Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5D_86/2023 KI-generiert

Advance of court costs in civil appeal held not appealable without showing irreparable harm under threshold for subsidiary constitutional complaint.

Geschäftsnummer 5D_86/2023
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court (Bundesgericht) dismissed the appellant’s motion to overturn the lower court’s orders, ruling that the appeal was inadmissible and imposing court costs of CHF 1,000 on the appellant. The challenged decisions—the Obergericht of Zurich’s order of 29 March 2023 requiring a CHF 3,080 advance on court costs and the 5 May 2023 deadline extension—remain in force. The dispute involved a recurring appellant contesting these interlocutory cost orders in connection with a negative declaratory judgment claim, seeking annulment and a reduction of the advance. The Court held that, because the underlying dispute’s value (CHF 19,510) fell below the CHF 30,000 threshold for civil appeals, only a subsidiary constitutional complaint was available; the appellant failed to meet the strict pleading requirement (Rügeprinzip, art. 106(2) and 117 BGG) by not detailing any constitutional violations, made only appellatory arguments, and did not demonstrate an irreparable harm under art. 93(1) BGG, rendering the appeal inadmissible.

Legislator-Regeste

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Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 113 BGG, Art. 116 BGG, Art. 106 Abs. 2 i.V.m, Art. 117 BGG, Art. 93 Abs. 1 BGG; Advance of court costs in civil appeal held not appealable without showing irreparable harm under threshold for subsidiary constitutional complaint: The challenged decisions—the Obergericht of Zurich’s order of 29 March 2023 requiring a CHF 3,080 advance on court costs and the 5 May 2023 deadline extension—remain in force. The dispute involved a recurring appellant contesting these interlocutory cost orders in connection with a negative declaratory judgment claim, seeking annulment and a reduction of the advance. The Court held that, because the underlying dispute’s value (CHF 19,510) fell below the CHF 30,000 threshold for civil appeals, only a subsidiary constitutional complaint was available; the appellant failed to meet the strict pleading requirement (Rügeprinzip, art. 106(2) and 117 BGG) by not detailing any constitutional violations, made only appellatory arguments, and did not demonstrate an irreparable harm under art. 93(1) BGG, rendering the appeal inadmissible.

Schlagwörter

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Gerichtskostenvorschuss Beschwerdelegitimation Sicherheitsleistung Streitwert Zivilprozessverfahren irregulärer Hinterlegungsvertrag Herabsetzung der Verfahrenskosten

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Main ground for the verdict: appeal declared inadmissible by simplified procedure because it was manifestly insufficiently substantiated.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Costs provision: court costs of CHF 1,000 imposed on the appellant.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5D_86/2023

Urteil vom 22. Mai 2023

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Escher, präsiderendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

1. Kanton Zürich,

2. Stadt Zürich,

beide vertreten durch das Steueramt der Stadt Zürich, Werdstrasse 75, Postfach, 8022 Zürich,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Gerichtskostenvorschuss,

Beschwerde gegen die Verfügung vom 29. März 2023 (NP230009-O/Z01) und die Verfügung des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 5. Mai 2023 (NP230009-O/Z02).

Sachverhalt:

Die Beschwerdeführerin ficht seit Jahren systematisch Verfügungen und Entscheide der kantonalen Instanzen an, wobei sie stets auch die Feststellung der Nichtigkeit verlangt. Vorliegend stellt sie im Zusammenhang mit einem Berufungsverfahren betreffend negative Feststellungsklage mit Beschwerde vom 16. Mai 2023 Begehren um Nichtigerklärung der Kostenvorschussverfügung des Obergerichts des Kantons Zürich vom 29. März 2023 und der Nachfristansetzung vom 5. Mai 2023 sowie um Herabsetzung des Kostenvorschusses von Fr. 3'080.-- auf Fr. 1'540.--.

Erwägungen:

1. Im Streit um Nebenpunkte, namentlich in Bezug auf die Kosten und somit auch auf den Kostenvorschuss folgt der Rechtsweg an das Bundesgericht jenem der Hauptsache ( BGE 134 I 159 E. 1.1; 137 III 380 E. 1.1; Urteil 5A_960/2021 vom 29. November 2021 E. 1). Der Streitwert der zugrunde liegenden Streitsache beträgt Fr. 19'510.-- und erreicht damit den für die Beschwerde in Zivilsachen erforderlichen Mindeststreitwert von Fr. 30'000.-- nicht ( Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG ). Mithin steht die subsidiäre Verfassungsbeschwerde offen ( Art. 113 BGG ), mit welcher ausschliesslich Verfassungsverletzungen gerügt werden können ( Art. 116 BGG ). Hierfür gilt das strenge Rügeprinzip (Art. 106 Abs. 2 i.V.m. Art. 117 BGG ). Dies bedeutet, dass anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen, während auf appellatorische Ausführungen nicht eingetreten werden kann ( BGE 134 II 244 E. 2.2; 140 III 264 E. 2.3; 142 III 364 E. 2.4).

2. Die Kostenvorschussverfügung stellt im Übrigen einen Zwischenentscheid dar, der nur ausnahmsweise unter den besonderen Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG mit Beschwerde beim Bundesgericht angefochten werden kann (ausführlich zum nicht wieder gutzumachenden Nachteil BGE 142 III 798 E. 2.2), wobei diese in der Beschwerde im Einzelnen darzulegen sind ( BGE 137 III 324 E. 1.1; 141 III 80 E. 1.2). Die Beschwerdeführerin äussert sich hierzu nicht und folglich ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.

3. Ohnehin könnte auf die Beschwerde auch in der Sache nicht eingetreten werden, weil es an jeglichen Verfassungsrügen mangelt (dazu E. 1); die Beschwerdeführerin beklagt sich in rein appellatorischer Weise, dass der Kostenvorschuss überhöht sei und die ursprüngliche Kostenvorschussverfügung keine Rechtsmittelbelehrung enthalten habe.

4. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich nicht hinreichend begründet, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist.

5. Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, mitgeteilt.

Lausanne, 22. Mai 2023

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Escher

Der Gerichtsschreiber: Möckli