Correction of Judgment Regarding Procedural Costs
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a correction request concerning a previous Swiss Federal Tribunal decision (5A_79/2022) dated November 16, 2022. The applicant, represented by their attorney, sought to amend a clerical error in the judgment's dispositive section, which incorrectly stated the party responsible for paying compensation in the federal court proceedings. Originally, the judgment misassigned the order for compensation, requiring the stockholders' community to compensate the applicant, when in fact, it was meant to be vice versa, as argued by the applicant's legal representative. The request for correction was made following the discovery that, due to an apparent editorial error, there was an inconsistency between the reasoning and the dispositive of the Federal Tribunal's decision.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 68 Abs. 1 BGG, Art. 129 Abs. 1 BGG, Art. 64 LTF; Correction of Judgment Regarding Procedural Costs: The applicant, represented by their attorney, sought to amend a clerical error in the judgment's dispositive section, which incorrectly stated the party responsible for paying compensation in the federal court proceedings. Originally, the judgment misassigned the order for compensation, requiring the stockholders' community to compensate the applicant, when in fact, it was meant to be vice versa, as argued by the applicant's legal representative. The request for correction was made following the discovery that, due to an apparent editorial error, there was an inconsistency between the reasoning and the dispositive of the Federal Tribunal's decision.
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KI-generiertCited as the basis for the Federal Tribunal's authority to correct the previous judgment due to an editing mistake.
Cited as the legal basis for awarding compensation to the applicant from the Federal Treasury.
The correction modified the application of these costs provisions by rectifying the parties liable for compensation.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
5G_1/2023
Urteil vom 2. März 2023
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Herrmann, Präsident,
Bundesrichter von Werdt, Schöbi,
Gerichtsschreiber Monn.
Verfahrensbeteiligte
B.________,
vertreten durch Rechtsanwältin Martina Gorfer,
Gesuchstellerin,
gegen
Stockwerkeigentümergemeinschaft A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Marc E. Wieser,
Gesuchsgegnerin.
Gegenstand
Gesuch um Berichtigung des Urteils des Schweizerischen Bundesgerichts 5A_79/2022 vom 16. November 2022.
Nach Einsicht
in das Schreiben vom 22. Januar 2023, mit dem die Gesuchstellerin sinngemäss beantragt, das Urteil 5A_79/2022 vom 16. November 2022 zu berichtigen;
in das Urteil 5A_79/2022, in welchem das Bundesgericht ausführt, die dortige Beschwerdeführerin habe die damalige Beschwerdegegnerin angesichts des Verfahrensausgangs gestützt auf Art. 68 Abs. 1 BGG für das bundesgerichtliche Verfahren zu entschädigen (Erwägung 4), und in Ziffer 3 des Urteilsdispositivs darauf erkennt, dass "die Beschwerdegegnerin... die Beschwerdeführerin für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 4'241.-- zu entschädigen" habe;
in Erwägung,
dass das Bundesgericht auf schriftliches Gesuch einer Partei oder von Amtes wegen die Erläuterung oder Berichtigung eines bundesgerichtlichen Entscheids vornimmt, wenn sein Dispositiv unklar, unvollständig oder zweideutig ist, wenn seine Bestimmungen untereinander oder mit der Begründung im Widerspruch stehen oder wenn es Redaktions- oder Rechnungsfehler enthält ( Art. 129 Abs. 1 BGG );
dass im Verfahren 5A_79/2022 die Gesuchsgegnerin die Beschwerdeführerin war und die Gesuchstellerin als Beschwerdegegnerin auftrat;
dass die Gesuchstellerin deshalb zu Recht darauf hinweist, gemäss Ziffer 3 des Dispositivs des Urteils 5A_79/2022 habe nicht die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin, sondern die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin eine Entschädigung zu leisten;
dass wegen dieses offensichtlichen Redaktionsfehlers zwischen dem Dispositiv und der Urteilsbegründung des bundesgerichtlichen Urteils 5A_79/2022 eine Ungereimtheit besteht, weshalb das Berichtigungsgesuch gutzuheissen und Ziffer 3 des besagten Urteils im beantragten Sinn zu berichtigen ist;
dass bei diesem Ausgang des Gesuchsverfahrens auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten und der Gesuchstellerin eine Entschädigung auszurichten ist;
dass der Gesuchsgegnerin, die sich zum Berichtigungsgesuch nicht vernehmen liess, keine Entschädigung geschuldet ist;
erkennt das Bundesgericht:
1. Das Gesuch um Berichtigung wird gutgeheissen. Ziffer 3 des Urteils 5A_79/2022 vom 16. November 2022 wird wie folgt berichtigt:
Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerin für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 4'241.-- zu entschädigen.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben
3. Die Gesuchstellerin wird für das bundesgerichtliche Verfahren aus der Bundesgerichtskasse mit Fr. 500.-- entschädigt.
4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht von Graubünden, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 2. März 2023
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Herrmann
Der Gerichtsschreiber: Monn