LLC v. Canton: Inadmissible Constitutional Complaint Regarding Moot Enforcement Action
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA company in liquidation contested a decision made by the District Court of St. Gallen that granted the Canton of St. Gallen definitive legal approval for a debt enforcement action against the company for an amount of 611.25 Swiss Francs plus interest. After the company paid the debt and related costs, the case was deemed irrelevant by the Cantonal Court of St. Gallen, which then imposed a fine of 50 Swiss Francs on the company. Subsequently, the company filed a constitutional complaint to the Swiss Federal Tribunal challenging the Cantonal Court's ruling. However, the complaint failed to clearly articulate any violation of constitutional rights, and instead, addressed unrelated issues. The complaint was also signed by an individual whose authority and representation were unclear. As a result, the Federal Tribunal determined the complaint was inadmissible.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 116 BGG, Art. 117 i.V.m, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG, Art. 117 BGG; LLC v. Canton: Inadmissible Constitutional Complaint Regarding Moot Enforcement Action: Gallen that granted the Canton of St. Gallen definitive legal approval for a debt enforcement action against the company for an amount of 611.25 Swiss Francs plus interest. After the company paid the debt and related costs, the case was deemed irrelevant by the Cantonal Court of St. Gallen, which then imposed a fine of 50 Swiss Francs on the company. Subsequently, the company filed a constitutional complaint to the Swiss Federal Tribunal challenging the Cantonal Court's ruling. However, the complaint failed to clearly articulate any violation of constitutional rights, and instead, addressed unrelated issues. The complaint was also signed by an individual whose authority and representation were unclear. As a result, the Federal Tribunal determined the complaint was inadmissible.
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KI-generiertThe appeal was dismissed without entering upon the merits (non-entrée en matière) based on this procedural provision applied via Art. 117 BGG.
This article mandates the strict application of the requirement for precise grounds for constitutional complaints, leading to the non-entry into the merits.
Applied to order the appellant to bear the court costs because the appeal was dismissed.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
5D_73/2021
Urteil vom 26. Mai 2021
II. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Zingg.
Verfahrensbeteiligte
A.________ GmbH in Liquidation,
Beschwerdeführerin,
gegen
Kanton St. Gallen,
vertreten durch das Kantonale Steueramt St. Gallen, Davidstrasse 41, Postfach 1245, 9001 St. Gallen,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,
Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen, Einzelrichter für Beschwerden SchKG, vom 17. März 2021 (BES.2020.90-EZS1).
Erwägungen:
1. Mit Entscheid vom 17. November 2020 erteilte das Kreisgericht St. Gallen dem Beschwerdegegner gegenüber der Beschwerdeführerin in der Betreibung Nr. www des Betreibungsamtes St. Gallen definitive Rechtsöffnung für Fr. 611.25 nebst Zins.
Dagegen erhob die Beschwerdeführerin am 22. November 2020 Beschwerde. Am 1. Dezember 2020 zahlte die Beschwerdeführerin die Betreibungsforderung einschliesslich Zinsen und Kosten an das Betreibungsamt. Mit Entscheid vom 17. März 2021 schrieb das Kantonsgericht St. Gallen das Verfahren als gegenstandslos ab. Das Kantonsgericht auferlegte der Beschwerdeführerin die Kosten von Fr. 50.--.
Gegen diesen Entscheid hat die Beschwerdeführerin am 18. April 2021 (Postaufgabe) subsidiäre Verfassungsbeschwerde an das Bundesgericht erhoben.
2. Die Beschwerde ist nicht nur von B.________ als einzelzeichnungsberechtigter Gesellschafterin der Beschwerdeführerin unterzeichnet, sondern auch von C.________, der sich als "amtlich beglaubigter Generalbevollmächtigter" bezeichnet. Es ist nicht klar, wen er vertreten will. Es wird zwar eine Generalvollmacht von D.________ erwähnt, doch ist dieser nicht Partei des vorliegenden Verfahrens. C.________ ist vorliegend auch nicht persönlich Partei. Die ihm in einem anderen Verfahren auferlegte Busse ist nicht Gegenstand des vorliegenden Rechtsöffnungsverfahrens und deren Aufhebung kann in diesem Verfahren nicht verlangt werden.
3. Die subsidiäre Verfassungsbeschwerde ( Art. 113 ff. BGG ) ist vorliegend das zutreffende Rechtsmittel (Art. 74 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 lit. a BGG). Mit ihr kann einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden ( Art. 116 BGG ). Verfassungsrügen müssen gemäss dem strengen Rügeprinzip von Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG in der Beschwerde präzise vorgebracht und begründet werden. Dies bedeutet, dass anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt worden sein sollen ( BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399; 142 III 364 E. 2.4 S. 368).
4. Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen verfassungsmässige Rechte verstossen soll. Stattdessen äussert sie sich weitschweifig zu anderen Themen, insbesondere zur angeblichen Unterwanderung des Kantons St. Gallen durch E.________.
5. Die Beschwerde ist offensichtlich unzulässig und sie enthält offensichtlich keine hinreichende Begründung. Auf sie ist im vereinfachten Verfahren durch das präsidierende Mitglied der Abteilung nicht einzutreten (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG ).
6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt die Beschwerdeführerin die Gerichtskosten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 250.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht St. Gallen, Einzelrichter für Beschwerden SchKG, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 26. Mai 2021
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Escher
Der Gerichtsschreiber: Zingg