St. Gallen v. Company in Liquidation (Constitutional Complaint on Procedural Costs)
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA company in liquidation filed a constitutional complaint with the Swiss Federal Tribunal against a decision made by the Cantonal Court of St. Gallen. The dispute originated from a definitive legal order issued by the District Court of St. Gallen in a debt enforcement proceeding, which required the company to pay a debt of 425 Swiss Francs. After the company fulfilled the payment, the Cantonal Court declared the case moot and imposed a procedural cost of 80 Swiss Francs on the company. In its appeal, the company, represented by an individual with unclear authorization and involvement, failed to clearly argue a violation of constitutional rights, instead focusing on unrelated issues. The complaint was deemed inadmissible due to insufficient substantiation under the applicable legal standards.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 116 BGG, Art. 117 i.V.m, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG, Art. 117 BGG; St. Gallen v. Company in Liquidation (Constitutional Complaint on Procedural Costs): Gallen. The dispute originated from a definitive legal order issued by the District Court of St. Gallen in a debt enforcement proceeding, which required the company to pay a debt of 425 Swiss Francs. After the company fulfilled the payment, the Cantonal Court declared the case moot and imposed a procedural cost of 80 Swiss Francs on the company. In its appeal, the company, represented by an individual with unclear authorization and involvement, failed to clearly argue a violation of constitutional rights, instead focusing on unrelated issues. The complaint was deemed inadmissible due to insufficient substantiation under the applicable legal standards.
Schlagwörter
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KI-generiertUsed to declare non-admittance of the constitutional appeal under the simplified procedure due to inadmissibility and lack of sufficient reasoning.
Used in conjunction with Art. 108 BGG for the decision not to enter into the merits of the constitutional appeal under the simplified procedure.
Used to order the appellant to bear the court costs due to the outcome of the proceedings.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
5D_75/2021
Urteil vom 26. Mai 2021
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Zingg.
Verfahrensbeteiligte
A.________ GmbH in Liquidation,
Beschwerdeführerin,
gegen
Kanton St. Gallen,
vertreten durch das Kantonale Steueramt St. Gallen, Davidstrasse 41, Postfach 1245, 9001 St. Gallen,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,
Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen, Einzelrichter für Beschwerden SchKG, vom 17. März 2021 (BES.2021.4-EZS1).
Erwägungen:
1. Mit Entscheid vom 5. Januar 2021 erteilte das Kreisgericht St. Gallen dem Beschwerdegegner gegenüber der Beschwerdeführerin in der Betreibung Nr. yyy des Betreibungsamtes St. Gallen definitive Rechtsöffnung für Fr. 425.--.
Dagegen erhob die Beschwerdeführerin am 17. Januar 2021 Beschwerde. Am 27. Januar 2021 zahlte die Beschwerdeführerin die Betreibungsforderung einschliesslich Kosten an das Betreibungsamt. Mit Entscheid vom 17. März 2021 schrieb das Kantonsgericht St. Gallen das Verfahren als gegenstandslos ab. Das Kantonsgericht auferlegte der Beschwerdeführerin die Kosten von Fr. 80.--.
Gegen diesen Entscheid hat die Beschwerdeführerin am 18. April 2021 (Postaufgabe) subsidiäre Verfassungsbeschwerde an das Bundesgericht erhoben.
2. Die Beschwerde ist nicht nur von B.________ als einzelzeichnungsberechtigter Gesellschafterin der Beschwerdeführerin unterzeichnet, sondern auch von C.________, der sich als "amtlich beglaubigter Generalbevollmächtigter" bezeichnet. Es ist nicht klar, wen er vertreten will. Es wird zwar eine Generalvollmacht von D.________ erwähnt, doch ist dieser nicht Partei des vorliegenden Verfahrens. C.________ ist vorliegend auch nicht persönlich Partei. Die ihm in einem anderen Verfahren auferlegte Busse ist nicht Gegenstand des vorliegenden Rechtsöffnungsverfahrens und deren Aufhebung kann in diesem Verfahren nicht verlangt werden.
3. Die subsidiäre Verfassungsbeschwerde ( Art. 113 ff. BGG ) ist vorliegend das zutreffende Rechtsmittel (Art. 74 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 lit. a BGG). Mit ihr kann einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden ( Art. 116 BGG ). Verfassungsrügen müssen gemäss dem strengen Rügeprinzip von Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG in der Beschwerde präzise vorgebracht und begründet werden. Dies bedeutet, dass anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen ( BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399; 142 III 364 E. 2.4 S. 368).
4. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen verfassungsmässige Rechte verstossen soll. Stattdessen äussert sie sich weitschweifig zu anderen Themen, insbesondere zur angeblichen Unterwanderung des Kantons St. Gallen durch E.________.
5. Die Beschwerde ist offensichtlich unzulässig und sie enthält offensichtlich keine hinreichende Begründung. Auf sie ist im vereinfachten Verfahren durch das präsidierende Mitglied der Abteilung nicht einzutreten (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG ).
6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt die Beschwerdeführerin die Gerichtskosten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 250.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht St. Gallen, Einzelrichter für Beschwerden SchKG, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 26. Mai 2021
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Escher
Der Gerichtsschreiber: Zingg