Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6A.70/2004 KI-generiert

Recidivism in Severe Speeding Case Upheld

Geschäftsnummer 6A.70/2004
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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A driver was caught exceeding the speed limit by 42 km/h on a highway, with a prior record of a similar infraction that had resulted in a license suspension. Consequently, the traffic authority revoked her driver's license for six months. The driver appealed this decision to a higher administrative body, which upheld the suspension. She then took her case to the Federal Tribunal, seeking a reassessment of her situation despite the legal framework indicating mandatory minimum suspension periods for repeat offenses within a specified time frame. The Tribunal ultimately found her appeal to be unfounded based on the evidence she provided regarding her dependency on a vehicle.

Legislator-Regeste

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Art. 16 Abs. 3 lit. a SVG, Art. 17 Abs. 1 lit. c SVG, Art. 101 lit. c OG, Art. 36a OG, Art. 64 BGG; Recidivism in Severe Speeding Case Upheld: Consequently, the traffic authority revoked her driver's license for six months. The driver appealed this decision to a higher administrative body, which upheld the suspension. She then took her case to the Federal Tribunal, seeking a reassessment of her situation despite the legal framework indicating mandatory minimum suspension periods for repeat offenses within a specified time frame. The Tribunal ultimately found her appeal to be unfounded based on the evidence she provided regarding her dependency on a vehicle.

Schlagwörter

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Strassenverkehrsrecht Führerausweisentzug übersetzte Geschwindigkeit Aussetzungsfrist Rückfall bei Straftaten wiederholtes Fahren im fahrunfähigen Zustand

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 64 BGG

Implied procedure for waiving court fees due to the appellant's financial situation, although the final order cites a procedural article from the old code (Art. 36a OG), the waiver of costs reflects procedural rules.

Art. 16 Abs. 3 lit. a SVG

Cited in the reasoning to confirm that the case concerns a severe traffic violation.

Art. 17 Abs. 1 lit. c SVG

Cited in the reasoning to establish the minimum duration for license withdrawal due to recidivism.

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Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (8)

603 2025 30 (2025-09-30) · fr
Appeal Against Speeding Suspension Execution Date
«…esures de retrait du permis de conduire. En vertu de l'art. 106 LCR, cette compétence relève des cantons (cf. arrêts TF 6A.70/2004 du 2 novembre 2004 consid. 2; 6A.9/2004 du 23 avril 2004 consid. 1). Conformément aux buts préventif et éducatif de la…»
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«…Wann der Führerausweis abgegeben werden muss, ist von der zuständigen kantonalen Behörde anzuordnen (Urteile BGer 6A.70/2004 vom 2. November 2004 E. 2; 6A.9/2004 vom 23. April 2004 E. 1; BUSSY/RUSCONI, Code suisse de la circulation routière, 20…»
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Probationary Driver Suspension Upheld Due to Prior Infractions
«…vertu de l'art. 106 LCR, relèvent fondamentalement de la compétence des autorités désignées par les cantons (arrêts TF 6A.70/2004 du 2 novembre 2004 consid. 2; 6A.9/2004 du 23 avril 2004 consid. 1; BUSSY/RUSCONI, Commentaire LCR, Intro, art. 16 ss L…»
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«…outière (LCR; RS 741.01), relèvent fondamentalement de la compétence des autorités désignées par les cantons (arrêts TF 6A.70/2004 du 2 novembre 2004 consid. 2; 6A.9/2004 du 23 avril 2004 consid. 1; BUSSY/RUSCONI, Intro art. 16 ss LCR, n. 7). Le ret…»
603 2019 146 (2020-06-02) · fr
License Suspension Upheld for Speeding Recidivism
«…vertu de l'art. 106 LCR, relèvent fondamentalement de la compétence des autorités désignées par les cantons (arrêts TF 6A.70/2004 du 2 novembre 2004 consid. 2; 6A.9/2004 du 23 avril 2004 consid. 1; BUSSY/RUSCONI, Intro. art. 16ss LCR, n. 7); qu'au…»
603 2020 34 (2020-04-27) · fr
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«….1. Wann der Führerausweis abgegeben werden muss, ist von der zuständigen kantonalen Behörde anzuordnen (Urteile BGer 6A.70/2004 vom 2. November 2004 E. 2; 6A.9/2004 vom 23. April 2004 E. 1; BUSSY/RUSCONI, Code suisse de la circulation routière, 20…»
603 2018 2 (2018-05-25) · fr
Appeal Against Driver's License Suspension for Speeding and Double Jeopardy Claim
«…vertu de l’art. 106 LCR, relèvent fondamentalement de la compétence des autorités désignées par les cantons (arrêts TF 6A.70/2004 du 2 novembre 2004 consid. 2; 6A.9/2004 du 23 avril 2004 consid. 1; BUSSY/RUSCONI, Code suisse de la circulation routiè…»
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«…talement de la compétence des autorités désignées Tribunal cantonal TC Page 5 de 6 par les cantons (arrêts TF 6A.70/2004 du 2 novembre 2004 consid. 2; 6A.9/2004 du 23 avril 2004 consid. 1; BUSSY/RUSCONI, Intro. art. 16ss LCR, n. 7); qu'au…»

Volltext

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6A.70/2004 /gnd

Urteil vom 2. November 2004

Kassationshof

Besetzung

Bundesrichter Schneider, Präsident,

Bundesrichter Wiprächtiger, Kolly,

Gerichtsschreiber Monn.

