Art. 36a OG ).

Das Verwaltungsgericht geht zutreffend davon aus, dass die für den Führerausweisentzug zuständige Behörde an die Sachverhaltsfeststellungen des Strafrichters gebunden ist und davon nur unter bestimmten von der Rechtsprechung bezeichneten Umständen abweichen darf ( BGE 124 II 103 E. 1c/aa; 123 II 97 E. 3c/aa; 121 II 214 E. 3a). Dem entspricht es, dass die Entzugsbehörde zu eigenen Sachverhaltsabklärungen nur verpflichtet ist, wenn klare Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Sachverhaltsfeststellungen im Strafurteil unrichtig sind ( BGE 119 Ib 158 E. 3c/aa; 103 Ib 101 E. 2b). Davon kann hier keine Rede sein, hat der Beschwerdeführer doch selbst die Sachlage so dargestellt, dass er das Postauto erst zum Stehen brachte, als er die Fussgängerin leicht touchiert hatte (vgl. seine Eingabe an die Motorfahrzeugkontrolle vom 29. November 2005). Seine spätere abweichende Darstellung, die Fussgängerin sei in das bereits stehende Fahrzeug hineingelaufen, musste die Administrativbehörden nicht mehr zu weiteren Abklärungen veranlassen. In rechtlicher Hinsicht ist ohne weiteres eine schwere Widerhandlung im Sinne von Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG gegeben. Wer das Vortrittsrecht einer von links kommenden Fussgängerin auf dem Fussgängerstreifen missachtet, sein Fahrzeug nicht mehr rechtzeitig zum Halten bringt und die Fussgängerin noch touchiert, begeht eine grobe Verletzung von Verkehrsregeln und schafft eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer. Die Mindestentzugsdauer beträgt hierbei drei Monate ( Art. 16c Abs. 2 lit. a SVG ). Sie kann auch nicht aus Gründen der beruflichen Notwendigkeit unterschritten werden ( Art. 16 Abs. 3 SVG ; BGE 132 II 234 E. 2.3).

3. Da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abzuweisen ist, trägt der Beschwerdeführer die bundesgerichtlichen Kosten ( Art. 156 Abs. 1 OG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht

im Verfahren nach Art. 36a OG :

1. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn sowie dem Departement des Innern des Kantons Solothurn und dem Bundesamt für Strassen Sekretariat Administrativmassnahmen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 28. Dezember 2006

Im Namen des Kassationshofes

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: