Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5F_16/2023 KI-generiert

Revision of Denial of Constitutional Complaint Regarding Cost Advance Non-Entry in Debt Collection Proceedings

Geschäftsnummer 5F_16/2023
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a request for revision by an applicant against a decision of the Swiss Federal Tribunal related to a debt enforcement action initiated by the Canton of Basel-Stadt. The original decision, made by the Basel-Stadt Civil Court, granted the Canton a definitive legal opening for a debt collection against the applicant for CHF 898.15, plus interest and fees. The applicant's subsequent legal challenges included an appeal against the cost advance order during the cantonal appeal process, which was dismissed by the Federal Tribunal due to the applicant's failure to pay the required advance. The Appellationsgericht also did not consider the appeal due to non-payment of the cost advance, a decision that was upheld by the Federal Tribunal on June 7, 2023, when it did not admit the applicant's new complaint. The applicant filed another revision request against this tribunal ruling on July 4, 2023, contesting various aspects of the cantonal procedure and seeking to revisit the underlying substantive matter, which the Federal Tribunal again decided not to admit.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Revision of Denial of Constitutional Complaint Regarding Cost Advance Non-Entry in Debt Collection Proceedings: The original decision, made by the Basel-Stadt Civil Court, granted the Canton a definitive legal opening for a debt collection against the applicant for CHF 898.15, plus interest and fees. The applicant's subsequent legal challenges included an appeal against the cost advance order during the cantonal appeal process, which was dismissed by the Federal Tribunal due to the applicant's failure to pay the required advance. The Appellationsgericht also did not consider the appeal due to non-payment of the cost advance, a decision that was upheld by the Federal Tribunal on June 7, 2023, when it did not admit the applicant's new complaint. The applicant filed another revision request against this tribunal ruling on July 4, 2023, contesting various aspects of the cantonal procedure and seeking to revisit the underlying substantive matter, which the Federal Tribunal again decided not to admit.

Schlagwörter

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Revision eines Entscheids Inkasso Verfassungsänderung Kostenvorschuss Verfassungsbeschwerde im Ausland prozessuale Einreden

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Cited implicitly in the reasoning (in point 2) explaining the basis for non-entry into the merits of the previous constitutional appeal, which forms the basis for the current decision's non-entry ruling (point 1).

Art. 66 Abs. 1 BGG

Applied to impose the court costs on the applicant following the non-entry into the merits of the revision application.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5F_16/2023

Urteil vom 18. Juli 2023

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Herrmann, Präsident,

Bundesrichterin Escher, Bundesrichter Schöbi,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Gesuchstellerin,

gegen

Kanton Basel-Stadt, vertreten durch die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Stadt, Fischmarkt 10, Postfach, 4001 Basel,

Gesuchsgegner.

Gegenstand

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 5D_77/2023 vom 7. Juni 2023.

Sachverhalt:

Mit Entscheid vom 20. September 2022 erteilte das Zivilgericht Basel-Stadt dem Kanton Basel-Stadt in der gegen die Gesuchstellerin eingeleiteten Betreibung Nr. xxx des Betreibungsamtes Basel-Stadt die definitive Rechtsöffnung für Fr. 898.15 nebst Zins und Gebühren.

Gegen die Kostenvorschussverfügung im kantonalen Beschwerdeverfahren erhob die Gesuchstellerin Beschwerde, auf welche das Bundesgericht nicht eintrat (Urteil 5D_33/2023; sodann Nichteintreten auf das Revisionsgesuch mit Urteil 5F_7/2023).

Mit Entscheid vom 17. April 2023 trat das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt auf die kantonale Beschwerde mangels Leistung des Kostenvorschusses nicht ein. Auf die hiergegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil 5D_77/2023 vom 7. Juni 2023 nicht ein.

In Bezug auf das Urteil 5D_77/2023 hat die Gesuchstellerin am 4. Juli 2023 (Postaufgabe 5. Juli 2023) erneut ein Revisionsgesuch eingereicht.

Erwägungen:

1. Die Revision eines Bundesgerichtsurteils kann nur aus einem in Art. 121 ff. BGG abschliessend genannten Revisionsgrund verlangt werden, wobei dieser in der Gesuchsbegründung in gedrängter Form darzulegen ist ( Art. 42 Abs. 2 BGG ; Urteil 5F_36/2022 vom 29. November 2022 E. 3 m.w.H.). Die Revision dient nicht dazu, die Rechtslage erneut zu diskutieren und inhaltlich eine Wiedererwägung des ergangenen bundesgerichtlichen Urteils zu verlangen (Urteil 5F_36/2022 vom 29. November 2022 E. 3 m.w.H.).

2. Das Bundesgericht ist im zu revidierenden Urteil auf die subsidiäre Verfassungsbeschwerde der Gesuchstellerin nicht eingetreten, weil im Kontext mit dem Nichteintretensentscheid des Appellationsgerichtes keine Verfassungsverletzungen geltend gemacht worden sind und deshalb die Eingabe offensichtlich unbegründet geblieben ist ( Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ). Im Revisionsgesuch werden diesbezüglich keine Revisionsgründe angeführt und es sind auch keine ersichtlich. Vielmehr erhebt die Gesuchstellerin verschiedene Rügen in Bezug auf das kantonale Verfahren und insbesondere möchte sie die der Rechtsöffnung zugrunde liegende materielle Angelegenheit zur Diskussion stellen. Hierfür steht die Revision nicht offen.

3. Nach dem Gesagten bleibt das Revisionsgesuch unbegründet und es ist darauf nicht einzutreten. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten der Gesuchstellerin aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Gesuchstellerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt mitgeteilt.

Lausanne, 18. Juli 2023

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Herrmann

Der Gerichtsschreiber: Möckli