Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
5D_69/2021 KI-generiert

Restoration of Appeal Deadline Refusal and Inadmissible Constitutional Complaint

Geschäftsnummer 5D_69/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, an individual (A.________) sought to restore the appeal period after the Regional Court of Berner Jura-Seeland granted the opposing party (B.________) the definitive legal payment order for a sum of CHF 2,135.40 on December 9, 2020. A.________ filed a request for restoring the appeal period on February 22, 2021, which was rejected by the Bernese Obergericht on March 10, 2021, because it was deemed late. According to the court, the request should have been filed within ten days after the removal of the cause for the delay, which A.________ claimed lasted from December 23, 2020, to January 6, 2021. A.________ further appealed to the Federal Tribunal, arguing that an earthquake in Croatia on December 28, 2020, prevented timely submission, but failed to present any constitutional claims or requests, leading to the appeal being dismissed.

Legislator-Regeste

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Art. 148 Abs. 2 ZPO, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 113 BGG, Art. 116 BGG, Art. 106 Abs. 2 i.V.m, Art. 117 BGG; Restoration of Appeal Deadline Refusal and Inadmissible Constitutional Complaint: A.________ filed a request for restoring the appeal period on February 22, 2021, which was rejected by the Bernese Obergericht on March 10, 2021, because it was deemed late. According to the court, the request should have been filed within ten days after the removal of the cause for the delay, which A.________ claimed lasted from December 23, 2020, to January 6, 2021. A.________ further appealed to the Federal Tribunal, arguing that an earthquake in Croatia on December 28, 2020, prevented timely submission, but failed to present any constitutional claims or requests, leading to the appeal being dismissed.

Schlagwörter

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Wiederherstellung der Beschwerdefrist (definitive Rechtsöffnung) Wiederherstellung der versäumten Frist Betreibungsbegehren Verfassungsbeschwerde im Ausland Klagefrist Streitwert Petitionsrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

The appeal was dismissed by non-admission (non-entrée en matière) under the simplified procedure.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The court imposed the court costs on the appellant.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

5D_69/2021

Urteil vom 16. April 2021

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Escher, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Möckli.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

B.________,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Wiederherstellung der Beschwerdefrist (definitive Rechtsöffnung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, 1. Zivilkammer, vom 10. März 2021

(ZK 21 114).

Sachverhalt:

Mit Entscheid vom 9. Dezember 2020 erteilte das Regionalgericht Berner Jura-Seeland der B.________ in der gegen A.________ eingeleiteten Betreibung Nr. xxx für den Betrag von Fr. 2'135.40 definitive Rechtsöffnung.

Mit Gesuch vom 22. Februar 2021 beantragte A.________ die Wiederherstellung der Beschwerdefrist.

Mit Entscheid vom 10. März 2021 trat das Obergericht auf das Gesuch nicht ein mit der Begründung, es sei verspätet, weil es innert 10 Tagen ab Wegfall des Säumnisgrundes einzureichen gewesen wäre ( Art. 148 Abs. 2 ZPO ) und der Säumnisgrund nach eigenen Angaben vom 23. Dezember 2020 bis 6. Januar 2021 gedauert habe. Ohnehin hätte dem Gesuch aber auch in der Sache kein Erfolg beschieden sein können, weil die Zustellfiktion zum Tragen komme und eine Auslandabwesenheit für sich genommen nicht als Verhinderungsgrund gelte.

Gegen den obergerichtlichen Entscheid hat A.________ am 13. April 2021 beim Bundesgericht eine Beschwerde erhoben.

Erwägungen:

1. Der Streitwert beträgt weniger als Fr. 30'000.--, weshalb nicht die Beschwerde in Zivilsachen offen steht (vgl. Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG ), sondern die subsidiäre Verfassungsbeschwerde ( Art. 113 BGG ). Mit dieser kann einzig die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden ( Art. 116 BGG ), wofür das strenge Rügeprinzip gilt (Art. 106 Abs. 2 i.V.m. Art. 117 BGG ).

2. Es werden keinerlei verfassungsmässige Rechte als verletzt angerufen und auch inhaltlich keine Verfassungsrügen erhoben. Abgesehen davon sind die Vorbringen neu und damit zulässig ( Art. 99 Abs. 1 BGG ), indem die unbelegte Behauptung nachgeschoben wird, am 28. Dezember 2020 habe es in Kroatien ein starkes Erdbeben gegeben und viele Gebäude seien zerstört worden; er sei vor Ort gewesen, um die Statik zu prüfen und Menschenleben zu retten, weshalb er keine Zeit zum Einreichen der Formulare gehabt habe. Schliesslich fehlt es der Beschwerde auch an einem Rechtsbegehren ( Art. 42 Abs. 1 BGG ).

3. Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten.

4. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, 1. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 16. April 2021

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Escher

Der Gerichtsschreiber: Möckli