Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5D_92/2020 KI-generiert

Federal Supreme Court: Inadmissibility of Appeal Regarding Cost Compensation in Interim Decision Remand

Geschäftsnummer 5D_92/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a legal dispute in which an individual challenged a decision by the court to grant a party, representing the state, the definitive collection of a debt amounting to CHF 350 plus interest and CHF 50. The initial decision was made by the court at Bucheggberg-Wasseramt, and the individual subsequently appealed to the Cantonal Court of Solothurn. The Cantonal Court partially upheld her appeal, citing a breach of her right to be heard and remanded the case for further assessment, without awarding any costs or compensation. Dissatisfied with this outcome, the individual appealed to the Swiss Federal Tribunal, contesting the lack of compensation awarded in the previous ruling. However, the appeal primarily concerning court costs and compensation does not meet the criteria for a civil appeal based on the financial threshold or a significant legal question, thus the Federal Tribunal concluded that the appeal was inadmissible.

Legislator-Regeste

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Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 117 i.V.m, Art. 92 BGG, Art. 93 BGG; Federal Supreme Court: Inadmissibility of Appeal Regarding Cost Compensation in Interim Decision Remand: The initial decision was made by the court at Bucheggberg-Wasseramt, and the individual subsequently appealed to the Cantonal Court of Solothurn. The Cantonal Court partially upheld her appeal, citing a breach of her right to be heard and remanded the case for further assessment, without awarding any costs or compensation. Dissatisfied with this outcome, the individual appealed to the Swiss Federal Tribunal, contesting the lack of compensation awarded in the previous ruling. However, the appeal primarily concerning court costs and compensation does not meet the criteria for a civil appeal based on the financial threshold or a significant legal question, thus the Federal Tribunal concluded that the appeal was inadmissible.

Schlagwörter

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Umtriebsentschädigung (definitive Rechtsöffnung) Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids Vollstreckungsentscheid Anspruch auf rechtliches Gehör Verletzung von Parteirechten Einrede der Verfassungswidrigkeit Eilvorabentscheidungsverfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG

The appeal was dismissed by the presiding judge in the simplified procedure because it was manifestly inadmissible.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The court decided to waive the collection of court costs as an exception.

Art. 93 BGG

The appeal was deemed inadmissible because it concerned an interlocutory decision (return to the lower court) and did not meet the requirements for immediate appeal under Art. 93 BGG.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5D_92/2020

Urteil vom 29. Mai 2020

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Zingg.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Staat Solothurn,

vertreten durch die Zentrale Gerichtskasse, Amthaus 2, Postfach 157, 4502 Solothurn,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Umtriebsentschädigung (definitive Rechtsöffnung),

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn, Zivilkammer, vom 14. April 2020 (ZKBES.2020.40).

Erwägungen:

1. Mit Urteil vom 17. Februar 2020 erteilte das Richteramt Bucheggberg-Wasseramt dem Beschwerdegegner gegenüber der Beschwerdeführerin in der Betreibung Nr. xxx des Betreibungsamtes Region Solothurn definitive Rechtsöffnung für Fr. 350.-- nebst Zins und Fr. 50.--.

Dagegen erhob die Beschwerdeführerin am 9. März 2020 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Solothurn. Mit Urteil vom 14. April 2020 hiess das Obergericht die Beschwerde wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs teilweise gut, soweit es darauf eintrat. Das Urteil des Richteramts hob es auf und wies die Sache zu neuer Beurteilung des Rechtsöffnungsgesuchs an das Richteramt zurück. Es erhob keine Kosten und sprach keine Entschädigung zu.

Gegen dieses Urteil hat die Beschwerdeführerin am 20. Mai 2020 (Postaufgabe) Beschwerde an das Bundesgericht erhoben.

2. Der Streitwert erreicht den für eine Beschwerde in Zivilsachen erforderlichen Betrag von Fr. 30'000.-- nicht ( Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG ). Die Beschwerdeführerin beruft sich zwar am Rande auf das Vorliegen einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung ( Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG ), doch begründet sie dies entgegen Art. 42 Abs. 2 BGG nicht und Entsprechendes ist auch nicht ersichtlich. Die Eingabe ist als subsidiäre Verfassungsbeschwerde entgegenzunehmen ( Art. 113 ff. BGG ).

Die Beschwerdeführerin stellt einzig Anträge hinsichtlich der verweigerten Entschädigung. Sie übt zwar teilweise Kritik am Verfahren insgesamt bzw. an der Rechtsöffnung, stellt jedoch die Rückweisung an das Richteramt als solche nicht in Frage. Demnach ist einzig die verweigerte Entschädigung Gegenstand des bundesgerichtlichen Verfahrens.

Das angefochtene Urteil ist ein Rückweisungsentscheid und damit ein Zwischenentscheid ( BGE 144 III 253 E. 1.3 und 1.4 S. 253 ff.). Dies gilt auch für die darin enthaltene Entschädigungsregelung für das obergerichtliche Verfahren ( BGE 135 III 329 E. 1.2 S. 331). Da kein Anwendungsfall von Art. 117 i.V.m. Art. 92 BGG vorliegt, ist die Beschwerde an das Bundesgericht nur unter den restriktiven Voraussetzungen von Art. 117 i.V.m. Art. 93 BGG zulässig. Vorliegend fällt einzig die Variante von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG in Betracht, d.h. die Beschwerde ist nur zulässig, wenn der angefochtene Zwischenentscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken könnte. Nach der Rechtsprechung bewirkt jedoch die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen in einem Zwischenentscheid für sich allein keinen solchen Nachteil ( BGE 135 III 329 E. 1.2 S. 331 ff.; 138 III 94 E. 2.3 S. 95 f.; 143 III 416 E. 1.3 S. 419). Die Partei, die sich durch die Kosten- und Entschädigungsregelung im Zwischenentscheid verletzt fühlt, kann diesen Punkt zusammen mit dem Endentscheid gemäss Art. 93 Abs. 3 BGG anfechten oder, wenn der Endentscheid in der Sache nicht in Frage gestellt wird, sobald dieser ergangen ist ( BGE 143 III 290 E. 1.3 S. 294; 143 III 416 E. 1.3 S. 419).

Die Beschwerde ist damit offensichtlich unzulässig. Auf sie ist im vereinfachten Verfahren durch das präsidierende Mitglied der Abteilung nicht einzutreten (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG ).

3. Es rechtfertigt sich ausnahmsweise, auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 29. Mai 2020

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Escher

Der Gerichtsschreiber: Zingg