Municipality v. Appellant (Constitutional Complaint Rejection)
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertIn this case, the Swiss Federal Tribunal reviewed a situation where an individual (the appellant) contested a decision by the Bernese Cantonal Court. Initially, the Regional Court Oberland granted a municipality definitive legal enforcement against the appellant for a debt amount of CHF 10,868. The appellant's subsequent complaint to the Cantonal Court was dismissed due to non-payment of the court's fee advance and late submission. The appellant then appealed to the Federal Tribunal, arguing that the Cantonal Court failed to consider his financial situation and requests for an extension to pay the fee. The Tribunal noted deficiencies in the appellant's constitutional complaint, highlighting that the appellant did not substantiate claims that his constitutional rights were violated nor addressed the overdue filing of his cantonal complaint. Consequently, the Tribunal refused to entertain the constitutional complaint and decided not to levy court costs.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG, Art. 116 BGG, Art. 117 i.V.m, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Municipality v. Appellant (Constitutional Complaint Rejection): Initially, the Regional Court Oberland granted a municipality definitive legal enforcement against the appellant for a debt amount of CHF 10,868. The appellant's subsequent complaint to the Cantonal Court was dismissed due to non-payment of the court's fee advance and late submission. The appellant then appealed to the Federal Tribunal, arguing that the Cantonal Court failed to consider his financial situation and requests for an extension to pay the fee. The Tribunal noted deficiencies in the appellant's constitutional complaint, highlighting that the appellant did not substantiate claims that his constitutional rights were violated nor addressed the overdue filing of his cantonal complaint. Consequently, the Tribunal refused to entertain the constitutional complaint and decided not to levy court costs.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertZitierte Rechtsprechung
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertUsed to decide not to enter into the substance of the constitutional appeal due to insufficient reasoning (Art. 117 BGG is also cited in the reasoning but Art. 108 is the procedural rule applied in the dispositive for non-admission in the simplified procedure).
Cited in the dispositive regarding the waiver of court fees.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
5D_77/2019
Urteil vom 15. April 2019
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Zingg.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Gemeinde U.________,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, 2. Zivilkammer, vom 25. Februar 2019
(ZK 19 23).
Erwägungen:
1. Das Regionalgericht Oberland erteilte mit Entscheid vom 17. Dezember 2018 der Beschwerdegegnerin gegenüber dem Beschwerdeführer in der Betreibung Nr. xxx des Betreibungsamtes Oberland, Dienststelle Oberland Ost, definitive Rechtsöffnung für Fr. 10'868.--.
Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer am 14. Januar 2019 (Postaufgabe) Beschwerde an das Obergericht des Kantons Bern. Mit Entscheid vom 25. Februar 2019 trat das Obergericht auf die Beschwerde mangels Leistung des Kostenvorschusses und infolge verspäteter Beschwerdeerhebung nicht ein.
Gegen diesen Entscheid hat der Beschwerdeführer am 3. April 2019 Beschwerde an das Bundesgericht erhoben. Das Bundesgericht hat die Akten beigezogen, aber keine Vernehmlassungen eingeholt.
2. Aufgrund des tiefen Streitwerts ( Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG ) und mangels Vorliegens einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung ( Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG ) ist die Eingabe als subsidiäre Verfassungsbeschwerde entgegenzunehmen ( Art. 113 ff. BGG ). In einer subsidiären Verfassungsbeschwerde kann nur die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden ( Art. 116 BGG ). Verfassungsrügen müssen gemäss dem strengen Rügeprinzip von Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG in der Beschwerde präzise vorgebracht und begründet werden. Dies bedeutet, dass anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen ( BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399; 142 III 364 E. 2.4 S. 368).
3. Der Beschwerdeführer macht geltend, auf seine finanzielle Lage sei nicht Rücksicht genommen worden und auf seine Gesuche für eine Fristverlängerung zur Bezahlung des Gerichtskostenvorschusses sei nicht eingegangen worden. Der Beschwerdeführer übergeht, dass das Obergericht ihm auf sein Gesuch vom 29. Januar 2019 hin, mit dem er eine Fristverlängerung bis Ende Februar 2019 verlangt hatte, die Frist immerhin bis am 11. Februar 2019 verlängert hat. Inwieweit dies gegen verfassungsmässige Rechte verstossen soll, legt der Beschwerdeführer nicht dar. Er behauptet nicht konkret, dass er weitere Gesuche um Fristverlängerung oder allenfalls auch ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt hätte, die übergangen worden wären. Ausserdem setzt sich der Beschwerdeführer nicht damit auseinander, dass er die kantonale Beschwerde verspätet eingereicht hat. Da das Obergericht auf die Beschwerde nicht eingetreten ist und sich inhaltlich mit dem regionalgerichtlichen Rechtsöffnungsentscheid nicht befasst hat, kann dies auch das Bundesgericht nicht tun. Es kann deshalb nicht auf die Kritik des Beschwerdeführers am regionalgerichtlichen Rechtsöffnungsentscheid eingegangen werden, insbesondere auf seine Behauptung, er habe die Alimente 2016 bezahlt und dies belegt.
Die Beschwerde enthält demnach offensichtlich keine hinreichende Begründung. Auf sie ist im vereinfachten Verfahren durch das präsidierende Mitglied der Abteilung nicht einzutreten (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ).
4. Es rechtfertigt sich ausnahmsweise, auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, 2. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 15. April 2019
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Escher
Der Gerichtsschreiber: Zingg