Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5D_9/2021 KI-generiert

Subsidiary constitutional complaint against definitive debt collection for tax fine—same tax period dispute rejected as tardy and insufficiently substantiated under Art. 117, 106 Abs. 2 BGG.

Geschäftsnummer 5D_9/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court dismissed the complainant's constitutional challenge and did not enter into the merits of the case, thereby leaving the lower court rulings in force that granted the respondent definitive debt collection (definitive Rechtsöffnung) for a tax fine and fees of CHF 260 plus costs. The dispute arose from the complainant's appeal against a debt collection order based on a tax assessment for the 2019 tax period, which the complainant argued was the same matter as another pending case. The Court held that the submission, treated as a subsidiary constitutional complaint due to the low amount in dispute (Art. 74 BGG), lacked the required precise argumentation of a constitutional violation under Art. 116 and Art. 106 para. 2 BGG, as the complainant merely repeated his position without addressing the lower court's reasoning that the case concerned a different tax year, and his new allegations were inadmissible as tardy. The Court ordered the complainant to bear the CHF 500 court costs.

Legislator-Regeste

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Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG, Art. 116 BGG, Art. 117 i.V.m, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 99 Abs. 1 BGG; Subsidiary constitutional complaint against definitive debt collection for tax fine—same tax period dispute rejected as tardy and insufficiently substantiated under Art. 117, 106 Abs. 2 BGG: The dispute arose from the complainant's appeal against a debt collection order based on a tax assessment for the 2019 tax period, which the complainant argued was the same matter as another pending case. The Court held that the submission, treated as a subsidiary constitutional complaint due to the low amount in dispute (Art. 74 BGG), lacked the required precise argumentation of a constitutional violation under Art. 116 and Art. 106 para. 2 BGG, as the complainant merely repeated his position without addressing the lower court's reasoning that the case concerned a different tax year, and his new allegations were inadmissible as tardy. The Court ordered the complainant to bear the CHF 500 court costs.

Schlagwörter

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Definitive Rechtsöffnung Steuervollstreckung Verletzung von Verfahrensrechten Streitwert Veranlagungsverfahren Gemeindesteuern ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Used to declare the constitutional complaint inadmissible due to lack of sufficient reasoning.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Imposed the court costs on the complainant.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5D_9/2021

Urteil vom 1. Februar 2021

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Zingg.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Kanton Bern,

vertreten durch die Steuerverwaltung des Kantons Bern, Inkassostelle, Region Oberland, Allmendstrasse 18, 3602 Thun,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Definitive Rechtsöffnung,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, vom 8. Dezember 2020 (RT200161-O/U).

Erwägungen:

1. Mit Urteil vom 2. Oktober 2020 (EB200262-G) erteilte das Bezirksgericht Meilen dem Beschwerdegegner gegenüber dem Beschwerdeführer in der Betreibung Nr. xxx des Betreibungsamtes Pfannenstiel definitive Rechtsöffnung für Fr. 260.-- (Busse und Gebühren) sowie Kosten und Entschädigung. Als Rechtsöffnungstitel diente die Veranlagungsverfügung und Schlussabrechnung betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2019 vom 5. November 2019.

Gegen das Rechtsöffnungsurteil erhob der Beschwerdeführer am 19. Oktober 2020 "Rekurs". Mit Urteil vom 8. Dezember 2020 wies das Obergericht des Kantons Zürich die Beschwerde ab.

Gegen dieses Urteil hat der Beschwerdeführer am 8. Januar 2021 "Rekurs" an das Bundesgericht erhoben.

2. Aufgrund des unter Fr. 30'000.-- liegenden Streitwerts ( Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG ) und mangels Vorliegens einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung ( Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG ) ist die als "Rekurs" bezeichnete Eingabe als subsidiäre Verfassungsbeschwerde entgegenzunehmen ( Art. 113 ff. BGG ). Mit ihr kann einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden ( Art. 116 BGG ). Verfassungsrügen müssen gemäss dem strengen Rügeprinzip von Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG in der Beschwerde präzise vorgebracht und begründet werden. Dies bedeutet, dass anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen ( BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399; 142 III 364 E. 2.4 S. 368).

3. Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen verfassungsmässige Rechte verstossen soll. Er wiederholt bloss seinen Standpunkt, es gehe vorliegend um dieselbe Sache wie in einem anderen Verfahren. Dabei macht er geltend, er habe vor Obergericht irrtümlich das falsche Verfahren erwähnt (EB200104 statt korrekterweise EB200105). Hinsichtlich des Verfahrens EB200105 behauptet er, es gehe um die Versteuerung seines Einkommens aus dem Jahr 2018. Abgesehen davon, dass die Behauptung verspätet ist (Art. 117 i.V.m. Art. 99 Abs. 1 BGG ), befasst er sich nicht mit der obergerichtlichen Erwägung, dass es im vorliegenden Verfahren um die Steuerperiode 2019 geht. Soweit er geltend macht, es seien vor Bezirks- und Obergericht keine Vernehmlassungen eingeholt worden, übergeht er, dass er sich vor Bezirksgericht geäussert hat. Durch den Umstand, dass das Obergericht vom Beschwerdegegner keine Vernehmlassung eingeholt hat, ist er nicht beschwert.

Die Beschwerde enthält damit offensichtlich keine hinreichende Begründung. Auf sie ist im vereinfachten Verfahren durch das präsidierende Mitglied der Abteilung nicht einzutreten (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ).

4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Beschwerdeführer die Gerichtskosten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Anspruch auf eine Parteientschädigung hat er nicht ( Art. 68 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 1. Februar 2021

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Escher

Der Gerichtsschreiber: Zingg