Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5F_12/2021 KI-generiert

Request for Revision of Divorce Protective Measures Judgment Dismissed on Cost and Indigence Grounds

Geschäftsnummer 5F_12/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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In an application for a revision of a Swiss Federal Tribunal decision issued on February 10, 2021, the applicant, A.________, challenged the tribunal's ruling in an Eheeschutzverfahren (marital protection proceeding), which had dismissed his appeal and denied his request for free legal aid, imposing court costs of CHF 4,000 on him. A.________ sought to have these costs reduced to CHF 1,500, claiming that the court overlooked his need for social assistance. Additionally, he requested free legal aid for the revision proceedings. The applicant argued the tribunal erred under Art. 121 lit. d BGG, suggesting a mistake had occurred due to the high court fees given his financial situation. However, the tribunal had noted the applicant's extensive and complex litigation approach in the original proceedings, which spanned over 20 pages and involved multiple legal requests, contributing to the court costs. The appeal for legal aid was initially denied due to the lack of prospects for success, which also precluded the examination of financial indigence affecting court costs.

Legislator-Regeste

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Art. 61 BGG, Art. 121 lit. d BGG, Art. 64 Abs. 1 BGG, Art. 66 al. 1 LTF; Request for Revision of Divorce Protective Measures Judgment Dismissed on Cost and Indigence Grounds: A.________ sought to have these costs reduced to CHF 1,500, claiming that the court overlooked his need for social assistance. Additionally, he requested free legal aid for the revision proceedings. The applicant argued the tribunal erred under Art. 121 lit. d BGG, suggesting a mistake had occurred due to the high court fees given his financial situation. However, the tribunal had noted the applicant's extensive and complex litigation approach in the original proceedings, which spanned over 20 pages and involved multiple legal requests, contributing to the court costs. The appeal for legal aid was initially denied due to the lack of prospects for success, which also precluded the examination of financial indigence affecting court costs.

Schlagwörter

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Revision eines Entscheids Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege Scheidungsverfahren Komplexität des Verfahrens Bedürftigkeit Herabsetzung der Verfahrenskosten

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 64 Abs. 1 BGG

The application for legal aid in the revision proceedings was denied based on the lack of substantive requirements.

Art. 66 al. 1 LTF

The court imposed court costs on the applicant because the revision application was dismissed.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5F_12/2021

Urteil vom 22. April 2021

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Herrmann, Präsident,

Bundesrichter Schöbi, Bovey,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Gesuchsteller,

gegen

B.________,

vertreten durch Rechtsanwältin Melissa V. Weissmann,

Gesuchsgegnerin.

Gegenstand

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 5A_962/2020 vom 10. Februar 2021.

Sachverhalt:

Im Rahmen des Eheschutzverfahrens gelangte A.________ an das Bundesgericht, welches seine Beschwerde mit Urteil 5A_962/2020 vom 10. Februar 2021 abwies, soweit es darauf eintrat; es wies auch dessen Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab und auferlegte ihm die Verfahrenskosten von Fr. 4'000.--.

Mit Revisionsgesuch vom 12. April 2021 verlangt A.________, die Gerichtskosten im Verfahren 5A_962/2020 seien auf Fr. 1'500.-- festzusetzen. Ferner ersucht er für das Revisionsverfahren um unentgeltliche Rechtspflege.

Erwägungen:

1. Ein bundesgerichtliches Urteil erwächst mit seiner Ausfällung in Rechtskraft ( Art. 61 BGG ) und kann nur aus einem der in Art. 121 ff. BGG abschliessend aufgezählten Revisionsgründe aufgehoben werden.

2. Der Gesuchsteller macht geltend, es sei davon auszugehen, dass das Bundesgericht angesichts der Höhe der auferlegten Gerichtskosten aus Versehen seine Sozialhilfebedürftigkeit übersehen habe. Er ruft damit sinngemäss den Revisionsgrund von Art. 121 lit. d BGG an.

3. Indes liegt kein Versehen vor. Wie das über 20-seitige Bundesgerichtsurteil zeigt, hat der Gesuchsteller das Beschwerdeverfahren ausserordentlich aufwendig geführt, indem sich die gestellten Rechtsbegehren auf fast zwei Seiten erstreckten und nebst der eine Vielzahl von Sachpunkten betreffenden Beschwerde auch diverse Gesuche (aufschiebende Wirkung, vorsorgliche Massnahmen, unentgeltliche Rechtspflege, Ausstand) zu behandeln waren. Im Übrigen verkennt der Beschwerdeführer, dass eine allfällige Prozessarmut keinen Einfluss auf die Höhe der Gerichtskosten hat und das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit abgewiesen, mithin die Prozessarmut nicht geprüft wurde.

4. Nach dem Gesagten ist das Revisionsgesuch abzuweisen und konnte diesem von Anfang an kein Erfolg beschieden sein, weshalb es auch vorliegend wiederum an den materiellen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt ( Art. 64 Abs. 1 BGG ) und das entsprechende Gesuch abzuweisen ist.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Das Revisionsgesuch wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug, II. Zivilabteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. April 2021

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Herrmann

Der Gerichtsschreiber: Möckli