Parteien

X.________, Beschwerdeführerin,

gegen

Rekurskommission für Strassenverkehrssachen des Kantons Thurgau, Postfach 319, 8570 Weinfelden.

Gegenstand

Entzug des Führerausweises (Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit),

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid der Rekurskommission für Strassenverkehrssachen des Kantons Thurgau vom 8. September 2003.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1. X.________ lenkte am 16. November 2002 einen Personenwagen auf der Autobahn bei Hegnau mit einer Geschwindigkeit von 122 km/h. Sie überschritt die am fraglichen Ort zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h um 42 km/h. Bereits im Jahre 2001 war ihr der Führerausweis wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung entzogen worden.

Mit Verfügung vom 12. Juni 2003 entzog ihr das Strassenverkehrsamt des Kantons Thurgau den Führerausweis für sechs Monate. Einen dagegen gerichteten Rekurs wies die Rekurskommission für Strassen-verkehrssachen des Kantons Thurgau mit Endentscheid vom 8. Sep-tember 2003 ab.

X.________ wendet sich mit "Berufung" an das Bundesgericht und beantragt, "nochmals die Situation neu zu beurteilen". Da gegen einen Führerausweisentzug keine Berufung möglich ist, ist die Eingabe als Verwaltungsgerichtsbeschwerde entgegenzunehmen.

2. Es ist unbestritten, dass es im vorliegenden Fall um eine schwere Verkehrsregelverletzung im Sinne von Art. 16 Abs. 3 lit. a SVG geht. Die Dauer des Entzugs beträgt mindestens sechs Monate, wenn dem Fahrzeuglenker der Ausweis wegen einer Widerhandlung entzogen werden muss, die er innert zwei Jahren seit Ablauf des letzten Entzuges begangen hat ( Art. 17 Abs. 1 lit. c SVG ).

Es kann letztlich offen bleiben, ob bei der hier in Frage stehenden Variante von Art. 17 Abs. 1 lit. c SVG eine Reduktion der gesetzlichen Mindestentzugsdauer von sechs Monaten grundsätzlich überhaupt möglich ist (vgl. angefochtener Entscheid S. 5 unten). Das Bundes-gericht hat jedenfalls in einem analogen und nicht publizierten Fall erkannt, dass eine gesetzliche Minimalentzugsdauer mit Rücksicht auf das Kriterium der Angewiesenheit eines Betroffenen auf ein Fahrzeug nur restriktiv unterschritten werden darf (Urteil 6A.51/2003 vom 15. Oktober 2003 E. 6). Im vorliegenden Fall wurde die Beschwerde-führerin nur etwas mehr als ein Jahr nach einem früheren Führer-ausweisentzug wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung in schwerwiegender Weise rückfällig. Unter diesen Umständen war die Vorinstanz nicht verpflichtet, wegen der angeblichen Angewiesenheit der Beschwerdeführerin auf ein Fahrzeug auf einen Ausweisentzug von weniger als sechs Monaten zu erkennen.

Dazu kommt, dass die Vorinstanz bemängelte, die Beschwerdeführerin habe ihr Vorbringen nicht belegt (angefochtener Entscheid S. 5 unten). Auch vor Bundesgericht macht sie nur geltend, die "mehrere Kilo wiegende Ware" könne "vernünftigerweise nur mit einem Auto transportiert werden" (Beschwerde S. 1). Mit derart summarischen Behauptungen kann nicht nachgewiesen werden, dass die betroffene Person auf ein Auto angewiesen ist.

Was die Beschwerdeführerin sonst noch vorbringt (vgl. Beschwerde S. 2), dringt ebenfalls nicht durch. Zum einen gibt es in der Schweiz einen Führerausweisentzug "auf Bewährung" nicht. Und zum anderen betrifft der Abgabetermin die Vollstreckung der Administrativ-massnahme, und insoweit ist eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde von vornherein unzulässig ( Art. 101 lit. c OG ).

Die Beschwerde ist als offensichtlich unbegründet abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.

3. Angesichts der finanziellen Lage der Beschwerdeführerin kann auf eine Kostenauflage verzichtet werden.

Demnach erkennt das Bundesgericht im Verfahren nach Art. 36a OG :

1. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin und der Rekurskommission für Strassenverkehrssachen des Kantons Thurgau sowie dem Strassenverkehrsamt des Kantons Thurgau und dem Bundesamt für Strassen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. November 2004

Im Namen des Kassationshofes

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: