Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5F_20/2021 KI-generiert

Condominium Owners' Association v. Federal Supreme Court (Revision Regarding Cost Advance for Appeal)

Geschäftsnummer 5F_20/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a condominium owners' association that filed a constitutional complaint with the Swiss Federal Tribunal against a decision made by the Zurich Cantonal Court concerning a condo-related matter. The association failed to pay the required court advance payment despite being given two deadlines, the second being explicitly marked as the final one. Consequently, the Federal Tribunal did not proceed with the case. Subsequently, the association petitioned for a revision of this decision, claiming that the non-admission decision was made erroneously without proper notice about the consequences of not meeting the deadline, as required by law. The association sought to have the initial complaint reviewed substantively, arguing that the non-admission was due to oversight.

Legislator-Regeste

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Art. 121 lit. d BGG, Art. 62 Abs. 3 Satz, Art. 61 BGG, Art. 62 Abs. 3 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Condominium Owners' Association v. Federal Supreme Court (Revision Regarding Cost Advance for Appeal): The association failed to pay the required court advance payment despite being given two deadlines, the second being explicitly marked as the final one. Consequently, the Federal Tribunal did not proceed with the case. Subsequently, the association petitioned for a revision of this decision, claiming that the non-admission decision was made erroneously without proper notice about the consequences of not meeting the deadline, as required by law. The association sought to have the initial complaint reviewed substantively, arguing that the non-admission was due to oversight.

Schlagwörter

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Rechtskraft Kostenvorschuss Revision eines Entscheids Stockwerkeigentum Beschwerdelegitimation Zutrittsrecht im Sachenrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 Abs. 1 BGG

The Tribunal imposed the court costs on the applicant based on this provision due to the rejection of the revision application.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5F_20/2021

Urteil vom 30. August 2021

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Herrmann, Präsident,

Bundesrichter von Werdt, Bovey,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

Stockwerkeigentümergemeinschaft A.________,

vertreten durch Rechtsanwalt Robert Hadorn,

Gesuchstellerin,

gegen

B.________,

vertreten durch Rechtsanwalt Albert Romero,

Gesuchsgegner.

Gegenstand

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 5D_101/2021 vom 13. Juli 2021.

Sachverhalt:

Gegen ein Urteil des Obergerichtes des Kantons Zürich vom 30. März 2021 betreffend eine Stockwerkangelegenheit erhob die rubrizierte Gesuchstellerin am 11. Mai 2021 beim Bundesgericht eine subsidiäre Verfassungsbeschwerde (Verfahren 5D_101/2021). Trotz zweimaliger Gewährung einer Nachfrist, wobei die zweite Erstreckung ausdrücklich als letztmalig bezeichnet worden war, leistete die Gesuchstellerin den Kostenvorschuss nicht. Zwei Wochen nach unbenutztem Verstreichen trat das Bundesgericht auf die Beschwerde nicht ein.

Mit Eingabe vom 23. August 2021 verlangt die Gesuchstellerin die Revision dieses Urteils und die materielle Behandlung der seinerzeitigen Beschwerde.

Erwägungen:

1. Geltend gemacht wird der Revisionsgrund von Art. 121 lit. d BGG . Die Behauptung der Gesuchstellerin geht dahin, es sei ein Nichteintretensentscheid gefällt worden, ohne dass eine Nachfrist im Sinn von Art. 62 Abs. 3 Satz 3 BGG angesetzt worden wäre, da nie der Fall der Säumnis bzw. das Nichteintreten im Fall des Nichtleistens angedroht worden sei. Mithin sei aus einem Versehen auf die Beschwerde nicht eingetreten worden.

2. Der Revisionsgrund von Art. 121 lit. d BGG ist nicht gegeben. Das Bundesgericht hat im Verfahren 5A_101/2021 bewusst einen Nichteintretensentscheid gefällt und es liegt mithin kein Versehen vor. Es wird letztlich eine erneute Beurteilung verlangt, was aber nicht Gegenstand einer Revision sein kann, weil diesbezüglich die Rechtskraftwirkung von Art. 61 BGG greift (vgl. BGE 96 I 270 E. 3 S. 280; Urteil 5P.184/2003 vom 16. Mai 2003 E. 2). Im Übrigen trifft zwar zu, dass die Konsequenz des Nichteintretens nicht explizit angedroht wurde. Dies ist aber nach Art. 62 Abs. 3 BGG auch nicht erforderlich; die betreffende Folge ergibt sich vielmehr ex lege.

3. Nach dem Gesagten ist das Revisionsgesuch abzuweisen. Die Gerichtskosten sind bei diesem Verfahrensausgang der Gesuchstellerin aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Das Revisionsgesuch wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Gesuchstellerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 30. August 2021

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Herrmann

Der Gerichtsschreiber: Möckli